Ashton Kutcher

Hollywood-Star Ashton Kutcher sitzt künftig im Vorstand von Soho House – und soll Aufmerksamkeit und Kapitalgeber anziehen.

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Soho House für 2,7 Milliarden Dollar verkauft. Ashton Kutcher tritt Vorstand bei

Die Hotel- und Clubkette »Soho House & Co.« wurde von »MCR Hotels« übernommen – und wieder privatisiert. Im Geiste der legendären Clubs sind auch prominente Investoren an Bord. Aber: Verblasst die Exklusivität der Häuser?

von Brigitte Radl
20. August 2025

Die Übernahme der legendären Kette Soho House lässt sich »MCR Hotels« 2,7 Milliarden Dollar kosten und übernimmt auch die Schulden mit. Die Aktionäre erhalten 9 US-Dollar pro Aktie – ein Plus von rund 18 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs und ein Plus von 83 Prozent gegenüber dem Kursstand vor Bekanntwerden der Übernahmeabsichten. Und dennoch: Der Höchststand der Aktie lag im August 2021 bei 14,21 US-Dollar.

Der Kursabsturz seit dem New Yorker Börsengang 2021 wird auf Schwierigkeiten des Unternehmens zurückgeführt, in der jüngeren Vergangenheit Gewinne zu erzielen – das wohl auch, da sich der Eindruck verfestigte, Soho House habe seine frühere Exklusivität verloren. 

Ashton Kutcher Investor und Vorstandsmitglied

Das Übernahmekonsortium wird von »MCR Hotels« angeführt, der drittgrößten US-Hotelgruppe, zu deren bekanntesten Immobilien das TWA Hotel am JFK-Flughafen in New York und der BT Tower in London gehören. Die bestehenden Aktionäre von Soho House werden ihre Anteile behalten. Dazu gehören Gründer Nick Jones, Ehemann der bekannten schottischen Moderatorin Kirsty Young, sowie Richard Caring, Chef der Restaurantkette Ivy Collection, die aufgrund ihrer gehobenen Küche und des stilvollen Ambientes weit über die Grenzen Englands hinaus bekannt ist. 

Auch ein Hollywood-Promi ist mit an Bord: Schauspieler und Technologieinvestor Ashton Kutcher hat auch in Soho House investiert und wird nun Mitglied des Vorstands. Er soll als prominenter Gesellschafter zusätzliche Aufmerksamkeit und Kapital anziehen. Mit ihm im Vorstand sitzt MCR-Gründer und CEO Tyler Morse. Morse zur Übernahme: »Wir bewundern Soho House seit langem dafür, dass es Kulturen aus aller Welt in einem globalen Netzwerk von 46 Häusern zusammenbringt, und wir freuen uns auf das weitere Wachstum dieses Netzwerks, beginnend mit vier neuen Häusern, die bald eröffnet werden.«

Soho House in der Krise – Exklusivität verblasst?

Aktuell hat Soho House 46 Clubs in Europa, Nordamerika und Asien. Weitere Geschäftsbereiche der Gruppe umfassen acht Bürogebäude und die Scorpios Beach Clubs in Mykonos und Bodrum. Die rasante Expansion der letzten Jahre führte zu Vorwürfen: Soho House verlange Mitgliedsbeiträge in der Höhe von mehreren tausend Pfund bzw. Dollar, sei aber nicht mehr so exklusiv, wie es seine anspruchsvollen Mitglieder voraussetzen – und die Marke werde zunehmend verwässert.

Susannah Streeter, Leiterin der Abteilung »Geld und Märkte« beim britischen Vermögensverwalter «Hargreaves Lansdown«, wurde bezüglich der Tragfähigkeit des künftigen Geschäftsmodells deutlich: Soho House könne jetzt zwar «einen Hollywood-Star als Direktor vorweisen«, benötige jedoch »etwas mehr als nur den Glanz der Prominenz«, um seine langfristige Zukunft zu sichern. 

Soho House Berlin
Das Soho House Berlin wurde 2010 als erster «europäischer Außenposten« eröffnet. | © Shutterstock

Soho House: »Zuhause für Kreative aus aller Welt«

Das erste Soho House wurde 1995 in der Greek Street in London eröffnet. Seither gelten die Clubs auf der ganzen Welt als beliebte Treffpunkte von Prominenten unter dem Motto: »A home for the world’s creatives to come together and belong”. Zu den Mitgliedern zählen Berichten zufolge Kate Moss, Kendall Jenner und Ellie Goulding sowie der Herzog und die Herzogin von Sussex. Übrigens: Haben Sie gewusst, dass Harry und Meghan angeblich im Londoner Soho House ihr erstes Date hatten?  

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