AIDA Zentrale

1921 beginnt die Produktion in der Porzellangasse – noch heute werden alle Produkte in Wien per Hand produziert.

© AÏDA

Offiziell bestätigt: Die Wiener AÏDA ist die älteste Kaffeehauskette – der Welt!

Lange bevor moderne Coffeeshops erfunden wurden, gründete ein Wiener 1913 die erste Filiale der »AÏDA« und baute sie über Generationen hinweg zu einer Kaffeehauskette aus. Was hinter dem Erfolgskonzept steckt.

von Katharina Wihan
02. Juli 2026

Wenn man Touristen befragt, wofür Wien bekannt ist, bekommt man Antworten wie den Stephansdom oder Schloss Schönbrunn – aber auch die tief verwurzelte Kaffeehauskultur ist dabei. Dass Wien dabei nicht nur unzählige Kaffeehäuser, sondern auch die erste Kaffeehauskette der Welt hervorgebracht hat, ist weniger bekannt. Eine Marke, ein einheitliches Logo, eine Corporate Identity, ein gemeinsamer Produktionsort, das macht eine Kaffeehauskette aus. Genau das hat Josef Prousek 1913 in Wien geschaffen. Ende der 1930er-Jahre gab es bereits 11 »AÏDA«-Filialen, alle mit demselben Logo, derselben Tasse und derselben Uniform. Eine unabhängige Marktstudie hat nun bestätigt: »AÏDA« ist die älteste noch bestehende Kaffeehauskette der Welt. Dass Wien tief in der globalen Kaffeehauskultur verwurzelt ist, zeigen auch Details wie das Butterkipferl als Vorläufer des Croissants oder der Kapuziner als Namensgeber des Cappuccinos.

AIDA Jeddah - Falstaff PROFI
»The Taste of Vienna« kommt auch in Saudi Arabien gut an. | © AÏDA

Von Wien nach Saudi Arabien

Heute ist »AÏDA« an mehr als 40 Standorten in Österreich, München, Berlin und Jeddah vertreten. Obwohl die Produkte international konsumiert werden, bleibt die Marke dem über 110 Jahre alten Qualitätsanspruch treu: Alle Produkte werden im 21. Bezirk in Wien per Hand produziert, schockgefroren und verschifft – 17 Tage per Containerschiff nach Saudi-Arabien. Am Münchner Flughafen bietet »AÏDA« den Gästen auf 17 Quadratmetern echtes Wiener Flair. Dass Wiener Kaffeehauskultur dort auch auf kleinstem Format funktioniert, bestätigen internationale Auszeichnungen: der »FAB Award 2025« als »Best Airport To-Go Offer« sowie der Titel »Coffee Brand of the Year« bei den »Pepsi European QSR Franchise Awards«.

Aida München - Falstaff PRofi
Auch im kleinen Stil funktioniert der Wiener Charme – die »AÏDA«-Filiale am Münchner Flughafen. | © AÏDA

Erfolg durch Markenidentität

Was den »AÏDA«-Erfolg für die Gastronomie so lehrreich macht: Es sind nicht die Produkte allein, die eine Marke bekannt machen. Es ist auch die Wiedererkennbarkeit: Das unverwechselbare Rosa, die Cremeschnitte und die einheitliche Uniform ist für viele Menschen ein Inbegriff der Wiener Kaffeehauskultur – und das sogar in Saudi-Arabien. Dominik Prousek, vierte Generation der Eigentümerfamilie, bringt es auf den Punkt: »Wir wollen die Coffee-Shop-Industrie nicht mit noch mehr Standardisierung verändern, sondern mit dem Gegenteil. Mit Herkunft, Handwerk, Qualität und einem Erlebnis, das nur ein Unternehmen bieten kann, das seit über einem Jahrhundert gewachsen ist.«

Lesenswert

Accor Handwritten Collection - Falstaff PROFI

Das »Château de Mazan« in Frankreich ist eines von 50 Hotels der »Handwritten Collection« weltweit.

© Accor

Auch in Wien: »Handwritten Collection« von »Accor« erreicht 50 Hotels

»Accor« feiert mit seiner »Handwritten Collection« einen Meilenstein: 50 Hotels in 20 Ländern. Das Konzept zeigt, wie unabhängige Betriebe ihre Identität behalten und trotzdem von einer globalen Hotelgruppe profitieren können.

Schnell, kalkulierbar und günstig: Fast Food in Österreich legt ordentlich zu.

© canva.com

Gäste sparen beim Essen gehen – Fast Food profitiert massiv

Steigende Preise in der klassischen Gastronomie verändern das Konsumverhalten spürbar. Viele Gäste setzen zunehmend auf günstigere Alternativen – und bescheren Fast-Food-Anbietern in Österreich ein starkes Umsatzplus.

Zauner Pop-up Innsbruck - Falstaff PROFI

Vor Ort bei der Eröffnung in Innsbruck (v.l.n.r.): Dr. Christof Splechtna (Vorstand Raiffeisen-Landesbank Tirol), Philipp Zauner und Claudia Huber (Quartiersmanagement DAS RAIQA)

© Simon Fischler

Süßes Pilotprojekt: »Zauner« wagt sich mit temporärem Pop-up nach Innsbruck

Der Traditionsbetrieb verlässt erstmals Bad Ischl: »Zauner« will mit einem Pop-up-Store Innsbruck erobern. Doch dahinter steckt mehr als ein Standortwechsel. Es ist ein Testlauf für neue Vertriebs- und Markenkonzepte.

Österreichischer Brot- und Konditorenwettbewerb 2026 - Falstaff PROFI

Die Jury des Konditorenwettbewerbs wurde 2026 von Meisterschülern der HTL Wels verstärkt.

© LMAk

Brot- und Konditorenwettbewerb 2026: Goldregen für heimische Backstuben

Über 1.100 Brote und Feinbackwaren sowie zahlreiche Konditoreiprodukte wurden beim österreichischen Brot- und Konditorenwettbewerb bewertet. Die Medaillen sind vergeben, die Gesamtsieger werden auf der BÄKO-Hausmesse bekanntgegeben.

VIECON Gerstner - Falstaff PROFI

Wiedereröffnung der Restaurants (v.l.n.r.): Thomas Huszar (Leitung »Gerstner« VIECON), Herbert Fuchs (Geschäftsführer »GOURMET«), Martina Candillo und Katharina Weishaupt (Geschäftsführerinnen VIECON Messe Wien) sowie Jürgen Dulhofer (Geschäftsfeldleitung Gastronomie & Event »GOURMET«)

© GOURMET

VIECON Messe Wien: Umsatzbringer für den Standort – mit modernisierter Gastro

Gemeinsam mit dem Catering-Spezialisten »Gerstner« erneuert VIECON die Gastronomie. Der Standort investiert weiter in Nachhaltigkeit und stärkt seine Position als weltweite Top-Event-Destination.

Österreichischer Brot- & Konditorenwettbewerb 2026

Frisch gebacken: Die Einreichungen beim letzten Wettbewerb 2024 wurden von der Jury detailliert bewertet.

© LMAK

Sie backen um den Sieg: Die besten Brotmacher und Konditoren 2026

Der »Österreichische Brot- und Konditorenwettbewerb 2026« geht mit zahlreichen Neuerungen an den Start. Die Lebensmittelakademie und die Bundesinnung der Lebensmittelgewerbe schärfen beide Formate – und auch das Publikum darf mitwählen.

Meist gelesen

Internationale Touristen gaben – so die Analysen von IPK International – für ihre Deutschlandreisen 2024 insgesamt 77,7 Milliarden Euro aus.

© Shutterstock

Kulinarik als internationaler Wachstumstreiber für den Deutschlandtourismus

Advertorial

Internationale Gäste entdecken Deutschlands vielfältige Genusskultur, und die Gastronomie wird zum zentralen Reisemotiv. Mit der Kampagne »Culinary Germany« und konsequenter digitaler Sichtbarkeit verstärkt die »Deutsche Zentrale für Tourismus« diesen Trend weltweit.

Zauner Philipp - Falstaff PROFI

Nicht nur Zaunerstollen! Philipp Zauner mit einer frischen Maroni-Rolle für die gigantische Tortenvitrine in Ischl.

© Roland Graf

Ein Welthit in Schoko-Braun: Der »Zaunerstollen« wird 120 Jahre alt!

Fünf Größen und zwei Glasuren sind erhältlich, doch im Inneren muss es die 1905 erfundene »Zaunermasse« sein: Der Zaunerstollen feiert Geburtstag. Bis heute ist er »unumstritten unser Nummer 1-Artikel«, so Konditor Philipp Zauner.

Paulus und Michael Stuller von »L. Heiner« mit Familie

Paulus und Michael Stuller mit Familie in einer Filiale ihrer k.u.k. Hofzuckerbäckerei »L. Heiner«.

© L. Heiner

»L. Heiner« wird 185 Jahre: So feiert der Kardinalschnitten-Erfinder

Die sechste Generation hütet in der letzten k.u.k. Hofzuckerbäckerei in Familien-Besitz die Wiener Backtradition. Michael Stuller hat zum Geburtstag der 1840 begründeten Dynastie – Arbeitgeber für 136 Personen – wieder Neues kreiert.

Ashton Kutcher

Hollywood-Star Ashton Kutcher sitzt künftig im Vorstand von Soho House – und soll Aufmerksamkeit und Kapitalgeber anziehen.

© Shutterstock | Everett Collection

Soho House für 2,7 Milliarden Dollar verkauft. Ashton Kutcher tritt Vorstand bei

Die Hotel- und Clubkette »Soho House & Co.« wurde von »MCR Hotels« übernommen – und wieder privatisiert. Im Geiste der legendären Clubs sind auch prominente Investoren an Bord. Aber: Verblasst die Exklusivität der Häuser?

© Sven Schomburg Fotografie

Adieu, Schnitzel? »Wienerwald« ist pleite

Die berühmte Hendl-Kette kann ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen und steht in Österreich vor dem endgültigen Aus. Aus der »Wienerwald«-Geschichte lassen sich Lehren für die Systemgastronomie ziehen.

Ralph Edelhäußer, Matthias Kutzer und Markus Suchert © BdS/Jens Jeske

Ralph Edelhäußer, Matthias Kutzer und Markus Suchert © BdS/Jens Jeske

»Pizza, Burger, Business, Berlin«: Systemgastronomie-Verband hat neue Hauptstadtrepräsentanz eröffnet

Mit der neuen Hauptstadtrepräsentanz will der BdS ein klares Ziel verfolgen: Im engen Austausch mit politischen Entscheidungsträgern, Partnern und Verbänden will er die Rahmenbedingungen aktiv mitgestalten, um die Systemgastronomie zukunftssicher aufzustellen.

Der Newsletter für echte Profis

Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!