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© Lena Staal

Wontons mit Chiliöl

Asien
China

Wontons gehören zum Besten, was ­chinesische Teigtaschenkunst hervorgebracht hat – Wir servieren sie wie in Chinas Provinz Sichuan in feurig-­würzigem Chiliöl.

Eine herrlich saftige Fülle wird von seidig-gaumenschmeichelndem Teig umschlossen, dem sie auch ihren Namen verdanken: Wonton heißt auf ­chinesisch »Wolken ­schlucken«.

Zubereitungszeit: 2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: 3 von 5

Zutaten (4 Personen)
250 g Schweinebauch oder Schulter, 
frisch faschiert
1 Stück Ingwer, daumengroß, geschält und klein geschnitten
2 EL helle Sojasauce
3 EL Shaoxing Reiswein
2 Frühlingszwiebel, klein gehackt
2 EL gutes getoastetes Sesamöl
viel frisch geriebener Pfeffer
1 Prise Zucker nach Geschmack
1 großes Ei
200 ml gute Hühnersuppe
1 Pk. Wonton-Teig, tiefgefroren
etwas gehacktes Koriandergrün
2 EL Chiliöl pro Person
1 Prise gemahlener Sichuanpfeffer
  • Fleisch, Gewürze und Ei mischen, dann nach und nach (Tasse für Tasse) den Hühnerfond untermischen, bis er ganz im Faschierten aufgesogen wurde. Mindestens zwei Stunden, gern auch über Nacht kaltstellen.
  • Eine Tasse Wasser und die Füllung bereitstellen. Mit Daumen und Zeigefinger einen Ring formen. Ein Teigquadrat darauflegen. Einen Finger in die Wassertasse tauchen und den Teig entlang des Daumen-Zeigefinger-Rings nass machen.
  • Etwas Füllung in die Mitte des nassen Rings legen, das Wonton auf den Tisch legen und zu einem Dreieck falten. Rund um die Füllung (dort, wo der Teig nass ist) zusammendrücken – es soll möglichst wenig Luft darin bleiben.
  • Die unteren beiden Ecken des Dreiecks zusammenbringen: Eine Ecke nass machen und die andere darauf drücken. Die Füllung bei Bedarf ein wenig von unten eindrücken, sodass sich die Ecken besser zueinander führen lassen. Das Ergebnis erinnert optisch ein wenig an ein Boot. Je weniger Füllung und je mehr Teig, desto seidiger das Esserlebnis.
  • Chinesen kochen Wontons traditionell nach der »Drei-Mal-Kochen«-Methode: Die Teigtaschen werden in kochendes Wasser geworfen. Wenn es wieder aufwallt, wird eine Tasse kaltes Wasser dazugegossen, dieser Prozess wird drei Mal wiederholt – dann sind die Wontons gar. Wem das zu viel Aufwand ist: Wasser aufkochen, Wontons einlegen, wieder zum Sieden bringen, von der Hitze nehmen, drei Minuten warten.
  • Vorsichtig mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, möglichst viel Flüssigkeit abtropfen lassen und mit Chiliöl, frischem Koriander und Sichuanpfeffer servieren.

Tipp:

Lob der Tiefkühltruhe

Überzählige Wontons können wunderbar auf Backpapier nebeneinander eingefroren werden. Zum Aufwärmen die tiefgekühlten Teigtaschen direkt ins kochende Wasser legen und etwas länger ziehen lassen.


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Erschienen in
Falstaff Rezepte Nr. 3/2019

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