Multi-Gastronom Thomas Liu vor seiner neuen Ramenbar.
© KK
Neu in Graz: Thomas Liu eröffnet »Ramen Makotoya« in der Sporgasse
Graz ist seit kurzem um eine weitere Ramenbar reicher. Damit hat auch die Franchise-Kette »Ramen Makotoya« erstmals Einzug in die Steiermark gehalten, was der Grazer Asia-Gastronom Thomas Liu – unter anderem »Liu Asia«, »Yamamoto«, »Kyabia« – geschickt eingefädelt hat. »Gleich« wie die anderen möchte man aber freilich nicht sein.
von Alexandra Embacher
07. Juli 2023
Gyujan – Rinderknochenbrühe mit Chashu, mariniertem Ei, Sojasprossen, Morcheln und Jungzwiebeln – oder Torijan – Hühnerknochenbrühe mit Chashu, Schweinefaschiertem, Chinakohl, mariniertem Ei, Jungzwiebeln und Bambus – oder doch Miso Yasai – vegane Brühe mit Kräuterseitlingen, Jungzwiebeln, Sojasprossen, Schmortomaten und schwarzem Sesam? Wem hier bereits das Wasser im Mund zusammenläuft, der:die sollte sich schnell in das neueröffnete »Ramen Makotoya« aufmachen. Wie PROFI bereits ankündigte, hat der Grazer Asia-Gastronom Thomas Liu in der Sporgasse 11 (ehemaliges »Liu Asia«) nun die Ramenbar eröffnet – dem Vernehmen nach aber anders, als es der Grazer Gaumen bisher gewohnt war. Man beruft sich dabei auf das »echt-japanische Franchise aus Osaka«, das mit 60 Standorten in Japan und Südost-Asien sowie mittlerweile vier in Wien aufwarten kann; und nun eben mit dem ersten in der Steiermark.

© KK
Ramen nach Original-Rezepten
Der große Unterschied zu herkömmlichen Ramen sei die traditionelle Zubereitung. Die Rinderbrühe werde im »Ramen Makotoya« in einem speziell dafür angefertigtem Hochdrucktopf, der übrigens aus Japan um Euro 600,– pro Monat gemietet werden muss, gekocht. Die Ramen werden nach Original-Rezepten gekocht, die Würzsaucen, auch Tare, kommen direkt vom Franchisegeber, damit der Geschmack in jedem Standort gleich bleibt. Und auch die Köch:innen reisen für alle Einschulungen und Koch-Workshops direkt aus Japan nach Graz an. »Denn unsere Mitarbeiter:innen müssen nicht nur das Handwerk, sondern auch die japanische Mentalität lernen«, sagt Liu und kündigt an: »Es wird in der Steiermark keine authentischeren Ramen geben!«

© KK
Japanisches Gesamtkonzept
Neben den verschiedenen Ramen-Gerichten stehen zudem japanische Vorspeisen wie beispielsweise Gyoza, Rolls oder Maki sowie Don Buri – das sind warme Reisgerichte –, ein Chinese Hot Pot sowie der Korean Table Grill auf der Karte. Und auch den hausgemachten Desserts hat man den Asia-Touch verpasst: Matcha Cheesecake, Schwarze Sesam Panna Cotta oder Tapiokaperlen Pudding können aktuell bestellt werden. Besuchen kann man das Lokal, in dem innen 55 und außen noch einmal 70 Personen Platz finden, von Montag bis Sonntag von 11:30 bis 22:00 Uhr. Ein weiterer Standort ist beim Landeskrankenhaus Graz ab Oktober 2023 im Gespräch.
Lesenswert
Noch Heller oder Kronen zuhause? Wirt Robert Grossauer akzeptiert sie in der Jubiläumswoche.
© Gösser Bräu
1,50 Euro fürs Krügerl: Das Grazer »Gösser Bräu« feiert mit historischen Preisen
In Graz wird jetzt in der alten Kaiser-Währung gerechnet: Das legendäre Gösser Bräu feiert seinen 125. Geburtstag – mit Jubiläumsaktionen von Bier bis Gulasch zu Heller-Preisen.
Der grün-lila »Ube Matcha« von »LAP Coffee« ist ein Verkaufsschlager.
© LAP Coffee
PROFI Food School: Was ist Ube?
Aus philippinischen Desserts fand die violette Süßkartoffel in die »Specialty Coffee«-Szene – und dank ihrer leuchtenden Farbe und Fotogenität ins Internet. Ube löste einen globalen Social-Media-Hype aus, der anhält.
Perfekter Begleiter: Hoshigaki ersetzt das Quittengelée oder Feigen-Chutney zum Käse.
© Shutterstock
PROFI Food School: Was ist Hoshigaki?
Der Name bedeutet »getrocknete Dattelpflaume» und steht für eine japanische Winter-Delikatesse, die wie Quitte funktioniert – am besten zu Pikantem!
Grüner Trend zwischen Buchdeckeln: 50 Matcha-Drinks und -Gerichte zum Selbermachen.
© ZS Verlag
Buch-Tipp: »Alles Matcha – Über 50 kreative Rezepte von süß bis herzhaft«
Mehr als »Matcha Latte«: Der Trend zum japanischen Teepulver setzt sich fort. Dieses Buch bietet Grünes von der Hauptspeise bis zum Dessert – und wichtige Anleitungen. Denn auch Matcha hat eine »Wohlschmecktemperatur«.
Kennen die Herausforderungen in der Gastronomie zur Genüge: Daniel Simon (»aleno«), Thomas Grund (Restaurantleiter »Shiki«) und Alexander Stauder (Inhaber »Zum weissen Rauchfangkehrer«)
© Brigitte A. Radl
Sushi und Sparpotentiale: Das bringt digitales Reservieren für den Umsatz
Digitale Gästebetreuung ist die Zukunft, waren sich Wiener Gastronomen beim »Round Table« der Schweizer Software-Manufaktur »aleno« einig. Das Fazit der Verwender: Die Effizienz steigt deutlich, vor allem aber bleibt auch mehr Zeit für den Gast.
Rares Rind für Österreich: Juri Iwata, Züchterlegende Muneharu Ozaki und Kenji Oya (»Wagyu Masters«).
© Roland Graf
»Zum Dry-Agen eignet sich’s nicht« – Beef-Guru Ozaki über die Wagyu-Küche
Das beste Rindfleisch aus Japan trägt die Klassifikation »A5«. Toppen lässt sich das nur, wenn es auch »Ozaki Beef« ist. Der legendäre Wagyu-Züchter erläuterte FALSTAFF Profi, was sein Fleisch zur global gesuchten Delikatesse macht.
Meist gelesen
Sonja Rauch, Richard Rauch und Andreas Stern © Broboters
Innovative Konzepte in der Weihnachtsgastronomie: Die »Funkelburg« als Vorreiter der modernen Pop-up-Kultur
Die Grazer Gastronom:innen Sonja und Richard Rauch machen mit ihrem »Weihnacht.Stadt.Bistro« vor, wie man der Branche mit saisonalen Events und außergewöhnlichen Ideen neue Impulse verschaffen kann.
© © Graz Tourismus / Werner Krug
Die Lange Tafel in Graz: Ein Fest des Genusses und der Zusammenarbeit in der Genuss Hauptstadt
In Graz wird die Lange Tafel zum Schauplatz für einzigartige kulinarische Begegnungen – ein Muss für jeden Genießer und Fachmann der Gastronomie.
© Shutterstock
Töten auf Japanisch: Warum »Ike Jime« die Zukunft der Fischverarbeitung in der Gastronomie revolutioniert
Die Ike-Jime-Methode, eine japanische Technik zur schonenden Tötung von Fischen, gewinnt in der gehobenen Gastronomie zunehmend an Bedeutung. Warum immer mehr Spitzenköche auf diese Technik setzen und wie sie die Qualität und Haltbarkeit von Fischgerichten nachhaltig verbessert.
Sandra Scheidl (2. v. re.) und Philipp Dyczek (re.), Foto beigefügt
Kulinarische Kunst und Erlebnisgastronomie: Die Welt des Philipp Dyczek
Das »Restaurant Artis« in der Schmiedgasse ist das erste und einzige Restaurant in Graz, das als Mitglied der »JRE-Jeunes Restaurateurs« – der Vereinigung europäischer Spitzenköche – gelistet ist.
»Conos«-Chef Arnold Oberacher © Thomas Fischer
«1. Österreichischer Camping Gipfel»: Neues Selbstbewusstsein der einst »billigen« Urlaubsform
Ein Höhepunkt des Events in Graz war die Präsentation der ersten österreichweiten Campingstudie, die als zentrale Diskussionsgrundlage für künftige Strategien dienen soll.
Foto beigefügt
Ein Wochenende voller Whisky-Genuss: Das war die »Whisky Messe Graz 2024«
Whisky-Enthusiasten aus der ganzen Welt strömten zur »Messe für Whisky, Spirits & more« in der steirischen Landeshauptstadt. 30 Georgier:innen nahmen sogar eine Anreise von 3.500 Kilometern in Kauf, um an diesem einzigartigen Wochenende teilzunehmen.
Der Newsletter für echte Profis
Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!

