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Der Beschluss der EU-Verpackungsverordnung treibt Mehrweglösungen wie das RECUP-System voran.

© Recup

Ein Schritt in Richtung Zero Waste

Die neue EU-Verpackungsverordnung und ihre Bedeutung für Gastronomie und Umwelt.

von redaktion
30. Dezember 2024

Die EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) markiert einen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft. Mit verbindlichen Zielen zur Abfallvermeidung und der Förderung von Mehrweglösungen setzt die Verordnung neue Maßstäbe für Hersteller, Gastronom:innen und Verbraucher:innen gleichermaßen.

Ab 2030 wird eine Mehrwegquote von mindestens zehn Prozent in der Gastronomie verpflichtend, und Einwegverpackungen sollen schrittweise durch nachhaltige Alternativen ersetzt werden. Dies ist ein bedeutender Schritt, um die wachsenden Müllberge in Europa zu reduzieren und die Kreislaufwirtschaft zu stärken.

Nachhaltige Innovation im Fokus

Die Verordnung ist jedoch mehr als nur ein gesetzliches Korsett – sie ist ein Signal für Innovation und Verantwortung. Systeme wie das RECUP/REBOWL-Mehrwegsystem, das bereits erfolgreich in Deutschland und Österreich etabliert ist, zeigen, wie einfach Mehrweg in der Gastronomie umgesetzt werden kann. Mit einem Netzwerk von über 20.000 Partnern – von kleinen Cafés bis hin zu Großkonzernen wie Burger King oder Ikea – beweist RECUP, dass Mehrweglösungen wirtschaftlich tragfähig und praktisch umsetzbar sind.

»Die finale Unterzeichnung der PPWR ist ein Meilenstein«, betont Can Lewandowski, Geschäftsführer von RECUP. „Jetzt kommt es darauf an, die gesetzlichen Vorgaben klar zu regeln und die Umstellung auf Mehrweg aktiv zu fördern.“

Mehrweg als Chance für die Gastronomie

Die Gastronomie steht bereits vor zahlreichen Herausforderungen – von steigenden Kosten bis hin zu wachsendem Nachhaltigkeitsdruck. Hier bietet die neue Verordnung auch eine Chance: Mehrweglösungen können nicht nur Müll reduzieren, sondern auch Kosten sparen. Das RECUP-System etwa erfordert einen monatlichen Beitrag von etwa 35 Euro, ohne zusätzliche Ausgaben für Gastronom:innen oder Kund:innen.

Mit der Möglichkeit, Mehrwegbehälter gegen Pfand auszugeben, wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch das Vertrauen in die Nachhaltigkeitsstrategie des Betriebs gestärkt. Gerade in einer Zeit, in der Verbraucher:innen zunehmend Wert auf umweltbewusste Angebote legen, können solche Lösungen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bieten.

Die neue Ära der Verpackungen

Die EU-Verpackungsverordnung macht deutlich, dass die Zukunft der Verpackungsindustrie in Nachhaltigkeit und Innovation liegt. Neben dem Fokus auf Mehrweg fordert die Verordnung von Herstellern eine umweltfreundlichere Gestaltung ihrer Produkte – von recycelbaren Materialien bis hin zu abfallvermeidenden Designs.

Warum Mehrweg die Zukunft ist

Mit Vorreitern wie RECUP und der Unterstützung durch die EU-Verpackungsverordnung wird der Wandel zur Kreislaufwirtschaft greifbarer denn je. Diese Entwicklungen sind nicht nur ein Gewinn für die Umwelt, sondern auch für Gastronom:innen, die nachhaltige Lösungen integrieren und gleichzeitig wirtschaftlich profitieren können.

Die endgültige Verabschiedung der PPWR ist somit ein bedeutender Schritt hin zu einem bewussteren und nachhaltigeren Europa – für uns alle, die Gastronomie und die kommenden Generationen.

Weitere Informationen zur PPWR gibt es hier.

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