Beim Hintergrundgespräch treffen sich Gabriele und Moritz Huth, Richard Angerer und Dr. Thomas Peschta, um über Herausforderungen und Lösungswege in der Gastronomie zu diskutieren (v.l.).
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Daten statt Bauchgefühl: Ein Tool hilft, die Gastro zu optimieren
Wie können Betriebe wirtschaftlich stabiler und flexibler agieren? Diese Frage stellten sich Vertreter aus Gastronomie, Wirtschaft und Technologie. PROFI war dabei und hat die wichtigsten Erkenntnisse für Sie.
von Katharina Wihan
29. Mai 2026
Die Stimmung in der Ottakringer Brauerei war locker, die Themen allerdings ernst: Mag. Dr. Thomas Peschta, Fachgruppenobmann Gastronomie der Wirtschaftskammer Wien, bringt es auf eine nüchterne Zahl: »Wir haben im Durchschnitt Betriebsergebnisse zwischen acht und zwölf Prozent – da ist aber noch keine Miete bezahlt und keine »AfA« abgezogen. Wir arbeiten auf Substanz.« Moritz und Gabriele Huth von der »Huth Gastwirtschaft« (»Huth da Moritz«, »Mama & der Bulle«) bestätigen das aus der Praxis: Gut besucht, gut ausgelastet – und trotzdem bleibt am Ende weniger übrig als früher.
Der »Zahlen Guru«
Viele Entscheidungen basieren heute noch auf Erfahrungswerten oder Bauchgefühl. Dabei sind enorme Mengen an betriebsrelevanten Daten vorhanden, die oft ungenutzt bleiben. Denn oft wird nur der Gesamtumsatz betrachtet – welche Produkte wirklich performen und wo Potenzial brach liegt, bleibt unsichtbar. Genau hier setzt ZAGU (»Zahlen Guru«) an. Es ist die neue Business-Intelligence-Lösung der »TiPOS GmbH«, die seit über 30 Jahren Kassensysteme für die Gastronomie entwickelt. Die neue Software bündelt Daten aus verschiedenen Unternehmensbereichen und visualisiert zentrale Kennzahlen in Echtzeit, um so bessere, evidenzbasierte Entscheidungen zu ermöglichen.

Motivation inklusive
ZAGU soll aber nicht nur Gastronomen helfen, sondern auch das Servicepersonal motivieren. Mitarbeiter sehen live an der Kasse, wie viele Stück eines Artikels sie bereits verkauft haben – und wie sie im Vergleich zu Kollegen abschneiden. Richard Angerer, Geschäftsführer von »TiPOS« und Initiator von ZAGU rechnet vor: Bereits zwei Euro mehr Umsatz pro Gast können bei 109.000 Jahresgästen über 150.000 Euro zusätzlichen Deckungsbeitrag bedeuten. Das eigentliche Ziel gehe aber tiefer: Gastronomie müsse wieder zum Erlebnis werden – mit starken Systemen, motiviertem Personal und Produkten, die begeistern.
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