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Qigong: Alles im Fluss

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Funktioniert auch für Einsteiger: Die fernöstliche Praxis bring Geist und Körper in Einklang.

Der weitgereiste Reisende kennt es vielleicht aus Besuchen in Ostasien: Parks voll mit Menschen, die sich bedächtig im Gleichklang wiegen, mit erhobenen Händen und stiller Miene. Qigong wirkt für Europäer oft befremdlich, dabei ist es eine ideale Methode, um Geist und Körper zu synchronisieren. Und um in kürzester Zeit, innere Balance herzustellen, das sogenannte Qi.

»Qi« steht für die Lebensenergie, »Gong« für beharrliche Arbeit oder Fähigkeit. Zusammen bedeutet Qigong also »Arbeit an der Lebenskraft« – ein Begriff, der Ziel und Methode zugleich beschreibt. Die jahrtausendealte chinesische Praxis verbindet fließende Bewegungen, bewusste Atmung und mentale Konzentration zu einer ganzheitlichen Philosophie. Auch in Europa gewinnen die meditativen Übungen immer mehr an Bedeutung: Als effektives Tool für Instant-Entspannung klären sie den Geist und bauen Stress spürbar ab.

Was ist Qigong?

  • Ursprünglich aus China stammend wird es heute zu TCM, der Traditionell Chinesischen Medizin zugerechnet. Dabei ist Qigong mehr als eine Tradition, Meditation oder Sportartart: Es ist eine über 2000 Jahre alte Lebensphilosophie mit tief spirituellen Ansätzen. Das kann man lieben, muss man aber nicht. Denn immerhin gibt es unterschiedliche Arten von Qigong.
  • Während die Struktur, die »drei Schätze« immer gleichbleibend aus Bewegung, Atmung und Meditation besteht, gibt es mal schnellere, mal langsamere Übungen. Man unterscheidet zwischen klassischem Qigong, das auf langsame Bewegungen und Atemtechniken fokussiert ist und meditativem Qigong, das die meditative Praxis betont.
    Marma Qigong ist eine Sonderform ebenso wie Kampfsport Qigong. Ersteres nutzt Druckpunkte, um Energie zu aktivieren. Zweiteres integriert Elemente aus Kampfkunstarten – meist Tai Chi –, um Kraft und Flexibilität zu entwickeln.

Was kann Qigong?

Durch die kraftvollen, aber sehr behutsamen Bewegungen, so schildern es einige Anfänger:innen aus Wien, kann sich die Atmung und der Bewegungsapparat inklusive Gleichgewichtssinns schnell regenerieren und vor allem synchronisieren. Stunden beginnen meist mit Lockerungs- und Dehnungsübungen. Dabei fühlen sich die ersten Übungen oft an, als würde man sich bedächtig in Wasser bewegen. Bei vielen entsteht nach kurzer Zeit ein Kribbeln oder Wärmegefühl in den Händen, was als Qi interpretiert werden kann.

Eine Neo-Fan aus Wien beschreibt es so: »Es fühlt sich an wie eine Ganzkörpermassage, die nur wenige Minuten dauerte, aber auf wundersame Art Körperspannungen löst und mich mit klarem Kopf entlässt.«

Zahlreiche Studien belegen diese positiven Benefits:

  • Stressabbau: Aktivierung des Parasympathikus für tiefe Entspannung.
  • Stärkung des Immunsystems: Förderung der Selbstheilungskräfte.
  • Beweglichkeit & Haltung: Sanfte Mobilisation der Gelenke und Lösen von Verspannungen.
  • Energiefluss: Lösen von Blockaden in den Meridianen (Energiebahnen).

Und Qigong kann noch mehr: Die Charité in Berlin forscht besonders aktiv zu den positiven Benefits von Qigong und konnte belegen, dass sich insbesondere bei Krebspatienten eine Verbesserungen bei chronischen Schmerzen, Bluthochdruck, Stress, Schlafstörungen und der Lebensqualität, manifestiert. Fazit: Qigong mag zwar keine Leben retten, aber unser aller Leben lebenswerter machen!

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Melanie Gleinser-Moritzer
Autor
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