Bald Hand in Hand: Technologie und menschliche Arbeit rücken laut »McKinsey«-Studie in der Gastronomie enger zusammen.
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KI im Restaurant: Welche Rolle Technologie künftig im Betrieb spielt
Von robotischen Küchenprozessen bis hin zu hyperpersonalisierten Gästeerlebnissen: Eine aktuelle »McKinsey«-Analyse zeigt, wie Technologie die Gastronomie neu definieren kann – und welche strategischen Ansätze sich daraus ergeben.
von Katharina Wihan
22. April 2026
Bei vielen ist sie aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken: die Künstliche Intelligenz. Bald wird sie auch in der Gastronomie eine noch größere Rolle spielen – zumindest laut aktueller »McKinsey«-Analyse. Demnach steht die Branche vor einem strukturellen Wandel: Automatisierung, Künstliche Intelligenz und datengetriebene Systeme werden Restaurants in den kommenden Jahren grundlegend verändern.
Neue Geschäftsmodelle
Im Zuge dieses Wandels entstehen auch neue Betriebsmodelle: von hochautomatisierten Konzepten ohne klassischen Service bis hin zu bewusst analogen Gegenentwürfen, die Handwerk und Erlebnis in den Mittelpunkt stellen. Auch sogenannte »unbundled«-Modelle – etwa Dark Kitchens, also rein auf Lieferung ausgelegte Küchen ohne Gastraum – gewinnen an Bedeutung. Wenn Daten effizient genutzt und Prozesse intelligent automatisiert werden, kann die Produktivität gesteigert werden und Mitarbeitende können sich stärker auf das konzentrieren, was die Technologie nicht bieten kann: echte Gastfreundschaft.

Einmal Technologie zum Mitnehmen, bitte!
Bereits heute unterstützen Roboter bei der Zubereitung, während die KI Prozesse wie beispielsweise Menüentwicklung, Nachfrageprognosen oder Restaurantempfehlungen zunehmend beeinflusst. Im chinesischen Shenzhen werden Coffee-to-go-Bestellungen bereits per Drohne in den 40. Stock von Hochhäusern geliefert. Auch neue Technologien wie 3D-Lebensmitteldruck halten Einzug in die Branche und ermöglichen etwa die Herstellung individuell gestalteter Produkte – vom maßgeschneiderten Burger bis hin zu personalisierten Speisen. Gleichzeitig eröffnen digitale Tools neue Möglichkeiten in der Personalisierung – von individuell kuratierten Speisen bis zu auf den Gast abgestimmten Restaurantbesuchen.
Wo Maschinen an ihre Grenzen stoßen
Viele der von »McKinsey« aufgezeigten Möglichkeiten und Szenarien hören sich für den klassischen Restaurant-Betrieb noch nach weit entfernter Zukunftsmusik an. Entscheidend wird jedenfalls sein, wie Betriebe die rasant fortschreitenden technologischen Entwicklungen für sich nutzen: nicht als Selbstzweck, sondern als wertvolles Werkzeug. Denn während Technologie Prozesse effizienter macht und Kostenstrukturen verändert, bleibt der Wettbewerbsvorteil weiterhin dort, wo Maschinen an ihre Grenzen stoßen – bei Konzept, Haltung und echter Gastbeziehung. Wer beides klug kombiniert, wird sich im zunehmend differenzierten Markt langfristig behaupten können.
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