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Der Schweizer Nicola Comic geht als klarer Sieger des Wettbewerbs hervor.

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Kunst des Mixens: Nicola Čolić qualifiziert sich für die »Angostura«-WM

Ein Coup für Österreichs Importeur von Angostura Bitters und Rum: Erstmals fand das West-Europa-Finale der »Global Cocktail Challenge« in Wien statt. Von sechs qualifizierten Nationen traten fünf an, darunter drei aus dem deutschsprachigen Raum: Jérôme

von Tamara Kalny
28. November 2024

Ein Coup für Österreichs Importeur von Angostura Bitters und Rum: Erstmals fand das West-Europa-Finale der »Global Cocktail Challenge« in Wien statt. Von sechs qualifizierten Nationen traten fünf an, darunter drei aus dem deutschsprachigen Raum: Jérôme Poschmann (»Faces«, Essen), Nicola Čolić (»Kronenhalle«, Zürich) und Lokalmatador Philipp Cortez (»Miss Saigon«, Wien). Komplettiert wurde das Teilnehmerfeld von José Prieto Bello (»Déjà vu«, Brüssel) und Martin Alvaro Estrella (»Dirty Dick«, Paris).

Premiere zum Jubiläum

Der Wettbewerb wurde aus logistischer Sicht von »Austro Spirits« unterstützt und markierte gleichzeitig den 200.Geburtstag des ikonischen Angostura Bitters, dessen Rezept Johann Gottlieb Benjamin Siegert 1824 in Venezuela entwickelte. Markenbotschafter Daniyel Jones erinnerte an diese Geschichte, inklusive des österreichischen Bezugs: Jede Flasche ziert Kaiser Franz Josef, eine Hommage an die erste Auszeichnung 1873 in Wien.

Heute gehört die »Angostura Cocktail Challenge« zu den renommiertesten Wettbewerben weltweit. Während das Preisgeld 10.000 US-Dollar steht für den Sieger des Wettbewerbs außerdem eine zweijährige Rolle als Markenbotschafter im Raum. Eine Aufgabe: Der Trinidad-Klassiker »Queen’s Park Swizzle« musste kreativ interpretiert werden.

Neue Kreationen

Bei der Aufgabe standen neben der Technik, dem Geschmack auch das Storytelling im Fokus der Fachjury. Diese setzte sich aus Rum-Experten Ian Burrell, Heinz Kaiser und Roland Graf zusammen. Verwendet werden musste Rum von Angostura sowie einer der drei Cocktail-Bitters (Classic, Orange oder Cocoa).

Jérôme Poschmann beeindruckte mit einem technisch anspruchsvollen, dekonstruierten Limettensaft aus Apfel- und Zitronensäure. José Prieto Bello erzählte in Kapitänsuniform eine Piratengeschichte, während Martin Alvaro Estrella mit Mango-Schaum seine südamerikanischen Wurzeln einbrachte. Nicola Čolić erklärte, warum der Swizzle eigentlich »SWISSle« heißen müsste, überschritt jedoch die Zeitvorgabe von sechs Minuten. Philipp Cortez gab dem Swizzle eine besondere Note mit koreanischem Reis und Würzsaucen und nahm dabei Bezug auf den Schmetterling als Symboltier.

Anspruchsvolle zweite Runde

Die zweite Runde wurde eine Spur kniffliger: Hier mussten die erfahrenen Mixologen in 30 Minuten einen Cocktail aus drei unbekannten Zutaten kreieren. Der exklusive »200 years«-Bitter, eine Sonderedition, die erst 2025 in Europa erscheint, weckte Interesse. Doch die größte Überraschung war eine Flasche Zirbenlikör, die Daniyel Jones humorvoll als »pine cone liqueur« erklärte. Nicola Čolić verstand zunächst »pineapple liqueur« und  griff zu Ananas-Sirup. Seine Abwandlung des »Jungle Bird« benannte er passend nach Trinidads Nationalvogel, dem »Scarlet Ibis«.

Insgesamt waren bei dem Wettbewerb 600 Punkte zu erreichen und die Schweiz holte mit einem geringen Vorsprung den Sieg in dem Wettbewerb, während Philipp Cortez für Österreich knapp dahinter den zweiten Platz belegte und Deutschland den dritten Platz für sich verbuchen konnte. Beim Weltfinale im Mai 2025 in Trinidad wird Nicola Čolić Europa unter den besten 15 Bartendern vertreten – und erneut seine These verteidigen, dass der Swizzle eine Schweizer Erfindung sei.

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