Die Sieger der Donauriesling & Donauveltliner Trophy 2025
Im Jahr 2024 wurden zwei neue weiße Rebsorten für die Qualitätsweinproduktion in Österreich zugelassen. Sie heißen Donauriesling und Donauveltliner und wurden von Ferdinand Regner in Klosterneuburg gezüchtet. Falstaff hat die Neuen erstmals getestet.
Der Donauveltliner ist eine Kreuzung aus Grünem Veltliner und Seyval Blanc, die mit dem Ziel gezüchtet wurde, eine hohe Resistenz gegen Mehltau und Botrytis zu erreichen. Tatsächlich ist die Sorte immun gegen zahlreiche Krankheiten, stellt keine hohen Ansprüche an die Lage, ist frostbeständig und erfordert einen deutlich geringeren Aufwand beim Pflanzenschutz. Heute sind rund 250 Hektar Donauveltliner ausgepflanzt, das Weinangebot ist noch recht bescheiden. Geschmacklich zeigt der Donauveltliner ein tabakiges Bukett, manche Proben hatten ein etwas raues Profil, einen eher rustikalen Gerbstoff und ein niedriges Säurespiel.
Der Donauriesling ist eine Kreuzung von Riesling mit dem namenlosen Zuchtergebnis FR 589-54. Die neue Sorte reift spät und braucht sehr gute Lagen, besitzt dafür eine gute Oidium-Toleranz, und ist unempfindlich gegen Trockenheit. Aktuell sind bereits 320 Hektar ausgepflanzt, die Ergebnisse sind vielversprechend. Der Donauriesling zeigt weniger prägnante Pfirsichnuancen als der Rheinriesling, fruchtaromatisch dominieren Noten von Melone, Ananas und weißem Apfel, die Weine zeigen eine prägnante Säure, zitronige Noten und präsentieren sich etwas weniger komplex als der Riesling.
Eines ist schon jetzt klar: Donauriesling und -veltliner stellen eine Bereicherung des heimischen Weinsortiments dar und sind zugleich ein Beitrag zur Nachhaltigkeit im Weinbau. Die Zukunft wird zeigen, ob die neuen Sorten auch den Geschmack des Publikums treffen.
Donauriesling Trophy 2025
SORTENPROFIL
Donauriesling
Mittelkräftig, feine gelbe Tropenfruchtaromatik, gutes Säurespiel, neigt mit Reife schnell zu petroligen Noten, jung zu trinken.
Donauveltliner
Stoffig, Noten von Kernobst und Wiesenkräutern, dezente Säure, mineralische Anklänge, rustikal, präsenter Gerbstoff, braucht Reife.