Nutella: 2.600 Gläser suchen nach einem neuen Zuhause
In Malmö lagern seit Monaten rund 2.600 Gläser des Aufstrichs – das Problem daran? Er darf weder verkauft noch entsorgt werden.
Nutella gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Brotaufstrichen weltweit. Die cremige Nuss-Nougat-Creme wurde in den 1960er-Jahren von »Ferrero« entwickelt und hat seither Kultstatus erreicht. Wenn man allerdings nach Schweden sieht, verursacht sie momentan eher ein Behörden-Chaos.
In Malmö lagern seit Monaten rund 2.600 Gläser Nutella in einem Lager und stellen die Behörden vor ein kleines Dilemma. Denn: da ihre Herkunft nicht restlos geklärt werden konnte dürfen sie nicht verkauft werden – gleichzeitig ist eine Entsorgung des Aufstrichs rechtlich aber auch nicht erlaubt.
Im Sommer 2024 entdeckt
Der Nutella-Vorrat in Malmö wurde laut der schwedischen Zeitung Sydsvenskan bereits im Sommer 2024 entdeckt. Lebensmittelkontrolleur:innen stießen bei einer planmäßigen Produktkontrolle auf die Gläser – und seitdem ist ungeklärt, woher die Paletten mit der Nuss-Nougat-Creme stammen. Das stellt die Behörden jetzt vor ein echtes Problem: Da der Ursprung der Creme nicht bekannt ist, darf sie nicht verkauft werden.
Gleichzeitig schreibt ein schwedisches Gesetz seit Anfang 2024 vor, dass verpackte Lebensmittel vor der Entsorgung geleert werden müssen. Für die Umweltverwaltung in Malmö würde das also bedeuten, dass jedes Glas mühsam von Hand ausgekratzt werden müsste, bevor es weggeworfen werden kann. Aber auch das gestaltet sich als schwierig, denn laut dem schwedischen Medium hat die Umweltbehörde weder die Möglichkeiten, noch die Räumlichkeiten um diese Menge an Nutella zu entsorgen. Das bedeutet, dass die Gläser weiter gelagert werden müssen, bis entweder eine Gesetzesänderung vorgenommen wird oder jemand die Gläser auslöffelt.