Trauer um Champagner-Pionier: Jean Roland-Billecart verstorben
Der ehemalige Präsident des Champagnerhauses Billecart-Salmon, der auch liebevoll als »Monsieur Jean« bezeichnet wurde, ist im Alter von 102 Jahren verstorben.
Die Familie Billecart und die Maison Billecart-Salmon gaben am Dienstag, 25. November, den Tod von Jean Roland-Billecart im Alter von 102 Jahren bekannt. Jean Roland-Billecart, den man auch als »Monsieur Jean« kannte, war die fünfte Generation an der Spitze des familiengeführten Champagnerhauses, das er von 1963 bis 1993 leitete.
Seine Laufbahn im Haus begann 1940 als Kellermeister. 1944 wurde er im Rahmen des Pflichtarbeitsdienstes nach Deutschland rekrutiert, nach seiner Rückkehr übernahm er die Leitung der administrativen und kaufmännischen Geschäfte und wurde 1963 Chef des Champagnerhauses.
Er galt als leidenschaftlicher Önologe und Visionär und revolutionierte 1953 die Weinherstellung bei Billecart-Salmon, indem er Pionierarbeit im Bereich der Niedrigtemperatur-Vinifizierung leistete – heute ein Markenzeichen des Hauses. Später, in den 1970er Jahren trug er mäßgeblich dazu bei, die Rosé Cuvée zu einem der ikonischsten Champagner des Hauses zu machen. Im Jahr 1988 legte er den Grundstein für die Kreation des prestigeträchtigen Elisabeth Salmon Vintage Rosé.
Nachdem er die Leitung an seinen Sohn François übergab, stand er dem Haus bis 2018 als Vorsitzender des Aufsichtsrats weiterhin zur Seite. Auch in der Zeit danach blieb er eng mit dem Unternehmen verbunden und wirkte gemeinsam mit seinen beiden Söhnen François und Antoine sowie seinem Großneffen Mathieu Roland-Billecart, der heute das Haus leitet, im Verkostungskomitee mit.
Falstaff ist in Gedanken bei der Familie des Verstorbenen.