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Neue Partner für vier Weingüter: Christian und Raimund Döllerer flankieren Giovanni Gaja.

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»Neue Energie«! Gaja und Döllerer besiegeln ihre Austro-Partnerschaft

Drei Verkostungen mit dem jüngsten Mitglied der piemontesischen Winzerfamilie Gaja unterstrichen den Importeurswechsel nach Österreich: Denn nach drei Jahrzehnten bei Morandell vertraut man nun »Döllerers Weinhaus«.

von Roland Graf
19. Mai 2025

Es waren intensive 24 Stunden für Giovanni Gaja. Mit einer abendlichen Verkostung in Golling bei Andreas Döllerer startete der Österreich-Besuch des jüngsten der drei Gaja-Kinder. Zwei Fachverkostungen in Wien folgten unmittelbar hintereinander. Auch hier zeigte sich der Gast aus dem Piemont fokussiert. Darin gerät er offenbar seinem legendären Vater nach. »Er ist auch heute noch der Erste, der in der Früh ins Weingut kommt, und der Letzte, der geht«, schilderte er die Energie des mittlerweile 85-jährigen Angelo Gaja.

Langhe: Nebbiolo im Klimawandel

Um jene Rieden, die er weltbekannt gemacht hat, ging es auch in den Tastings. Sie zeigten den aktuellen Stand in Bolgheri, Montalcino und Sizilien, aber natürlich auch im Piemont, wo der Barbaresco die Erfolgsgeschichte der Familie begründete. »Der Nebbiolo schützt sich vor der Sonne; er schaltet quasi ab«, so Gaja Junior. Dadurch bleibe zum Glück auch in heißen Jahren die Säure erhalten. Das zeigte der Jahrgang 2022, der ein Drittel des üblichen Jahresniederschlags brachte, aber mit dem »Sorì Tildìn« auch den besten Wein der drei roten Flights im »Fabios« hervorbrachte.

Jede, auch so kleine Maßnahme, sei dabei entscheidend. So trägt auch der Sonnenschutz, für den man eigene Netze entwickelt hat, das Seine dazu bei. Auch die wissenschaftliche Begleitung des Weinbaus in den Langhe – jährlich zu einem anderen Thema wie Begrünung und Diversität – hilft in Zeiten des Klimawandels. Doch auch wenn die Entwicklung von Weinen wie »Sorì Tildìn« oder »Sperss« im Fokus stand, sprach Giovanni Gaja auch den Wechsel seines Austro-Importeurs aktiv an. »Nach 30 Jahren ist das ja auch mehr als eine Geschäftsbeziehung«, so der Sohn von Angelo Gaja, »das ist auch eine Freundschaft«!

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Weißwein aus Bolgheri und vom Ätna

Vor allem die Rolle Peter Morandells, »der so unfassbar viel für unsere Weine getan hat«, hob auch Verkaufsmanager Francesco Giardino dankbar hervor. Dennoch sei man nach Abwiegen aller Parameter nun in Salzburg gelandet: »Mit Döllerer teilen wir viele Visionen, erreichen neue Sommelier-Generationen und die Partnerschaft ist daher richtig für die Zukunft«, so Giardino. Die großen Pläne unterstrich auch die Anwesenheit der beiden »Wein-Brüder« Christian und Raimund Döllerer, die zum offiziellen Launch der Zusammenarbeit geladen hatten.

Ein Dreier-Flight mit Weißweinen, u.a. vom Neuzugang »Idda« auf Sizilien, zeigte eine weniger bekannte Seite der Piemonteser auf. Sie kann auch neue Kunden erschließen: »Für den »Vistamare« kombinieren wir Fiano, Viognier und Vermentino«, stellt Giovanni Gaja etwa eine sommerliche Cuvée aus Bolgheri vor. Jede Rebsorte für sich sei nicht großartig, »in der Verbindung allerdings spielen sie ihre Stärken perfekt aus«. Womit das Thema »gebündelte Stärken« als Motto für die neue Import-Partnerschaft gesetzt war. Und mit einem 1997er »Sperss« wurde darauf auch prompt angestoßen!

Bekennender Gaja-Fan: Fabio Giacobello (li.) freute sich über Giovanni Gajas Besuch. © Roland Graf

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