Zum Inhalt springen
© Shutterstock/Stephen Plaster

Australischer Staat verbietet Sojasaucen-Fische

Australien
Sojasauce
Nachhaltigkeit

Die kleinen Plastikfische mit roter Kappe – auch »Shoyu-Tai« genannt – wurden 1954 in Japan erfunden. In Südaustralien soll der Fisch jetzt verboten werden.

Für viele gehören die kleinen mit Sojasauce gefüllten Plastikfische zu einem Besuch in einem asiatischen Restaurant dazu. In Südaustralien sind sie mit 1. September verboten – Geschäfte und Lokale dürfen diese dann nicht mehr verkaufen.

»Jeder fischförmige Behälter wird nur für wenige Sekunden verwendet, bleibt aber jahrzehntelang oder jahrhundertelang in der Umwelt, wenn er weggeworfen wird«, wird die Umweltministerin und stellvertretende Premierministerin von Südaustralien, Susan Close, zitiert. Weiters kritisiert sie, dass der Behälter wegen der geringen Größe leicht fallen gelassen wird und deshalb zu einem Bestandteil vom Straßenmüll wird.

Schwer zu recyclen

Grundlage für das in Kraft tretende Verbot ist ein im Jahr 2023 verabschiedetes Gesetz, das unter anderem Plastiksackerl, Strohhalme und auch Wattestäbchen verbietet. Es soll sich dabei um eine bisher einmalige Ausnahme handeln. Die kleinen Fische werden zwar aus dem Kunststoff Polyethylen hergestellt, können wegen ihrer geringen Größe aber nicht maschinell verarbeitet werden. Aus diesem Grund werden sie oft nicht recycelt.

Der »Shoyu-Tai« (Sojasaucen-Schnapper) wurde 1954 in Japan erfunden und trägt auch den Spitznamen »Lunch Charm«. Damals wurden noch Fische aus Glas oder Keramik verwendet, mittlerweile werden sie aus Polyethylen produziert.

Die südaustralische Regierung empfiehlt, den kleinen Fisch durch Sojasaucen-Spender zum Nachfüllen zu ersetzen. Kleine Plastiksäckchen sollen weiterhin ausgeteilt werden dürfen – es sei zwar keine perfekte Lösung, aber immerhin eine Alternative.


 

Redaktion
Mehr zum Thema
1 / 12