Sommerterrasse: Die besten Restaurants in Bern
Das «Myle» wurde kürzlich wiedereröffnet, bespielt wird es neu von Markus Arnold und Team, ehemals von der «Steinhalle». Das Ambiente ist grosszügig, elegant und modern. Rasch kommen Wasser und ein Aperitif an den Tisch, dann folgt ein Apéro mit frischem Brot und verschiedenen Kleinigkeiten. Das Motto ist «Cuisine Voyage», fürs aktuelle Menü liess sich Arnold auf einer São-Paulo-Reise inspirieren. Vor dem ersten Gang fragt der Sommelier nach, ob wir eine Weinbegleitung wünschen, wir wählen aber das alkoholfreie Pairing – eine gute Entscheidung! Zur Gelbschwanzmakrele mit Tamarillo und Aji Amarillo gibt es einen Drink mit Apfel, Limette und Pfeffer. Eine frische Kombination, die Lust auf mehr macht. Der zweite Gang besteht aus Schwarzem Seehecht mit Kräutermole und Hollandaise, dazu gibt es Spargel mit Lardo – und ein Getränk aus Birne, Kombu-Alge und Reisessig, das erstaunlich nach Sake schmeckt. Die norwegische King Crab mit Beurre blanc, Gartenerbsen, Kakao und eingemachtem Kürbis erhält ein recht wildes, aber spannendes Pairing mit viel Kurkuma. Beim Hauptgang treffen geschmorte Rinderrippe auf Belém-Pfefferjus und einen Krautwickel, in einer separaten Schüssel gibt es ein Rindstatar mit Süssmaispolenta und Pitanga-Chili. Die Desserts – eine Crème mit Kakao-Frucht und Maracuja sowie Guava mit dunkler Schokolade, Samaroli Rum und Açaí-Glace – bilden einen stimmigen Abschluss für einen genussvollen Abend. Schön ist auch die persönliche Note: Die Gerichte werden vom jeweiligen Koch präsentiert, Arnold selbst tauscht sich gerne mit den Gästen aus und das Servicepersonal ist äusserst aufmerksam und sympathisch.
Markus Arnold lädt ins historische Museum und nimmt den Gast in seiner Steinhalle kulinarisch auf eine Reise mit. Der Küchenchef reist selbst gern und übersetzt diese neuen Impressionen und Inspirationen aus Asien oder Amerika in kreative und köstliche Gourmetmenüs.
Im Obergeschoss findet ein Theater statt. Der Salon d’Or ist voll. An der Bar ist jeder Stuhl besetzt und so rauscht das elegante «Casino» wunderbar. Wir werden platziert und starten mit Brot, aufgeschlagener Butter, Champagner und Negroni. Mit der Küche sind Bill Stooss, Stefanie Siegenthaler und Samuel Dober betraut. Der überraschende Beginn: weisse Schokolade in der Vorspeise! Diese Velouté wird in einen Blumenkohlmousse-Ring gegossen, darauf sind Shavings vom Blumenkohl, Grapefruitfilet, eingelegte Jalapeñosringli und Erbsensprossen, begleitet von einem Blumenkohl-Sorbetto auf einem Mandelsplitter-Bett. Dieser Gang zeigt alle Gaumenfreuden: Wir schmecken bitter, sauer, knusprig, nussig, buttrig, kalt, warm, salzig, süsslich und kräuterig. Beim Hauptgang gibt’s saignant zubereiteten Hohrücken mit Lauchstange, frittiertem Lauchgrün und einem Jus aus 13-jährigem Aceto. Dann die vegetarische Wucht: ein Kürbis-Millefeuille mit schwarzem Knoblauch, kandiertem Ingwer, ausgestochenem Serviettenknödel, glasierten Kürbis-Rondellen, pikantem Kürbis-Chutney, Schwarzwurzelpüree und einem Vanille-Ingwer-Schaum. Dieser Gang ist um Längen komplexer als das Fleisch. Zum Schluss gibt’s Kunstwerke des Patissiers Samuel Dober: Auf einem Mandel-Financier sind Vanille-Pannacotta, Sablé Breton, Zimtblüten-Ganache und Hibiskus-Creme geschichtet, begleitet von einem Blutorangen-Hibiskus-Sorbet. Das zweite Dessert ist nicht minder komplex: Zum Baumnuss-Sablé gibt es Karamellcreme, weisses Schokoladenblatt, Rosmarin-Ganache, auf der Blätterteig-Hippe liegen Kügelchen vom Granny-Smith-Apfel und ein Apfel-Rosmarin-Sorbet.
Schnörkellos werden hier aus regionalen, saisonalen Produkte innovative zeitgenössische Gerichte zubereitet. Wer sich auf die Carte blanche einlässt, hat eine vegetarische Option. Empfehlenswert, denn für die Gemüseküche stammt einiges aus dem eigenen Garten.
Mitten in der Berner Altstadt hebt Zoe Gemüse auf ein neues Level – kreativ, packend und punktgenau. Fabian Raffeiner zeigt kein Fine Dining mit steifem Korsett, sondern eine Küche, die Spass macht und zugleich zeigt, was mit Gemüse heutzutage alles möglich ist.
Küchenchef Pascal Melliger hat Talent, das beweist jeder Teller, der seine Küche verlässt. Abends kocht er in mehreren Akten, in denen er gern Fleisch aus der Familienmetzgerei Jaun verwendet. Seine Partnerin und Inhaberin Daniela Jaun findet immer den passenden Wein.
Um ins «Zum Blauen Engel» zu gelangen, passiert man ein schönes Gärtchen und steuert direkt auf eine hölzern-historische Bar zu. Wer rechts in die Küche blickt, sieht die Brigade um Martin Krebs bei der Arbeit, links befindet sich der Gastraum des Restaurants. Klare Linien und modernes Design darf man hier nicht erwarten, dafür ist es romantisch und im Brocante-Stil eingerichtet. Wir bestellen je ein Vegi- und ein Fleischmenu. Martin Krebs grüsst uns aus der Küche mit einer Brioche mit Wachsei und Trüffel. Wir grüssen zurück, der Start ist gelungen. Für die Vegetarierin geht es weiter mit geräucherter Burrata und Randentatar. Der Fleischesser bekommt ein rosarotes Taco mit einem Alpenzander-Tatar. Die Küchenbrigade ist überschaubar, viele der zahlreichen Komponenten sind in beiden Menus die gleichen: gebratene Endivie, Feigen, Kohlrabiwürfel, Meeresspargel, Blutorangen-Kräuter-Sorbet und ein Deko-Blümchen. Die Vorspeisen sind nicht nur farblich ein Feuerwerk, sondern auch im Mund. Der vegetarische Hauptgang besteht aus einem Duo des violetten Blumenkohls, gebratenen Steinpilzen und einem raffinierten Lauch-Parmesan-Flan mit Verveine-Schaum. Getoppt ist das Ganze mit frittiertem Engelshaar, jeder Bissen knuspert. Vom Fleischesser sind derweil nur noch Seufzer zu hören: Er isst Hirsch in Form von Crépinette und Gamspfeffer, dazu Marroni, Spätzli und zahlreiche Gemüsevarianten. Das verspielte Menu ginge mit Käse und Schokoladenmousse an Kürbiskernöl und Bretzeli weiter. Wir teilen uns nur noch einen Käsegang mit hyperregionalen Sorten und Früchtebrot. Der Pegel im Lokal ist mittlerweile angeregt, auch an unserem Tisch. Hier stimmt so ziemlich alles, bilanzieren wir.
Der Name macht dem Lokal schon alle Ehre: Rund ums «Schöngrün» ist es schön und grün. Wir starten mit einem Gruss aus der Küche von Alexis Jauregui. Der Lachs-Happen wird mit Yuzu-Sesam und fein gehackten Kräutern getoppt. Alsbald folgt die Vorspeise: eine Gazpacho aus gelben Tomaten, geräuchertem Labneh und Basilikumsorbet. Perfekt für den Sommermonat Juli. Der Begleiter ist ebenfalls glücklich mit dem French Toast mit Tomaten, Freiburger Mozzarella und Sonnenblumenkernen. Obwohl die Küche unterbesetzt ist – als wir vor Ort sind, werken zwei Köchinnen für die Verköstigung des ganzen Restaurants – bekommen wir einen Zwischengang: eine kühle Gurken-Melonen-Aguachile und sommerliche Peperoni-Gnocchi. Beide Happen sind grandios. Den Vegi-Hauptgang – Falafel aus Schweizer Linsen – findet der Begleiter etwas trocken, aber in Zucchetti-Sauce und Pico de Gallo getunkt trotzdem fein. Der Brioche-Burger ist elegant klein und akkurat angerichtet: Das gezupfte Duroc-Schweinefleisch passt gut zur Brombeer-BBQ-Sauce, Rucola, Pickels und Kabis. Dann ein Prädessert: Jauregui liebt Tee, weshalb sie einen Eistee in ein Dessert verwandelt hat. Das geht so: Pfirsichkompott und -sorbet, «Earl Grey»-Panna cotta, Zitronen-Thymian-Gel und Minzen-Hippen. Kreativ, erfrischend und gut. Beim Dessert verschmelzen zwei Kindheitserinnerungen: im Sommer Kirschen vom Baum pflücken und im Winter zimtigen Milchreis mampfen. Der Reis ist mit Zucker getoppt und geflämmt, die Früchte – halbiert und als Coulis – sind im wahrsten Sinne die Kirschen auf der Torte.
Umgezogen von Biel nach Bern, warten die Gastgeber im schönen Marziliquartier im noch schöneren ehemaligen Marzer-Restaurant auf. Das Abendprogramm ist ein mehrgängiges Menü mit mediterranem Einfluss, aber auch mittags ist das Gourmetlokal offen für gemütliche Lunchpausen.
Im Restaurant Essort lässt sich das Team um Ben und Sara Jann von den Jahreszeiten leiten. Die kleine Karte garantiert die Frische der Gerichte. Der Gast wählt, ob er sein Menü mit oder ohne Fleisch möchte und ob es aus drei, vier, fünf oder sechs Gängen bestehen soll.
Hier startet man mit spanischen Tapas in den Abend, danach bietet Küchenchef und Inhaber Dirk Wagner Gerichte auf Spitzenniveau. Das Casa Novo punktet im Sommer mit einer Terrasse, die über der Aare thront, und im Winter mit dem eleganten Ambiente seiner Vinothek.
Hier fühlt man sich schon darum wie zu Hause, weil die Gerichte zum Teilen in die Tischmitte gestellt werden. In Pfannen und Töpfe kommen nur saisonale, lokale und nachhaltig produzierte Zutaten. In der gemütlichen Beiz wird eine schöne Auswahl an Naturweinen serviert.
In diesem Restaurant ist der Name Programm. Zu einer wunderbaren Aussicht auf die Bergwelt bekommt man klassische Brasserieküche mit modernen Elementen. Vom Rindstatar über die Bouillabaisse bis zum Lammkarree kommt alles exakt so auf den Tisch, wie es schmecken sollte.
Das Kirchenfeld in Bern bringt italienische Bistroküche in entspanntem Rahmen. Es wird unkompliziert und mit Sinn für gute Zutaten gekocht – mit einem Stil, der an eine Trattoria erinnert und dank des freundlichen Service, auch im Garten, Lust auf geselliges Essen macht.
Cappuccino und Espresso gibt es auch, aber Wein spielt hier eine noch grössere Rolle als Kaffee. Dynamisch, oft biodynamisch arbeitende Winzer liefern die Flaschen, während die Küche Klassiker und Neuigkeiten anrichtet. Das Entrecôte im Pfännli ist ein Dauerbrenner.
Der Kornhauskeller in Bern, von den Einheimischen liebevoll «Chübu» genannt, beeindruckt mit mächtigen Gewölben und einmaliger Atmosphäre. Die Küche setzt auf Schweizer Klassiker und setzt diese gekonnt um. Ein Ort, der zeigt, dass Tradition sehr lebendig sein kann.
Die herzliche Gastfreundschaft und die köstlichen italienischen Gerichte haben das Lorenzini längst zu einer Berner Institution gemacht. Im Erdgeschoss geniesst man Caffè oder ein Glas Wein, im Stockwerk darüber wird mit Pasta und Tagliati nach Herzenslust geschlemmt.
Im mächtigen Gewölbe des Berner Kornhauses schlägt das Più einen präzisen Ton zwischen Grandezza und Alltagstauglichkeit an. Neapolitanische Pizza, frische Pasta, Fisch, Fleisch und vegane Gerichte – getragen von guter Organisation, aufmerksamem Service und klarem Stil.
Ins Verdi der Bindella-Unternehmungen kehren Bundesrätin, Geschäftsleute und Liebespaare gern ein. Hier gibt es in eleganter Atmosphäre köstliche Küche aus der zentralitalienischen Region Emilia-Romagna. Dazu passend stehen im Keller kostbare Tropfen aus Italien bereit.
Das beliebte Quartierbistro bietet von morgens bis abends jeweils das Passende im Menü. Ob Kaffee, Katerfrühstück am Wochenende oder feines Abendessen: Am Viktoriaplatz trifft sich «tout Berne». Das Team ist unkompliziert und der Naturwein sprudelt aus den Zapfhähnen.