© Usama Akram/Unsplash

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Neuer Investor will »Starbucks« aufmischen

Der aktivistische Hedgefonds »Elliott Investment Management« des Starinvestors Paul Singer ist bei der größten Kaffeehauskette der Welt eingestiegen und drängt auf Veränderung.

von Alexander Schöpf
22. Juli 2024

Der aktivistische Investor »Elliot Investment Management« hat einem Bericht des Wall Street Journal zufolge eine »beträchtliche Beteiligung« an »Starbucks« erworben. Wie hoch diese genau ist, ist bis dato noch nicht bekannt. Sie dürfte aber unter drei Prozent liegen, da es sonst eine Pflichtmitteilung gegeben hätte. Nichtsdestotrotz haben die Medienberichte über die Beteiligung des Hedgefonds des Starinvestors Paul Singer an der weltweit größten Kaffeehauskette am Freitag zu einem Kursplus von sieben Prozent geführt.

Probleme an allen Fronten

Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise schreibt, drängt »Elliott« hinter den Kulissen offenbar darauf, dass »Starbucks« Maßnahmen setzt, die den Aktienkurs des Konzerns wieder steigen lassen. In den vergangenen drei Jahren haben die »Starbucks«-Papiere 37 Prozent an Wert verloren. Allein seit Anfang des Jahres betragen die Kursverluste 15 Prozent. Die Gründe für die bescheidene Börsenperformance des Kaffeehauskonzerns sind mannigfaltig: Einerseits sind die Kundenzahlen rückläufig, andererseits ist die Konkurrenz in Schlüsselmärkten wie China stärker geworden – ein Problem mit dem sich übrigens auch andere internationale Top-Brands wie »McDonald’s« und »Apple« konfrontiert sehen.

Dazu kommen Auseinandersetzungen mit Gewerkschaften über bessere Löhne und Arbeitsbedingungen und Probleme in den USA den morgendlichen Ansturm an Kund:innen zu bewältigen. Letzteres hat Beobachtern zufolge auch dazu beigetragen, dass die Gästezahlen in der ersten Juli-Hälfte signifikant zurückgegangen sind. Und obwohl »Starbucks« 2024 einen neuen Rekordgewinn anpeilt, reagiert der Markt verhalten, da der erwartete Gewinn nur knapp über dem des Vorjahres liegt. Zum Vergleich: In den vergangenen zehn Jahren lag die durchschnittliche jährliche Gewinnsteigerung bei über zwölf Prozent.

Konkrete Pläne noch unklar

Welche Maßnahmen »Elliott« konkret anstoßen will, um die Börsenperformance von »Starbucks« anzukurbeln, ist noch nicht bekannt. Aber die Investmentfirma hat bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sie imstande ist, einschneidende Veränderungen bei Unternehmen an denen sie beteiligt ist, herbeizuführen. Das könnte auch »Starbucks«-CEO Laxman Narasimhan in die Karten spielen, dessen Aufgabe es ist, den Konzern neu zu positionieren. Der in Indien geborene Manager steht seit Oktober 2022 an der Spitze des Unternehmens. Er folgte damals auf Howard Schultz, der das aktuelle Management vor wenigen Monaten in einem öffentlichen Brief zu nachhaltigen Veränderungen aufforderte.

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