Zum Inhalt springen

Sebastian Jäger mixt mit dem »The Smart Gatsby« den besten Drink der »Mocktail Masters«. Das sichert ihm den Einzug ins Weltfinale um den besten alkoholfreien Cocktail 2026.

Sebastian Jäger mixt mit dem »The Smart Gatsby« den besten Drink der »Mocktail Masters«. Das sichert ihm den Einzug ins Weltfinale um den besten alkoholfreien Cocktail 2026.
Foto beigestellt

Der »Smart Gatsby« bringt den Sieg bei den GBG Mocktail Masters

Cocktail
Wettbewerb

Sebastian Jäger mixt den besten Drink der »Mocktail Maters« der »German Bartenders Guild« und reist 2026 zur »Mocktail-Weltmeisterschaft« von Mattoni.

Alkoholfreie Cocktails gehören mittlerweile zum Kerngeschäft der Bar- und Gastroszene und Gäste erwarten hier ebenso viel Kreativität, wie bei alkoholischen Drinks. Daher überrascht es wenig, dass die »German Bartender Guild« (GBG) bereits zum dritten Mal ihre Mitglieder zu den »Mocktail Masters« einlud, dem deutschen Vorentscheid zur Mattoni Grand Drink Competition, die als Mocktail-Weltmeisterschaft gilt. Ziel des Wettbewerbs, der in Kooperation mit Granini in Nieder-Olm ausgetragen wurde, war es, auf Basis von Granini- und Giffard-Produkten sowie mindestens 10 cl Mineralwasser einen alkoholfreien Drink zu kreieren, der in Fragen des Geschmacks, der Präsentation und des Storytellings gleichermaßen überzeugt. Dieser Herausforderung stellten sich insgesamt 12 Bartender aus Deutschland und Österreich.

»Seit der ersten Ausgabe 2021 hat sich dieser Wettbewerb wirklich sehr gut entwickelt«, freut sich Marcus S. Siebert, Präsident des Bartenderverbandes GBG. »Man merkt immer deutlicher, dass die Thematik rund um No & Low-ABV immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Zeit, in der man zwei Säfte und ein wenig Sirup zusammengeschüttet hat, ist endgültig vorbei. Man braucht als Bartender heute ein Bewusstsein für dieses Thema und muss ganz andere Skills anwenden – und das wird von Jahr zu Jahr mehr und intensiver. Dir fehlt beim Kreieren eines alkoholfreien Drinks jedoch die Komponente Alkohol als Geschmacksträger, was das Ganze vielleicht noch anspruchsvoller macht, als bei einem klassischen alkoholischen Drink – denn genau diese aromatische Basis musst du eben wo anders finden.«

Der Siegerdrink »The Smart Gastby« von Sebastian Jäger vereint Agavensirup, Ingwer, diverse Fruchtsirupe, Marillen-Balsamico und Soda zu einem aromatischen Erlebnis.
Foto beigestellt
Der Siegerdrink »The Smart Gastby« von Sebastian Jäger vereint Agavensirup, Ingwer, diverse Fruchtsirupe, Marillen-Balsamico und Soda zu einem aromatischen Erlebnis.

Der smarte Gatsby sichert den Sieg

Besonders gut gelungen ist dies dem diesjährigen Sieger Sebastian Jäger. Mit seinem Drink »The Smart Gastby« zauberte er einen leicht rauchigen, dezent bitteren, aber zugleich frisch-fruchtigen Cocktail ins Glas, der die Jury komplett überzeugte. »Ich wollte einen alkoholfreien Drink schaffen, der aromatisch so tiefsinnig ist und so für sich steht, dass man nicht gleich denkt »oh, der ist ja alkoholfrei«, sondern dass man ihn in so genießen kann, als wäre Alkohol drin, weil geschmacklich nichts fehlt. Da kam mir dann sehr schnell der Inbegriff des Mondänen in den Sinn: der große Gatsby. Die Frage war dann nur, wie schmeckt das und wo bekommen ich dieses Aroma her? Wie sich gezeigt hat, ist die Smoky Agave von Giffard einfach perfekt. Dazu ein paar Bitternoten, etwas Frucht und Marillen-Balsamico als zusätzliche ...  Man brauchte eben etwas, um nicht aromatisch gegen die 10 cl Soda, die noch in den Drink mussten, zu bestehen, sondern diese auch optimal zu integrieren«, so Sebastian Jäger, der als Betriebsleiter einer Event-Location aber tatsächlich recht selten mit dieser Art von Drink konfrontiert ist. Woher also die Begeisterung für dieses Thema und speziell diesen Wettbewerb? »Ich habe eine besondere Beziehung zu dieser Challenge, denn es war vor drei Jahren die erste, an der ich teilgenommen habe. Einmal war ich Zweiter, einmal Dritter, daher freut es mich besonders, dass ich diesmal gewonnen habe. Und das Thema Alkoholfrei ist eben eines, um das man als Bartender heute nicht mehr herumkommt. Und: Alles, was mich aus meiner Komfortzone herausholt, was mich fordert, finde ich immer spannend.«

Mit Feinschliff ins Weltfinale

Dieses Bewusstsein für Trends zu schärfen und die mixologischen Fähigkeiten von Bartendern zu fördern, ist ein Kernziel der GBG. »Wir bieten hierfür zahlreiche Masterclasses und Schulungen an, einerseits im Bereich der alkoholfreien Drinks, aber natürlich auch im klassischen Bereich«, erklärt Präsident Marcus S. Siebert weiter, der sich sehr über das Niveau des Wettbewerbs freut.

»Die Drinks waren wesentlich facettenreicher, als wir es in den Ausgaben zuvor gesehen haben, was aber sicherlich auch noch der Pandemie geschuldet war. Immerhin tragen wir die Mocktail Masters nur alle zwei Jahre aus. Man hat gemerkt, wie viel Kreativität mittlerweile auch in alkoholfreie Cocktails fließt.«
Nächstes Jahr wird Sebastian Jäger dann im tschechischen Karlsbad beim Mattoni Grand Drink, der Mocktail-Weltmeisterschaft, antreten. Was ihn dort genau erwartet, beschreibt Siebert so: »Er wird gegen 24 Kollegen aus der ganzen Welt antreten – und das auf einer sehr großen Bühne, denn die Competition findet während eines Musik-Festivals statt. Da mixt du schnell mal vor 3.000 Menschen. Neben dem Drink selbst, werden dort dann zudem auch das beste Design und die beste Technik eines Teilnehmers prämiert. Und das Beste: Dem Erstplatzierten des Gesamtwettbewerbs winken 10.000 Dollar Preisgeld.« Um die Chancen des deutschen Starters Sebastian Jäger zu erhöhen, wird die German Bartenders Guild ihm bis zum Wettbewerb 2026 dabei helfen, seine Präsentation zu perfektionieren und ihn bestmöglich vorbereiten. Darauf freut sich auch Jäger selbst. »Die GBG ist einfach ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit geworden. Wir kennen uns alle, haben Spaß zusammen und tauschen uns aus. Du könnest wahrscheinlich jeden von uns jederzeit anrufen, wenn du ein Problem hast. Dieses Netzwerk schätze ich enorm und ohne diesen Support, der dir immer hilft, dich zu verbessern, wäre ich nicht auf dem Level, auf dem ich heute bin.«


 

Alexander Thürer
Alexander Thürer
Autor
Mehr zum Thema
1 / 12