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Auf dem Weg zur Spezialität: Die Sieger der Trollinger Trophy

Tasting
Auszeichnung
Weingut

Zum zweiten Mal wagte sich Falstaff an eine Trollinger Trophy – mit großem Erfolg. Nicht nur die Weine auf dem Siegerpodium zeigen die Rebsorte in begeisternd neuem Licht.

Nach dem Aufdecken der Blindprobe hielt ein Mitglied der Verkostungsjury die Flasche des Siegerweins ungläubig in Händen: Der Trollinger Rosé des Weinguts Aldinger ist in vielerlei Hinsicht nicht das, was man von einem Trollinger erwartet: Als Einzellagenwein aus der Lage Untertürkheimer Gips ist unser Probensieger eindeutig stärker vom Terroir geprägt als von der Rebsorte, und der Holzfassausbau lässt ihn auch als untypischen Rosé erscheinen. Die Anmutung ist eher die eines burgunderhaften Weißweins. Nicht zuletzt lässt auch der Preis der Flasche staunen: 100 Euro – das ist ein Statement.

Klassisch in der Weinfarbe, moderat im Preis, aber ungewöhnlich hochwertig in Extraktreichtum und aromatischer Vielschichtigkeit – das sind die Tugenden der Weine auf den folgenden Plätzen: Der »S« aus dem Weingut Notz aus Sachsenheim ist ein in jeder Hinsicht kompletter Rotwein – zudem ist der aus dem Jahrgang 2021 stammende Wein bereits vier Jahre alt, und belegt eindrücklich, wie gut Trollinger reifen kann, wenn er handwerklich solide gekeltert wurde.

Nochmal eine andere Saite schlägt der Wein auf Platz drei an: Das Heilbronner Weingut G.A. Heinrich hat seinen »T Non Traditionel« als schwäbischen Landwein gefüllt – reduktiv in der Nase, saftig und leichtgewichtig am Gaumen mit einer animierenden Kante. Ein Roter im »glou glou«-Genre, das in den Weinbars in Strömen fließt.

Auch auf den Folgelätzen findet sich exzellentes Handwerk: Da findet man einen fülligen Sortenvertreter »reloaded« aus dem Weingut Hirsch ebenso wie gleich zwei Jahrgänge der dichten »Alten Reben« von Leon Gold, den ungeschwefelten »Sine« der Aldingers, den fruchtgeprägten »Kerf« aus dem Weingut Mannschreck, den gehaltvollen Mundelsheimer Steillagen-Trollinger der Lauffener Weingärtner, und Rainer Schnaitmanns elegante Kelterung aus alten Reben.

Wer länger keinen Trollinger mehr im Glas hatte und der Sorte aufgrund früherer schlechter Erfahrungen mit Skepsis gegenübertritt, sollte es wagen und sich ein paar Exemplare bestellen. All dies sind Weine, die Vorurteile pulverisieren können. Der Trinkspass ist garantiert!

ZUM GESAMTEN TASTING


Finalverkostung: Elisabeth Füngers, Jenny Ried, Matthias Neske, Rainer Schäfer, Thomas Schwitalla, Ulrich Sautter

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Mittleres Lachsrosa in der Farbe. Rauch überlagert noch andere aromatische Komponenten, mit Luft Hagebutte, Himbeere, Kirsche und kräuterige Noten, Rosenblätter. Baut am Gaumen...
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Als schwäbischer Landwein gefüllt. Dezente Reduktionsnote in der Nase, Hagebutte, Flieder, Nelke, rote Kirsche, Zimtrinde, kühler Rauch. Will mit der Tradition anecken und das...
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Ein charaktervolles Duftbild, das gut Frucht und tiefgründige Extraktion erkennen lässt: Sauerkirsche, Kräuter und Bittermandel. Der Gaumen ist stoffig, frisch, so inhaltsreich...
Württemberg, Deutschland
Ulrich Sautter
Ulrich Sautter
Wein-Chefredakteur Deutschland
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