24/7 Umsatz mit Automaten
Food-Automaten werden global eingesetzt. Wann machen die Automaten in Hotellerie oder Handel Sinn? PROFI hat ein paar Tasten gedrückt.
Bei einer der »Golden Globe«-Afershow-Partys waren sie allgegenwärtig: 200 ml Moët & Chandon-Flaschen. Und sie wurden nicht etwa auf dem Silbertablett serviert, nein, sie kamen aus dem Automaten.
Automaten als Service-Ergänzung
Food- und Getränkeautomaten können eine höchst clevere – und durchaus lukrative – Ergänzung sein, sofern man sich etwas mehr als Kaffee und Wasser überlegt. Beispiel »gambino Hotel Cincinatti« in München. Die Philosophie der Hotel-Marke ist urban ausgerichtet, jedem »gambino Hotel« soll eine Bäckerei oder ein Coffee-Shop angegliedert sein, wie Sabrina Gambino-Kreidl erklärt. »Der Automat ist als Alternative gedacht, wenn alle anderen Läden geschlossen sind.«
Service ohne großes Risiko
PROFI bat Florian Schaible, Geschäftsführer flospitality Unternehmensberatung um seine Meinung, für welche Art von Hotellerie Automaten relevant sein können. »Es gibt ja bereits die Konzepte im Rahmen des ›Cheap Chic‹. In diesen Konzepten können – und werden – hochwertige Automaten immer mehr Platz finden.Im Rahmen eines coolen Konzepts ist da auch der Verkaufspreis meist unwichtig.« International gibt es wenig, das es nicht gibt. Von Kaviar und Hummer bis zu Cupcakes und Frozen Yoghurt. Im New Yorker »Moxy Times Square« steht etwa ein Softeis-Automat. Verschiedene Sorte, Größen und Toppings – diese »Love Machine« (so der Automatenname) soll einfach Spaß machen. Und: Er bringt dem Hotel Umsätze zu Uhrzeiten, zu denen es bisher keine gab.
Weinautomaten in Österreich
In Österreich sind Weinautomaten beispielsweise ein interessantes Thema. Eben erst hat etwa das »Family Hotel & Resort Dachsteinkönig« in Oberösterreich eine automatisierte Self-Service-Zapfanlage in Betrieb genommen. Sommelier Lukas Permoser: »Natürlich ersetzt so etwas den klassischen Service und die Beratung nicht, aber es ist ein weiteres Angebot, um unsere Gäste noch ein Stückchen glücklicher zu machen – 24 Stunden am Tag.«
Grillfleisch 24/7
Josef Moßhammer hat sich dagegen »bewusst gegen Alkohol entschieden«, wie er erzählt. Moßhammer betreibt einen Fleischautomaten in Graz. »Wir haben lange überlegt, Vandalismus bei Zigarettenautomaten hat uns abgehalten früher damit zu starten. Nachdem wir uns entschieden hatten, waren wir nicht mehr zu bremsen«, lacht der Revolutionär.