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»F&B ist keine Nebenrolle – sondern eine der größten Chancen für Hoteliers«

F&B gilt in der Hotellerie oft als Problemzone – Andri Zinsli von aleno zeigt, wie datengetriebene Entscheidungen und innovative Konzepte den Bereich in eine Erfolgsgeschichte verwandeln. Im Interview spricht er über Herausforderungen, Erfolgsstrategien und die Zukunft des F&B-Managements.

Advertorial


19. Dezember 2024

Das Thema F&B ist für viele Hoteliers ein Sorgenkind. Warum tun sich so viele schwer damit, diesen Bereich profitabel zu machen?

Andri Zinsli: Viele Hoteliers betrachten F&B noch immer als notwendiges Beiwerk zum Übernachtungsgeschäft, statt als eigenständige Umsatzquelle. Dazu kommen veraltete Strukturen und die Zurückhaltung, neue Wege zu gehen – sei es durch innovative Konzepte oder digitale Tools. Ich sage immer: Das Problem ist nicht der Gast, sondern die Prozesse dahinter. Wer klare Strukturen schafft und Arbeitsabläufe optimiert, kann selbst aus einem »Sorgenkind« einen echten Umsatzbringer machen. Wichtig ist, den Mut zu haben, Dinge grundlegend zu hinterfragen und neu zu denken.

Sie haben viele Jahre in der Luxus-Hotellerie gearbeitet. Was war für Sie die größte Herausforderung und welche Lösungen hätten Ihnen damals geholfen?

Während meiner Zeit im Widder Hotel in Zürich war ich Vizedirektor und gleichzeitig Head of F&B für alle Betriebe des Living Circles. Ich war dafür verantwortlich, die F&B-Konzepte laufend zu überprüfen, die Produktivität zu verbessern, die Kosten im Griff zu behalten und die Umsätze zu steigern. Eine der größten Herausforderungen war, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Abteilungen zu fördern – vom Service über die Küche bis hin zum Marketing. Jede Entscheidung musste optimal abgestimmt sein, damit das Marketing mit starken Geschichten unsere Outlets positionieren und mehr Gäste gewinnen konnte. Gleichzeitig ging es darum, den Gästen ein Erlebnis zu bieten, das über ihre Erwartungen hinausgeht, also »fulfilling the unexpected«.

Was hätte Ihnen damals geholfen, erfolgreicher zu sein?

Eine datenbasierte Lösung wie der Digitale Assistent aleno hätte mir damals geholfen, Prozesse zu straffen, besser zu planen und gezielte Verkaufsstrategien einzusetzen. Mit diesen Tools kann man nicht nur den Umsatz pro Gast steigern, sondern auch die Gästezufriedenheit und die Effizienz im gesamten Betrieb erhöhen.

Was hat Sie dazu bewogen, die Seiten zu wechseln und in die Softwarebranche einzusteigen?

Im Hotelalltag habe ich erkannt, dass Technologie kein Nice-to-have, sondern ein absolutes Muss ist, um auf höchstem Niveau erfolgreich zu sein. Ich habe immer wieder erlebt, wie wichtig datenbasierte Entscheidungen sind – egal, ob es um Personaleinsatz, Menüs oder Marketing geht. Als ich aleno erstmals im Einsatz sah, war ich sofort begeistert. Die Möglichkeit, mit nur wenigen Klicks Transparenz über Reservierungen, Umsätze und Auslastung zu bekommen, war ein Gamechanger. Mir wurde klar, dass ich mit dieser Technologie nicht nur EIN Hotel unterstützen kann, sondern Hunderten von Betrieben helfen kann, ihre Prozesse zu optimieren und profitabler zu werden. Dieser Impact hat mich überzeugt, die Seiten zu wechseln und trotzdem in der schönsten Branche zu bleiben. Und täglich mit ich in Austausch mit vielen namhaften Hotels. Zu unseren Kunden zählen Beispielsweise das Sacher Hotel in Wien, das Baur au Lac in Zürich oder das Sonnenalp Resort im Allgäu, um nur einige zu nennen.

Wie kann die richtige Software dabei helfen, ineffiziente Prozesse zu eliminieren und mehr Umsatz zu generieren?

Die richtige Software schafft Transparenz und Effizienz. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Stadthotel konnte durch die Einführung von aleno seinen durchschnittlichen Umsatz pro Gast um 20 % steigern. Wir haben gemeinsam analysiert, welche Zeitfenster das größte Potenzial hatten, und darauf basierend neue Angebote entwickelt. Das Ergebnis war eine deutlich bessere Auslastung und glücklichere Gäste, die mehr konsumiert haben. 

Wurde in diesem Fall dem Team nicht einfach noch mehr Arbeit aufgebürdet?

Digitalisierung bedeutet, den Service und die Küche zu unterstützen. Mit datenbasierten Entscheidungen lässt sich nicht nur der Umsatz steigern, sondern auch die Arbeitslast der Teams in den F&B-Betrieben reduzieren, was wiederum die Gästezufriedenheit verbessert.

Personalknappheit ist ein großes Problem in der Gastronomie. Wie können digitale Tools helfen, diese Herausforderung zu bewältigen?

Effizientes Personalmanagement ist der Schlüssel. Tools wie aleno helfen dabei, präzise zu planen, Überstunden und Leerlauf zu vermeiden und gleichzeitig die Servicequalität aufrechtzuerhalten. Aber es geht nicht nur um Zahlen: Digitale Lösungen nehmen Ihrem Team repetitive Aufgaben ab und schaffen Freiräume für das, was wirklich zählt – die persönliche Interaktion mit dem Gast.

Gerade für junge Talente wird der Beruf attraktiver, wenn sie sehen, dass sie nicht in administrativen Aufgaben versinken, sondern ihre Energie für die Magie der Gastfreundschaft einsetzen können. Diese Verbindung aus Technologie und Menschlichkeit ist aus meiner Sicht die Zukunft der Gastronomie.

Sie beraten viele Hotels und Restaurants in Ihrer Funktion bei aleno. Haben Sie Beispiele für besonders erfolgreiche Zusammenarbeit?

Ein Beispiel, das mir besonders in Erinnerung bleibt, ist ein Fine-Dining-Restaurant, das Schwierigkeiten hatte, seine Umsätze pro Gast zu steigern. Gemeinsam haben wir analysiert, welche Produkte zu welchen Zeiten am besten laufen, und darauf basierend neue Verkaufsstrategien entwickelt. Wir konnten so auch die Zusammenarbeit zwischen Küche und Service verbessern, sodass das Team besser abgestimmt war und gezielt Upselling betreiben konnte. Das Ergebnis war beeindruckend: Eine Umsatzsteigerung pro Gast von 25 Prozent und deutlich zufriedene Gäste, was sich in noch besseren Bewertungen niedergeschlagen hat. Das zeigt, was möglich ist, wenn man Daten und strategisches Denken kombiniert.

Wenn Sie ein Hotel-Restaurant von Grund auf neu gestalten könnten – welche drei Prinzipien wären für Sie unverzichtbar?

Erstens: Der Gast steht immer im Mittelpunkt – aber datenbasiert, nicht nach Bauchgefühl. Entscheidungen sollten stets durch Analysen gestützt werden, sei es bei der Menügestaltung, der Personaleinteilung oder der Festlegung von Preisstrategien. Genau hier liegt der Kern von Restaurant Revenue Management nach Sheryl Kimes: Kapazitäten effektiv nutzen, Nachfrage gezielt steuern und so den Wert jedes Gastes maximieren.

Zweitens: Effizienz in den Prozessen, ohne die Servicequalität zu gefährden. Es geht darum, die Balance zwischen Kostensenkung und Umsatzsteigerung zu finden – immer mit Blick auf die Produktivität. Wie in Kimes’ Konzept beschrieben, kann durch gezielte Zeitslot-Management-Systeme und dynamische Preissetzung eine bessere Auslastung erzielt werden.

Drittens: Das Team muss in den Mittelpunkt rücken. Technologie sollte dazu beitragen, dass sich die Mitarbeitenden auf das konzentrieren können, was wirklich zählt: Gästen ein außergewöhnliches Erlebnis zu bieten. Für mich bedeutet das »High Touch mit High Tech« – also das Beste aus beiden Welten zu vereinen.

Sie sind beim Deutschen Hotelkongress mit einem eigenen Programmpunkt vertreten, der den provokativen Titel »Heul doch… oder mach was – wie F&B endlich profitabel wird« trägt. Was erwartet die Besucher da?

Bei dieser Veranstaltung zeigen wir, wie man mit datenbasierten Entscheidungen, innovativen Konzepten und konsequenter Umsetzung den F&B-Bereich nachhaltig profitabel gestalten kann. Wir sprechen über konkrete Maßnahmen, die Hotels und Restaurants sofort umsetzen können – von dynamischen Preisstrategien über gezieltes Upselling bis hin zur optimalen Nutzung von Zeitfenstern und Kapazitäten. Mit auf der Bühne sind Julia von Deines, Hotel Manager bei Falkensteiner Schlosshotel Velden am Wörthersee und Gerhard Wasem, Geschäftsführer Wasems Kloster Engelthal. Moderiert wird die Veranstaltung von Hans Amrein, Chefredakteur von Hotel Inside. Es wird hochspannend.

Es geht darum, alte Denkweisen hinter sich zu lassen, mutig neue Wege zu gehen und die Magie der Gastfreundschaft mit modernen Tools zu unterstützen. Ziel ist, dass die Teilnehmenden nicht nur inspiriert, sondern mit einem klaren Fahrplan und praktischen Lösungen nach Hause gehen – bereit, ihre F&B-Bereiche direkt zu transformieren.

Andri Zinsli beim Deutschen Hotelkongress treffen

Sie sind auch beim DHK und wollen gerne mit den F&B-Experten von aleno persönlich sprechen? Vereinbaren Sie hier einen 15-Minütigen Kennenlern-Termin direkt vor Ort beim DHK.

Termin vereinbaren

Was ist wichtigster Tipp für Hoteliers, die sich 2024 im Bereich F&B weiterentwickeln möchten?

Statt ineffiziente Prozesse immer weiter zu optimieren, sollten Sie den Mut haben, grundlegende Strukturen zu hinterfragen und zukunftsweisend neu zu gestalten. Beginnen Sie mit einer detaillierten Analyse der Guest Journey, um alle Touchpoints zu identifizieren, an denen Ihre Gäste mit Ihrem Betrieb in Kontakt treten – von der Online-Buchung über den Empfang bis hin zum Aufenthalt und der Nachbetreuung. Diese Touchpoints sollten so nahtlos und digitalisiert wie möglich gestaltet werden, um nicht nur Effizienz zu schaffen, sondern auch ein einheitliches und überzeugendes Markenerlebnis zu bieten.

Digitale Werkzeuge können hierbei eine Schlüsselrolle spielen, indem sie Ihnen helfen, Ihre Gäste besser zu verstehen und gezielt anzusprechen. Automatisierte Reservierungsprozesse, personalisierte Angebote und optimierte Abläufe vor Ort tragen dazu bei, reibungslose Erlebnisse zu schaffen, die sowohl Ihre Teams entlasten als auch die Erwartungen Ihrer Gäste übertreffen. Dieses Zusammenspiel aus innovativen Technologien und durchdachten Abläufen ist der Weg zu langfristigem Erfolg, gesteigerter Effizienz und nachhaltiger Innovation.

Deutscher Hotelkongress – die 11 wichtigsten Fragen >

Über Andri Zinsli

Andri Zinsli war F&B Manager und Vizedirektor des 5-Sterne-Boutique-Hotel Widder und Head F&B von The Living Circle. 2021 wechselte der gelernte Hotelfachmann zum Restaurant Management-Software-Anbieter aleno. In seiner Funktion als Vice President Sales ist er in Kontakt mit unzähligen Restaurant- und Hotelbetrieben und berät diese, wenn es um Prozessoptimierungen geht. Ausserdem ist Zinsli Gastreferent an der Schweizerischen Hotelfachschule Luzern und täglich im Austausch mit führenden Personen aus dem Hotel-Business. Auf Linkedin vernetzen >

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Über aleno

aleno ist ein digitaler Assistent für die Gastronomie, der Reservierungen, Kapazitäten und Gästemanagement effizient steuert. Mit datenbasierten Analysen hilft die Plattform, No-Shows zu reduzieren, kulinarische Erlebnisse gezielt zu vermarkten und direkt buchbar zu machen. So steigert aleno den Umsatz, optimiert Prozesse und verbessert die Gästezufriedenheit. Durch Automatisierung entlastet es Teams und schafft Raum für persönliche Gastfreundschaft. Eine smarte Lösung, die F&B-Betriebe profitabler und attraktiver macht.

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