"Bierfokus" Restaurants in Deutschland
Mehr geht nicht: Sternekoch Marco Müller versteht es, aus den besten Lebensmitteln inspirierendes Essen zu erschaffen, »das den Kopf füttert, das Herz berührt und den Bauch wärmend glücklich macht«.
Mit Christian Binder bleibt das Restaurant der Steinheuers auf Erfolgskurs. Der talentierte Koch inszeniert mit seinen ausgetüftelten Kreationen nachhaltigen Genuss auf höchstem Niveau.
Zwei Stockwerke unter dem Gastraum hängen sie im Gewölbe, Patron Jockl Kaisers Cuatellos: feinste hauseigene Rohschinken aus bestem schwäbisch-hällischem Schwein, Kaisers ganzer Stolz. 30 Monate lagern sie hier, bis sie nach oben dürfen, in den Raum mit dem Holzofen und dem Blick runter auf Nördlingen. Da bekommt man dann ein Destillat vorgesetzt, mit der Aufforderung zu riechen: frisch, holzig, anregend – Rosmarin. Es ist die alkoholfreie Begleitung, die Kaiser selbst mit einer befreundeten Destille hergestellt hat. In »Meyers Keller« geht es auf traditionelle Weise eigen zu. Es ist nämlich beides zugleich: Gourmetrestaurant und Wirtshaus – im Gebäude einer ehemaligen Brauerei, die Kaisers Mutter einst betrieb. Die Küche, die Jockl Kaiser anbietet, spielt mit diesen beiden Polen, möchte Gäste herausfordern, die für Maultäschle gekommen sind, und jenen, die für den herrlichen Carabinero an Pfirsich und Buttermilch den Weg ins Schwabenländle auf sich genommen haben, zeigen, wo jede Idee wurzelt: in gehobener Hausmannskost. Und das gelingt. Auch weil Jockls Frau Evelin Kaiser eine herausragende Gastgeberin ist, die mit genauso viel Herzlichkeit wie Wissen schon im Service den Weg zwischen Wirtshaus und Gourmetküche vorzeichnet. Natürlich sind Wirtshausschmankerl ein absolutes Muss, genau wie der hausgemachte Schinken. Aber ein echtes Highlight kommt, ganz unscheinbar als Pre-Dessert getarnt: der Jamei-Käse als Creme und gehobelt mit einem Reischip auf einem köstlichen Holunderblüten-Granité. Hier mischen sich Aromen und Texturen zu dem, was eine Karte auf dem Tisch voraussagt: einem Feuerwerk.
Der Familienbetrieb vereint seit dem 16. Jahrhundert Genuss und Gastfreundschaft. Christian Grainer kocht regional mit französischem Einfluss – Sommelière Christiane Grainer kennt den passenden Wein.
Hier im Bayerischen Wald versteckt sich im Hotel Oswald ein Gourmetrestaurant, das es in sich hat! Absolut grandiose Küche, erstklassige internationale Produkte, klassische Saucen und eigener Charme.
»New Nordic Japanese Cuisine« lebt und zelebriert Kosmopolit Peter Fridén. In seinen brillant inszenierten Gerichten kombiniert er japanische Finesse mit skandinavischer Frische. Stets hochgelobt.
Auch dieses Restaurant trägt die Handschrift von Sternekoch Robin Pietsch. Er und sein Team zaubern ein fantastisches Menü mit vielen kleinen Gängen, das sich an der Heimatküche orientiert.
Unter der Woche Bistro à la carte, freitags und samstags von den Jahreszeiten inspiriertes Gourmetmenü. Die Zutaten kommen aus dem eigenen Garten oder der Region. Tolle Pop-up-Events des jungen Teams!
Kaum zu glauben: Schon seit zehn Jahren betreibt Kochkünstler Max Strohe zusammen mit Partnerin Ilona Scholl das Kreuzberger Speiselokal. Seine konstant aromenstarke Produktküche überzeugt die Gäste.
Hier fusioniert Japan mit Peru. Stylishes Ambiente und schicke Köstlichkeiten auf dem Teller. Frisch und aromenstark, von scharf bis umami. Roher Fisch bei Ceviche und Sushi – und alles auf den Punkt.
Raffiniert, individuell und mit dezenter Klasse: Regionale Produkte verbinden sich mit nordischen Techniken und asiatischen Aromen – etwa bei bayerischer Garnele in Thai-Curry und Ingwerbutter.
Die Passion fürs Kochen und die Einflüsse der Jahreszeiten spiegeln sich in jedem Gericht wider. Beim »Alpinen Fine Dining« gibt es Oberstdorfer Hochgebirgsrehrücken und asiatisches Gewürzsüppchen.
Acht Stockwerke über der Potsdamer Straße, Panoramablick über Berlin und eine ehemalige Club-Etage, die für Fine Dining eigentlich zu groß und zu laut ist. Das »Golvet« hatte es nie leicht: zu viel Raum, zu viel Fluktuation in der Küche, zuletzt ein Chef, der mit großem Selbstbewusstsein und noch größeren Menüpreisen kaum wahrgenommen wurde. Wer das weiß, betritt den Fahrstuhl nach oben mit einer gewissen Skepsis. Und verlässt das Restaurant vollkommen anders gestimmt. Nicholas Hahn steht seit Februar am Herd, und es dauert keine zwei Gänge, bis klar ist, was seine Ambitionen sind. Als Gemüsekoch bekannt, macht sein Menü deutlich: Das war immer nur ein Teil seines Könnens. Er kocht Gemüse auf einem Niveau, das in der Stadt seinesgleichen sucht, aber eben auch Wachtel, Garnelen und Zander mit derselben Präzision. Das »Golvet« erreicht damit ein kulinarisches Niveau, das es so noch nicht hatte. Das Paprikatatar mit Paprikaeis und Jalapeño-Jus hat die Konsistenz von Fleisch und die Qualität eines Gerichts, das man nicht vergisst. Die dekonstruierte Baiser-Pizza klingt nach Instatrend, schmeckt aber gewaltig nach Können. Und die Wachtel: glasierte Keulen, soufflierte Brust mit Trüffel, eine gefüllte Spitzmorchel, dazu ein Blaubeerpüree, das man so nicht erwartet und sofort vermissen würde. Sommelier Andrea Agosta hat eine Weinkarte von enzyklopädischer Tiefe zusammengestellt, etwas üppiger als nötig. Was noch fehlt, ist eine alkoholfreie Begleitung, die Hahns Spiel mit Aromen weiterdenkt. Vier Gänge für 110 Euro, sieben für 185 Euro: nicht gerade günstig, aber gemessen an dem, was Hahn auf den Teller bringt schwer zu beanstanden.
Chefkoch Maximilian Moser bringt seine kreativen Ideen farbenfroh auf den Teller: Heimatverbundenes wie gefüllter Brezenknödel mit Steinpilz oder Internationales wie vietnamesisches Bánh Xèo mit Hummer.
Michael Quendlers kreativ-klassische Spitzenküche findet großen Anklang bei Gästen aus nah und fern. Nahbarkeit und Eleganz stehen hier im Einklang. Außerdem gibt es stets ein vegetarisches oder sogar veganes Menü.
Hans-Harald Reber entlockt regionalen wie mediterranen oder exotischen Produkten aufregende Facetten. Zur raffinierten Landhausküche gesellt sich Fleisch höchster Qualitätsstufe aus dem Reifeschrank.
Welches Soulfood lieben Oberpfälzer? Für Christine Heß und Michael Laus ganz klar: Mit Sumach und Tahini winkt der Nahe Osten, mit Miso-Mayonnaise und Edamame der Ferne Osten in zwei köstlichen Menüs.
Trotz einer 400-jährigen Familiengeschichte richtet sich der kulinarische Blick in die Zukunft: Es gibt traditionelle Gerichte wie geschmorte Ente und Modernes wie Nockerl mit Hecht und Zander.
Bei pikant-scharfem Papayasalat und Crispy Chicken Burger »Asia Style« hätte Wilhelm Hauffs »Schatzhauser« wohl einen Schreck bekommen, aber es gibt hier auch Linseneintopf und Maultaschen. Schmeckt klasse.
Premium-Burgerladen mit Kultstatus, auch wenn der Hype und Glamour vergangener Zeiten nicht bei jedem Burger der Woche wieder aufpoliert werden kann. In Sachen Fleischqualität macht man hier dagegen nach wie vor keine Kompromisse. Es muss nicht immer ein Smashburger sein!