Barguide 2025: Die besten Cocktailbars in Österreich
Mit der Erweiterung um die Stehbar (für Champagner und rare Whisk(e)ys) geht das Ausnahmelokal ins zweite Jahrzehnt. Minimalismus ist Trumpf. Aus Metaxa, Oregano und ein paar Tropfen Sarmakinas-Olivenöl entsteht etwa ein faszinierender Drink. Es ist ein Beispiel, dass außer Kompromissen bei der Qualität alles möglich ist.
Es gib viele Details, die schon vor dem ersten Schluck die Qualität verraten. Edles Holz, jazzige Musik und eine Cocktailkarte, die Punch-Bowls ganz selbstverständlich listet. Denn Heinz Kaiser und sein Team verstehen sich auf die »flüssige Einnahme« in großen wie kleinen Dosen. Gern auch mit Rum wie in der »Kaiserin«.
Die starke Teamleistung unter der Ägide von Philipp Ernst entwickelt die Bar beständig weiter. Der Gruß aus der alten Heimat, Signatures mit ausschließlich steirischen Zutaten, war dafür der beste Beweis. Und an den ikonisch gewordenen Espumas erfreut sich Cocktail-Wien immer noch gern. Kurz: ein »Modern Classic«.
Ungewöhnlichste Cocktails entdecken und nebenbei Musik-Bingo spielen? Bei Kan Zuo ist das kein Widerspruch. Die Atmosphäre darf laut sein, die Karte muss witzig sein und an exquisiten Kreationen herrscht kein Mangel, seit diese Wunderwelt vor bald 20 Jahren ihre Tore geöffnet hat. Bob Dylan würde sagen: »Forever young«!
Auf Diskussionen zu ungarischen Marillenbränden und Anime versteht sich das Duo »JoJo« Luger und Attila Szelhoffer ebenso wie aufs Mixen. Der breite popkulturelle Bogen wird ins Glas übersetzt, der Umbau gibt dieser Ausnahme-Mixology einen noch feineren Rahmen. Großartiger Platz ohne jede Allüre, aber voller Klasse!
Das Leitthema, um nicht zu sagen der Leit-Index, ist unter dem neuen Barteam geblieben: Finanzthemen werden kreativ in saisonale Cocktailkarten übersetzt – zuletzt etwa mit den fünf Investorentypen. »Innovation«, »Independance« und »Opportunities« werden nicht nur als Cocktailnamen großgeschrieben. Tolles Barfood!
Ein buntes Karussell ist die Barkarte, hinter der mit Laura Peez und Sigi Schot gleich zwei kreative Feuergeister stehen. Dazu kommen Signature Cocktails des gesamten Teams, gern mit popkulturellem Schalk oder kunsthistorischen Anspielungen als Garnierung. Ein offener, inklusiver und vor allem verdammt guter Trinkort!
Den Mutigen gehört die Welt – dafür plädiert man in der coolen Location mit dem »Mini of the Week«, Kostproben ohne vorherige Erklärung. Dass die stets schmecken, spricht für die Fachkenntnisse des exzellenten Teams, das am liebsten ohne Chichi, dafür mit viel Gespür für Nuancen und Aromen arbeitet. Spitzenadresse!
Man sieht es den Tiroler Balken nicht gleich an, dass dahinter eine der ungewöhnlichsten Bars des Landes wartet. Auch der »Zwetschken Bellini« oder die »Rote Bete Colada« bereiten – so gut sie auch sind – nicht auf den Schatz des Andi Hotter vor: das Spirituosenreich gigantischer Größe, in dem er meisterhaft navigiert.
Ein paar Stiegen trennen die Lände vom Land des Marco. Denn hier herrschen andere Gesetze. Man ist in der Sekunde Komplize der Nacht und freut sich an den gern mit US-Whiskey gemixten Erfrischungen. Dazu läuft LP-Musik aus verborgenen Boxen, während wieder jemand die Freude hat, seine erste »Thai Massage« zu trinken.
Die Cocktails sind mindestens so beeindruckend wie das glamouröse Ambiente der »D« alias »Discovery« Bar. Die hochwertige Qualität und die professionellen Barkeeper inszenieren jeden Signature Drink zur perfekten Guest Experience. Eines der Geschmackshighlight: »Isla Verde« mit Rum, Avocado, Kokos, Wasabi und Molke.
Der fünfte Geburtstag der Bar zeigte, wie international die Freunde dieses Teams sind. Mit den Fruchtweinen, für die David Barbist ein Händchen hat, besitzt man einen USP. Chef Kostas Karvounis ergänzt den Tüftler als stets gut gelaunter Gastgeber. Gemeinsam lässt man einzelne Zutaten (auch optisch ansprechend) aufleben.
Immer tiefer taucht Damir Bušić in die Welt der Tiroler Aromen ein, um sie mit internationalen Rezepten zu verschmelzen. Jüngstes Beispiel: die Zähmung des berüchtigten »Krautingers«, die nur dem Meister selbst so gelingen konnte. Wer dem eigenen Tagebuch ungewöhnliche Trinkabenteuer anvertrauen will, muss ins Diary!
Es kam genau so, wie sich das Peter Friese erträumt hat: Die Vielfalt des italienischen Genusserlebens in demokratischer Form kam nach Wien. Panini und kleine Pasta-Gerichte, aber eben auch »Garibaldi« und »Sarti Spritz«. Als Orangenschnitz im Tumbler kommt dazu die Signature-Karte von Aktivposten David Penkers Team. Viel Amore!