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Bosnien und Herzegowina

Wie in vielen Weinbauländern Europas liegt der Ursprung des Weinbaus in Bosnien und Herzegowina ca. 2.200 Jahre zurück. Eine erste große Blütezeit erlebte die Weinproduktion Ende des 19. Jahrhunderts, als die Weine besonders am Wiener Hof äußerst beliebt waren und den Beinamen „Kaiserliche Weine“ trugen. Wegen des hohen Anteils der Muslimischen Bevölkerung spielte er im Land selbst nur eine untergeordnete Rolle. Auch der Jugoslawienkrieg behinderte zunächst eine weitere Entwicklung des Weinbaus. Bosnien Herzegowina erstreckt sich entlang der nordöstlichen Grenze zu Kroatien. Das Klima ist gemäßigt kontinental mit warmen Sommern und kalten Wintern, allerdings gut abgefedert durch die Nähe zur Adria. Ca. 6.000 Hektar stehen hier unter Reben, die meisten Weinberge liegen rund um die Stadt Mostar („Alte Brücke“), jene Stadt mit ihrer historisch bedeutsamen und symbolträchtigen Brücke, die durch ihre weitgehende Zerstörung im jugoslawischen Bürgerkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte. Die meist angebauten Rebsorten sind zwei autochthone Sorten, Zilavka für Weißwein und Blatina für Rotwein. Daneben findet man aber auch die im ehemaligen Jugoslawien weit verbreitete Plavac Mali und die internationalen Sorten Cabernet Sauvignon und Syrah. Die Weine werden per analytische wie sensorische Prüfung (20-Punkte-System) mit Hilfe eines dreistufigen Qualitätssystem klassifiziert. Einfachen Weinen mit Herkunft genügen 14 Punkte, Qualitätsweine mit geographischer Herkunft benötigen wenigstens 15 Punkte, Topqualitäten müssen mindestens 18 Punkte erzielen.

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