Eisqualität: Welches Gefrorene im Glas landet, ist entscheidend.
© Tim Keweritsch Photography
Perfekt gekühlte Drinks: Mit diesen Profi-Produkten punkten Sie am Gast
Lange Servicewege interessieren sie nicht, in der Terrassensaison erwarten Gäste eiskalte Getränke! Diese Herausforderung für Gastronomen lässt sich mit idealen Geräten und unseren PROFI-Tricks dennoch stemmen.
von Brigitte Radl
21. Mai 2026
35 Grad Celsius – so heiß war es im Sommer 2021 in Ingo Staudigls frisch eröffneter Vinothek und Feinkosthandlung »Delingo« am Attersee. Seine Weine waren zwar »brav vorgekühlt«, doch die Gläser im Regal hatten ebenfalls 35 Grad. Nach dem Einschenken erwärmte sich der Wein daher sofort. »Das ist ein Problem, erst recht beim Probeschluck! Schließlich entscheidet der erste Eindruck darüber, ob Gäste mehr bestellen«, so der Gastronom. Eine Lösung für gekühlte Gläser schien ihm unumgänglich. Staudigl experimentierte selbst, bis er auf der Messe »Alles für den GAST« seinen Bekannten Michael Reussner traf. »Michael stand dort mit ›meinem‹ Gerät«, sagt Staudigl heute. »Wir hatten dieselbe Idee, er war nur schneller. Und ich wusste: Das brauche ich!«

Sekunden-Schnell eiskalt
So wurde Staudigl zum ersten Kunden für den »Freecer«. Das transportable Gerät frostet und desinfiziert Gläser in nur einer Sekunde auf –15 Grad, nach drei Sekunden sind –50 Grad erreicht. Diese thermischen Werte setzt Reussner in Realtion: »Mit Eis gekühlt hat ein Glas ›nur‹ 0 Grad aus dem Tiefkühler max. – 18. Doch es gibt noch andere Vorteile des professionellen »Vereisers« aus Österreich. Es wird kein Eis verschwendet und das Gerät produziert sogar Trockeneis aus dem aufgefangenen CO².«
Reussner, selbst seit 30 Jahren in der Gastronomie, entwickelte den »Freecer« gemeinsam mit seinem Schulfreund Ronnie Weger »für Kollegen«. Für Staudigl bringt er vor allem Effizienz: »Ich brauche nur eine Hand und in einer halben Sekunde ist das Glas kalt genug damit es Bier und Wein nicht unnötig erwärmt. Das ist mir genauso wichtig für Eisbecher.« Im »Delingo« steht das 25 cm schlanke Gerät direkt im Barbereich und liefert auch einen Show-Effekt: »Das Vereisen taugt den Leuten, das haben sie noch nie gesehen.«

Auch wirtschaftlich überzeugt das System: Der »Freecer« benötigt zudem bis zu 75 % weniger CO², da der Frostprozess im Inneren stattfindet. Am Markt ist das Gerät seit Ende 2025, davor testeten Gastronomen wie Ingo Staudigl die ersten 100 Stück und gaben Feedback, das bei der Entwicklung berücksichtigt wurde. »Uns war wichtig, dass das Produkt den höchsten Qualitätsanforderungen entspricht. Es ist ein Gerät für Profis, daher muss es langlebig sein – und der Gastronom muss es gerne verwenden.«
Eiswürfel-Non plus ultra
Qualität und Beständigkeit sind im Baralltag entscheidend, das gilt auch für das Arbeiten mit Eis. Die Maschinen von »Hoshizaki« gelten in der Branche seit langem als Goldstandard. »Viele Gastronomen haben ihre ›Hoshizaki‹ seit 15 Jahren und nie Ärger damit«, erzählt Christian Lastro, Verkaufsleiter in Österreich. »Technologie und Bauteile sind extrem hochwertig, es sind wirklich Top-Produkte.« Das bestätigt Geri Tsai, Inhaber der Bar
»Tür 7«, der mit »Hoshizaki«-Eis arbeitet: »Das ist japanische Qualität, das Nonplus-ultra! Die Würfel sind staubtrocken, ein Muss für den perfekten Drink.«
Die Geräte produzieren Volleiswürfel ohne Hohlräume, die daher langsamer schmelzen. Beim Gefrieren hat das »Hoshizaki«-Eis eine Temperatur von –20 Grad Celsius, aus der Maschine null Grad. »Wir haben aber auch die besten Isolierbehälter am Markt, die im Mis en place für optimale Temperaturstabilität sorgen«, so Christian Lastro.

Ganz kühl kalkulieren!
»Crushed Ice« heißt bei Hoshizaki übrigens »Nugget Ice«. Das ist konsequent, immerhin wird das Eis nicht wie üblich zerstoßen, sondern maschinell von einem gefrorenen Eiszylinder geschabt. Diese Nuggets sind hart und halten daher länger. Sie eignen sich für Drinks wie »Mojitos«, aber auch zur Flaschenkühlung. »Wer einen Champagner um 300 Euro bestellt, will ihn nicht in einem Kübel mit Wasser bekommen«, so Lastro.
Dazu lassen sich auch Eiswürfel in Formen mit »Erlebnischarakter« frieren, zum Beispiel mächtige »King Cubes« für den perfekten »Negroni«. »Hoshizaki« setzt in diesem Bereich aus Prinzip gerne Trends: »Wenn das Niveau am Markt hoch ist, kann der Eiswürfel der feine Unterschied sein, über den der Kunde redet«, spricht Lastro gerne über eisige Details, »die Gäste von heute schauen darauf – und bezahlen für das Detail«. Der höhere Preis, den das der Bar erlaubt, ist ein Vorteil beim Kalkulieren. Dass dank der perfekten Temperatur am Ende aus einem Drink auch ein zweiter wird, ist ebenso spielentscheidend.

Lesenswert
Vegetarische Gäste freuen sich: Die Ravioli bieten eine hochwertige Alternative zur aufwendigen Eigenproduktion.
© Hilcona
Schweizer Manufakturpasta gibt es jetzt auch für die Österreichische Profiküche
Die Gran Ravioli der Schweizer Manufaktur »LA PASTERIA« kommen mit einem Füllungsanteil von 60 Prozent und sind tiefgekühlt lieferbar. Die Premium-Pastalinie von Hilcona Foodservice ist jetzt erstmals auch in Österreich erhältlich.
Einer von fünf neuen Mitgliedsbetrieben: Die »Weinstube im Nikolaihof Wachau« ist jetzt Teil der »Wirtshauskultur Niederösterreich«.
© Nicolaihof
Die »Wirtshauskultur Niederösterreich« wächst weiter: 5 neue Mitgliedsbetriebe stellen sich vor
Rund 200 Betriebe aus ganz Niederösterreich verbindet ein gemeinsames Bekenntnis zu regionalen Produkten, handwerklicher Qualität und gelebter Gastlichkeit. Die »Wirtshauskultur Niederösterreich« wächst weiter und begrüßt kürzlich fünf neue Häuser.
Genuss funktioniert: 16.593 Euro Reinerlös für Krebspatienten in finanzieller Not.
© Rene Strasser
Beim »Fest der Sinne« wird klar: Genuss und der gute Zweck passen zusammen
Auf Schloss Kornberg versammelten sich rund 200 Gäste, 18 Spitzenköche und 18 Winzer, um gemeinsam eine kulinarische Bühne für die Österreichische Krebshilfe zu schaffen – mit Erfolg.
Ein geprüfter Brot-Sommelier im Team stärkt den Betrieb als Experte für Brotkarte, Gästeberatung und Qualitätskommunikation.
© LMAk
Brot-Expertise als Wettbewerbsvorteil: Jetzt zum »Brot-Sommelier« ausbilden lassen
Bereits zum dritten Mal bietet die Lebensmittelakademie des österreichischen Gewerbes in Kooperation mit der Bundesakademie Weinheim die Ausbildung zum »Geprüften Brot-Sommelier« an – Anmeldeschluss ist der 10. August 2026.
Sechs Finalisten, eine Blackbox-Challenge und eine fünfköpfige Jury: So läuft das Finale von »Next Generation« bei der Messe »Alles für den GAST« ab.
© Falstaff PROFI
Der große PROFI-Wettbewerb ist zurück: Bühne frei für die »Next Generation«!
Bereits in der Vergangenheit sorgte der Wettbewerb für Gastro-Karrieren. Komplett überarbeitet sucht nun die »Next Generation« gemeinsam mit »Lohberger« die Besten unter den jungen Talenten!
Hohe Ansprüche: Sauerteig, lange Teigführungen, handwerkliche Optik. Auch bei Großbäckern zählen wichtige Qualitätsmerkmale.
© Sonja Priller
Die Kraft der Kruste: Brot wird in der Gastronomie zum Qualitätsversprechen
Der Brot-Gang macht Image! Vom Frühstückskorb bis zum Signature-Burger ist gutes Gebäck wichtiger denn je. Wie Bäcker und Gastronomen gemeinsam an Qualität und Geschmack arbeiten.
Meist gelesen
In der »Freundschaft« Berlin hält man die besten Plätze für Stammgäste frei.
© Ingo Pertramer
Katzentisch oder »the perfect table«: Welche Gäste bekommen im Lokal welchen Platz?
Wer sitzt in der »Auslage«? Wer bekommt den Platz bei der Klotür? Das Gastro-Credo »Alle Gäste sind gleich« scheitert schlicht an begrenzten Plätzen: PROFI fragte nach, wie gefragte Lokale es mit der Tischvergabe halten.
Allein in Deutschland hat sich die Zahl der Sternerestaurants von 201 im Jahr 2000 auf 328 im Jahr 2025 erhöht – doch bringen mehr Auszeichnungen zwingend mehr Erfolg?
© Malte Mueller/Getty Images
Sternchen oder Superstar? PROFI macht den Check: Das nutzen Auszeichnungen wirklich
Bewertungen gehören zur Gastronomie wie die Hitze zur Küche. Entsprechend viel Arbeits- und Lebenskraft verschlingen der Kampf um Auszeichnungen. Doch zahlt er sich auch in barer Münze aus? Sind am Ende die Bewertungen selbst überbewertet?
Laut »EcoAustria« könnte der Prozentpunkt langfristig bis zu 12.000 zusätzliche Arbeitsplätze ermöglichen.
© shutterstock.com/groviapoto
Beschlossene Sache: Die Lohnnebenkosten sinken ab 2028 um einen Prozentpunkt – reicht das?
Österreich zählt bei den Lohnnebenkosten zu den teuersten Standorten Europas. Der Nationalrat hat nun eine Senkung um einen Prozentpunkt ab 2028 festgesetzt. Das ist ein Signal, das die Wirtschaft lange gefordert hat.
Ein Hotel, bei dem die Servicearbeiten ausschließlich von Robotern gemacht werden? Auf der »West Artificial Island« in China wird das bald Realität (Symbolbild).
© shutterstock.com/Jihun Sim
Roboter statt Rezeption: In China entsteht erstes vollautomatisiertes Hotel
»Pudu Robotics« und »Shenzhen CTID« planen das weltweit erste vollständig robotergestützte Hotel, ein Testbetrieb ist noch für Ende 2026 geplant. Die Frage, in welchem Maß Roboter auch in europäischen Betrieben Einzug halten, wird immer relevanter.
90 Prozent der Österreicher wollen, dass Bargeld auch in Zukunft Teil der Gastronomie bleibt.
© unsplash.com/Omid Armin
»Cash ist fesch«: Neue Initiative für Bargeld in der Gastronomie – jetzt abstimmen!
Die »Geldservice Austria« (GSA) und der Fachverband Gastronomie der WKO starten die Initiative »Bargeldfreundlicher Betrieb«. Damit möchte man Bargeld in der Gastronomie sichtbarer machen.
Hella Eggers (l.) und Simone Kubitzek übernehmen die kulinarische Leitung im »Storstad« von Anton Schmaus.
© Sina Meindl
Führungswechsel im »Storstad«: Anton Schmaus setzt auf weibliche Doppelspitze
Im Regensburger Sternerestaurant »Storstad« stehen personelle und konzeptionelle Veränderungen an. Mit einer neuen Führung in der Küche und einem flexibleren Angebot reagiert Patron Anton Schmaus auf veränderte Gästebedürfnisse.
Der Newsletter für echte Profis
Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!

