Christine Keth, Barbara Plattner und Christine Oppitz-Plörer
© Innsbruck Tourismus/Franz Oss
von Alexander Schöpf
20. November 2023
Um den Kongress- und Tagungsstandort Innsbruck zu stärken, haben sich Vertreter:innen von Innsbruck Tourismus und Stadt Innsbruck auf ein höheres Förderbudget verständigt. Wurden früher von Innsbruck Tourismus finanzierte Förderungen in der Höhe von gesamt 40.000 Euro vom Kongressbeirat vergeben, soll nun auf den gemeinsamen Budgettopf in der Höhe von 100.000 Euro zurückgegriffen werden können (finanziert zu jeweils 50.000 Euro).
Tourismuswertschöpfung überdurchschnittlich hoch
»Die Kongressförderung wurde vor über zehn Jahren von Innsbruck Tourismus initiiert und hat seither eine große Wirkung entfalten. Ich freue mich sehr darüber, dass durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Innsbruck nun ein höherer Fördertopf eingerichtet werden konnte«, so Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus.
»Die mit dem Kongress- und Tagungswesen einhergehenden Wertschöpfung von ca. 37,1 Millionen Euro ist für den Wirtschaftsstandort Innsbruck überaus wichtig, da vor- und nachgelagerte Wirtschaftszweige von der Abhaltung von Kongressen und Tagungen ungemein profitieren«, ergänzt Stadträtin Christine Oppitz-Plörer. Für Vizebürgermeister Johannes Anzengruber, als Zuständiger für Tourismus und Veranstaltungen, sind Kongressgäste eine wichtige Zielgruppe: »Mit über 180.000 Nächtigungen tragen Kongress- und Tagungsgäste 12,4 Prozent an den Gesamtnächtigungen bei. Zudem ist die daraus gewonnene Tourismuswertschöpfung überdurchschnittlich hoch.«
Wertschätzung durch Förderung
Der für die Förderungsvergabe zuständige Beirat formiert sich durch die Zusammenarbeit neu. Hinzu kommen, neben den bestehenden Vertreter:innen von Innsbruck Tourismus, den Innsbrucker Universitäten sowie Congress Messe Innsbruck nun auch Vertreter:innen der Stadt Innsbruck. Wie bisher auch, sind klare Kriterien die Grundlage für die Vergabe von Förderungen. So sind etwa wissenschaftliche Kongresse mit mindestens zwei Nächtigungen in der Region förderungswürdig. Pro durchgeführten Kongress können Antragsteller:innen eine Förderung von bis zu 10.000 Euro erhalten.
Fördermittel sind für die Gewinnung von Kongressen von hoher Bedeutung, berichtet Direktor Christian Mayerhofer, Geschäftsführer der Congress und Messe Innsbruck GmbH: »Fördermittel werden von Kongressveranstaltern als Wertschätzung der Region und Destination verstanden. Deshalb sind Fördermittel ein wichtiger Faktor, um die Position als erfolgreichste österreichische Destination nach Wien im internationalen Kongress-Business halten und ausbauen zu können.«
Fokus auf Nachhaltigkeit
Vor allem das Thema Nachhaltigkeit findet im Kriterienkatalog mit der Weiterentwicklung der Kongressförderung besondere Berücksichtigung. Zum Beispiel wird darauf geachtet, dass der jeweilige Kongress oder die Tagung eine Mindestnächtigungsanzahl sowie eine nachhaltige Anreise forciert. Ein als Green Meeting deklariertes Event kann bis zu 20 Prozent mehr Förderung erhalten.
»Die dafür nötige Zertifizierung ist über das Innsbruck Convention Bureau oder die Congress Messe Innsbruck möglich. Uns ist es ein besonderes Anliegen, damit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit von Events in der Region zu leisten«, erläutert Christine Keth, Geschäftsführerin IIR & Innsbruck Convention Bureau, deren Bereich seit Mai 2023 mit dem Österreichischen Umweltzeichen als offizieller Lizenznehmer für Green Meetings ausgezeichnet wurde.
Lesenswert
Der Bau des »Elfercoaster« wurde überwiegend mit regionalen Partnern aus dem Stubaital und der näheren Umgebung realisiert.
© Elferbahnen / Oss
Stubaital setzt auf Erlebnistourismus: Der »Elfercoaster« ist eröffnet
An der Bergstation Elfer in Neustift im Stubaital wurde eine der modernsten Schienenrodelbahnen Tirols eröffnet. Der »Elfercoaster« soll die Aufenthaltsdauer erhöhen und neue Gäste ins Tal bringen.
Glaziologin Andrea Fischer und Universitätsprofessor Ralf Roth sind Teil vom Advisory Board des »AlpenKlimaGipfels«.
© Tiroler Zugspitz Arena/Jan Hetfleisch
Der Alpenraum im Wandel: Vier Erkenntnisse für die Tourismus-Branche
Rund 40 Experten diskutierten beim 3. »AlpenKlimaGipfel« an der Zugspitze zwei Tage lang über die Zukunft des Alpenraums. PROFI hat die wichtigsten Erkenntnisse für die Tourismus- und Hotelleriebranche.
Für die Gastronomie und Hotellerie in Tirol: »Transgourmet« eröffnet noch im Herbst einen neuen Standort.
© Luca Jaenichen
»Transgourmet« bietet der Branche ein neues Genussquartier in Tirol
Mit dem neuen Zustellstandort schafft »Transgourmet« neben kürzeren Lieferwegen auch einen neuen Treffpunkt für Verkostungen, Schulungen und Branchenevents.
Haus mit langer Geschichte: Das »Grand Hotel Europa« soll 2029 als »NH Collection«-Haus zurückkehren.
© aurena.at
Traditionshaus in Innsbruck vor Wiedereröffnung: »NH Collection« zieht ins »Grand Hotel Europa« ein
Nach Jahren des Leerstands steht für das bekannte Fünf-Sterne-Hotel der Neustart bevor. »Minor Hotels« will das historische Haus umfassend revitalisieren und 2029 als erstes »NH Collection«-Hotel Tirols wiedereröffnen.
Landeshauptmann Anton Mattle (li.) und LTH-Geschäftsführer Martin Reiter bedanken sich bei TW-Geschäftsführerin Karin Seiler für ihr Engagement.
© Tiroler Zugspitz Arena / Hetfleisch
Spannung in Tirol: Wer folgt Karin Sailer als Tourismuschef?
Nach vier Jahren an der Spitze der »Tirol Werbung« wird Karin Seiler ihre Funktion nicht verlängern. Die Geschäftsführerin tritt bei der anstehenden Ausschreibung nicht mehr an und will 2027 in die Privatwirtschaft wechseln. Ihre Nachfolge ist offen.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Michael Duscher, Geschäftsführer der »Niederösterreich Werbung«, präsentieren die neue Sommerkampagne »Reisen ohne Fernweh«.
© Gerhard Pfeffer
Coolcation und kein Flugärger: Das ist die NÖ-Sommerkampagne für Hotels
Die »Niederösterreich Werbung« setzt im Sommer 2026 auf Urlaub ohne weite Anreise. Die neue Kampagne »Reisen ohne Fernweh« soll kurzfristig zusätzliche Nachfrage generieren und stärkt damit auch Hotels und Gastronomiebetriebe im Bundesland.
Meist gelesen
Der »Waidringer Hof« zählt zu den etablierten Häusern der Region und steht für Qualität, Herzlichkeit und echten Teamgeist.
© Foto beigestellt
Karriere mit Alpenblick im »Waidringer Hof«
Advertorial
Der »Waidringer Hof« in Tirol sucht ab Juli 2026 Verstärkung im Service – für Chef de Rang und Commis de Rang.
Karriere starten: Die Ausbildung an der Rezeption beginnt im »Forsthofgut« direkt am Gast.
© Patrick Langwallner
Da machst du Karriere! Top-Chancen für Junge in der Hotellerie und Gastro
Die Karrierechancen in der Branche stehen aktuell hervorragend. Wo man am meisten für den Lebensweg profitiert, haben wir bei Top-Ausbildungsbetrieben eruiert.
Die Geschäftsführer der »Prodinger Tourismusberatung« Thomas Reisenzahn (links) und Marco Rieder (rechts) eröffnen den »Alpine Hospitality Summit« in Kitzbühel.
© Prodinger Tourismusberatung
Zimmerpreis erhöhen reicht nicht mehr – die Zukunft der alpinen Hotellerie
Beim »Alpine Hospitality Summit« diskutierte die Branche über steigende Kosten, neue Finanzierungsmodelle und die Zukunft alpiner Hotellerie. Gleichzeitig zeigten junge Gastgeber und Quereinsteiger, wie sich Tourismuskonzepte aktuell verändern.
Seenlandschaft und die hohe Lebensqualität – die Stärken der Region werden weiterentwickelt.
© shutterstock/Wirestock Creators
Fuschlseeregion setzt mit »Strategie 2030« auf Qualität und nachhaltige Entwicklung
Die Fuschlseeregion richtet ihre touristische Entwicklung bis 2030 neu aus. Im Fokus der neuen Strategie stehen stärkere Positionierung, ganzjährige Angebotsentwicklung und engere Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Tourismusorganisation.
© canva.com
Krise? Kreativität! 20 Wege zu mehr Umsatz im neuen Falstaff PROFI
Der Druck in der Gastronomie steigt, doch Stillstand ist keine Option – und nicht alle blasen Trübsal. In der neuen Ausgabe von Falstaff PROFI lesen Sie, wie Betriebe mit frischen Ideen ihre Gäste begeistern und den Umsatz ankurbeln.
Aus den eigenen Reihen entwickeln, statt neu suchen: Interne Qualifizierung zahlt sich aus.
© shutterstock.com/VesnaArt
Interne Diamant-Suche: So entwickeln Sie Ihre eigenen Mitarbeiter mit System
Schulen Sie bestens mit Ihrem Haus vertraute Mitarbeiter doch für neue Aufgaben, statt Personal zu suchen! Wie nachhaltiges Talent-Management und interne Weiterbildung funktionieren können, zeigen Beispiele aus der Praxis.
Der Newsletter für echte Profis
Be inside and take your chance! Regelmäßige Karriere-Updates aus Gastronomie und Hotellerie, kostenlos in Ihr Postfach!

