Lena Hoschek und Astrid Steharnig-Staudinger © Sascha Radke
»Das österreichische Lebensgefühl spüren«: Österreich Werbung stellt neuen Markenauftritt vor
Tourismus-Marketingorganisation hat den neuen Auftritt auf der »ITB Berlin« der Weltöffentlichkeit präsentiert. Man will sich damit von den gängigen Stereotypen der Tourismuswerbung lösen.
von Alexander Schöpf
06. März 2024
Im Rahmen der internationalen Tourismusfachmesse ITB in Berlin hat die »Österreich Werbung« (ÖW) am Dienstag ihren neuen Markenauftritt präsentiert. Dieser soll das »einzigartige österreichische Lebensgefühl«, inszeniert durch eine moderne Ästhetik und Bildsprache, vermitteln. Der neue Auftritt soll »mit ungewöhnlichen Blickwinkeln überraschen und mit einem Augenzwinkern zeigen, dass es sich leichter lebt, wenn man sich selbst nicht immer so ernst nimmt«, so die ÖW. Darüber hinaus will sich die nationale Tourismus-Marketingorganisation damit von den gängigen Stereotypen der Tourismuswerbung lösen.
»Mit unserem neuen Markenauftritt wollen wir Lebensgefühl international als Begriff für die Einstellung zum Leben in Österreich etablieren«, erklärt ÖW-Astrid Steharnig-Staudinger. »Der potenzielle Gast soll Österreich in all seinen Facetten spüren und vom Lebensgefühl so berührt sein, dass er all diese außergewöhnlichen Momente bei uns erleben möchte.«
Die österreichische Einstellung zum Leben
Den Kern des neuen Markenauftritts bildet der Begriff Lebensgefühl. Dieser zeichne sich durch »Gelassenheit, Leichtigkeit und Genuss« aus, teilt die ÖW mit: »Er repräsentiert die besondere Einstellung zum Leben in Österreich – eine Mischung aus der Fähigkeit, den Moment zu genießen und einer tiefen Verbundenheit mit der Umgebung. Diese Lebenseinstellung in allen Facetten spüren, ist das, was das österreichische Lebensgefühl von anderen unterscheidet.»
Da man dieses Lebensgefühl nur in Österreich erleben könne, wird das Wort auch im Rahmen von Marketingmaßnahmen außerhalb Österreichs in deutscher Sprache eingesetzt. In intensiver Markenarbeit soll der Begriff zukünftig unabdingbar mit Österreich verbunden werden und selbst zum Markenbotschafter werden, so die Idee der »Österreich Werbung«.

Durch alle Sujets und den Videocontent der Launchkampagne zieht sich auch ein rot-weiß-rotes Band, das »Vibe« genannt wird und als verbindendes Element fungieren soll. Bei der Bildsprache setzt man auf emotionale Portraits, statt klassischer Landschaftsbilder. Im Zuge dieser Neuausrichtung wurde auch das Logo der ÖW modernisiert.
Lebensgefühl-Botschafter:innen
Um Österreich als Synonym für dieses einzigartige Lebensgefühl zu etablieren, setzt man auf Testimonials, die ihre Definition des Lebensgefühls unter anderem auch in einer Videoserie vorstellen. Diese Lebensgefühl-Botschafter:innen sind Pater Ludwig Wenzl vom Stift Melk, die ehemalige Profi-Skirennläuferin Marlies Raich, Alexandra Riedlsperger und Laurent Trojer von der Tourismusschule Bramberg, Skilehrer Gerhard Sint sowie Designerin Lena Hoschek. Letztere zeichnete auch für die Ausstattung der ÖW-Mitarbeiter:innen bei der Präsentation der neuen Corporate Identity auf der ITB verantwortlich.
»Um das Lebensgefühl Österreichs international spürbar zu machen, setzen wir im Design der Outfits für die ›Österreich Werbung‹ auf Elemente, die nicht nur visuell verbinden, sondern auch das Gefühl von Einheit und Zusammengehörigkeit stärken. Das rot-weiß-rote Band spielt eine zentrale Rolle in dieser kreativen Verbindung«, erklärt Hoschek die kreative Übersetzung.
Gelassenheit, Leichtigkeit und Genuss
Der neue Markenauftritt wird ab sofort in insgesamt elf europäischen Ländern zu sehen sein. Bei der Launchkampagne, die gemeinsam mit 77 Partnern aus ganz Österreich umgesetzt wird, setzt die ÖW auf die Themen Kulinarik, Bewegung und Erholung sowie Kunst und Kultur und will damit Gelassenheit, Leichtigkeit und Genuss vermitteln.
Es gibt auch eine Themenkooperation Rad an der sich insgesamt acht Landestourismusorganisationen beteiligen. Außerdem werden 22 erstklassige Radregionen und Radrouten aus ganz Österreich in den Fokus gerückt. Inhaltlich wird sich die Kooperation um Radtouren, Mountainbiking und Gravel Biking drehen.
Der Marketing-Mix setzt sich aus einem Bewegtbild-Schwerpunkt, einem TikTok-Fokus, Social-Media-Content, Partnerbeteiligungen, B2B-Events, digitale und analoge Out-of-Home-Formate zusammen. Für den Sommer sind auch weitere aktionistische Kommunikationsmaßnahmen geplant.
Lesenswert
Glaziologin Andrea Fischer und Universitätsprofessor Ralf Roth sind Teil vom Advisory Board des »AlpenKlimaGipfels«.
© Tiroler Zugspitz Arena/Jan Hetfleisch
Der Alpenraum im Wandel: Vier Erkenntnisse für die Tourismus-Branche
Rund 40 Experten diskutierten beim 3. »AlpenKlimaGipfel« an der Zugspitze zwei Tage lang über die Zukunft des Alpenraums. PROFI hat die wichtigsten Erkenntnisse für die Tourismus- und Hotelleriebranche.
Landeshauptmann Anton Mattle (li.) und LTH-Geschäftsführer Martin Reiter bedanken sich bei TW-Geschäftsführerin Karin Seiler für ihr Engagement.
© Tiroler Zugspitz Arena / Hetfleisch
Spannung in Tirol: Wer folgt Karin Sailer als Tourismuschef?
Nach vier Jahren an der Spitze der »Tirol Werbung« wird Karin Seiler ihre Funktion nicht verlängern. Die Geschäftsführerin tritt bei der anstehenden Ausschreibung nicht mehr an und will 2027 in die Privatwirtschaft wechseln. Ihre Nachfolge ist offen.
Neues Design mit Wiedererkennungswert: das behutsame Rebranding von »Hochriegl« zeigt die Bedeutung regelmäßiger Markenpflege.
© Hochriegl / DODO Wien
Frischer Look für »Hochriegl«: Sektmarke schärft ihr Profil mit Redesign
Die Wiener Sektmarke »Hochriegl« setzt ihren Modernisierungskurs fort. Nach der Neupositionierung der Marke folgt nun ein umfassendes Redesign – für einen zeitgemäßeren Auftritt in Handel und Gastro.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Michael Duscher, Geschäftsführer der »Niederösterreich Werbung«, präsentieren die neue Sommerkampagne »Reisen ohne Fernweh«.
© Gerhard Pfeffer
Coolcation und kein Flugärger: Das ist die NÖ-Sommerkampagne für Hotels
Die »Niederösterreich Werbung« setzt im Sommer 2026 auf Urlaub ohne weite Anreise. Die neue Kampagne »Reisen ohne Fernweh« soll kurzfristig zusätzliche Nachfrage generieren und stärkt damit auch Hotels und Gastronomiebetriebe im Bundesland.
Karriere starten: Die Ausbildung an der Rezeption beginnt im »Forsthofgut« direkt am Gast.
© Patrick Langwallner
Da machst du Karriere! Top-Chancen für Junge in der Hotellerie und Gastro
Die Karrierechancen in der Branche stehen aktuell hervorragend. Wo man am meisten für den Lebensweg profitiert, haben wir bei Top-Ausbildungsbetrieben eruiert.
Die Geschäftsführer der »Prodinger Tourismusberatung« Thomas Reisenzahn (links) und Marco Rieder (rechts) eröffnen den »Alpine Hospitality Summit« in Kitzbühel.
© Prodinger Tourismusberatung
Zimmerpreis erhöhen reicht nicht mehr – die Zukunft der alpinen Hotellerie
Beim »Alpine Hospitality Summit« diskutierte die Branche über steigende Kosten, neue Finanzierungsmodelle und die Zukunft alpiner Hotellerie. Gleichzeitig zeigten junge Gastgeber und Quereinsteiger, wie sich Tourismuskonzepte aktuell verändern.
Meist gelesen
Seenlandschaft und die hohe Lebensqualität – die Stärken der Region werden weiterentwickelt.
© shutterstock/Wirestock Creators
Fuschlseeregion setzt mit »Strategie 2030« auf Qualität und nachhaltige Entwicklung
Die Fuschlseeregion richtet ihre touristische Entwicklung bis 2030 neu aus. Im Fokus der neuen Strategie stehen stärkere Positionierung, ganzjährige Angebotsentwicklung und engere Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Tourismusorganisation.
© canva.com
Krise? Kreativität! 20 Wege zu mehr Umsatz im neuen Falstaff PROFI
Der Druck in der Gastronomie steigt, doch Stillstand ist keine Option – und nicht alle blasen Trübsal. In der neuen Ausgabe von Falstaff PROFI lesen Sie, wie Betriebe mit frischen Ideen ihre Gäste begeistern und den Umsatz ankurbeln.
Aus den eigenen Reihen entwickeln, statt neu suchen: Interne Qualifizierung zahlt sich aus.
© shutterstock.com/VesnaArt
Interne Diamant-Suche: So entwickeln Sie Ihre eigenen Mitarbeiter mit System
Schulen Sie bestens mit Ihrem Haus vertraute Mitarbeiter doch für neue Aufgaben, statt Personal zu suchen! Wie nachhaltiges Talent-Management und interne Weiterbildung funktionieren können, zeigen Beispiele aus der Praxis.
Hunderte Mitarbeiter, mehrere Sprachen: Mit digitalen Helfern gelingt die Kommunikation trotzdem.
© canva.com/Syda Productions
Vom Aushang zur App: Neue Wege in der Mitarbeiterkommunikation im Tourismus
Schichtarbeit, Sprachbarrieren und fehlender Zugang zu digitalen Tools erschweren in vielen Tourismusbetrieben den Informationsfluss. Doch interne Kommunikation kann dennoch funktionieren – und wird zunehmend zum Wettbewerbsfaktor.
Der größte Teil der Hotel-Deals entfiel auch 2025 auf das Bundeland Tirol.
© canva.com/manfredxy
Hotel-Investmentmarkt Österreich: Deutlich weniger Deals, dafür größere
Der österreichische Markt hat 2025 an Tempo verloren: Sowohl das Transaktionsvolumen als auch die Anzahl der Deals sind spürbar zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Investments größer und die Entscheidungen selektiver.
Im Kulinarik-Einsatz (v.l.): Sebastian Slavicek (»Friendly Ghost Boutique Catering«) und Stephan Adamcsak.
© Robert Herbst
Das größte Klassentreffen Österreichs: HLF Krems feiert 50 Jahre
Mehr als 500 Absolventen kamen zum runden Jubiläum zusammen. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand die Rolle der niederösterreichischen Tourismusschule als Kaderschmiede für Gastronomie und Tourismus.
Der Newsletter für echte Profis
Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!

