Bis zu 6000 Kalorien täglich: Das Ernährungsgeheimnis von Fußballstar Erling Haaland
Erling Haaland ist aktuell kaum zu stoppen. Zwischen Rinderherz, Lasagne und Dönerpizza zeigt sich sein Speiseplan so ungewöhnlich wie effektiv.
An Erling Haaland führt bei dieser WM kein Weg vorbei. Kaum ein Spieler sorgt aktuell für mehr Aufmerksamkeit als der norwegische Stürmer. Begriffe wie »Tormaschine«, »Cyborg« (hierbei handelt es sich um ein Mischwesen aus biologischem Organismus und Maschine) oder »Superstar« fallen beinahe täglich, wenn über den 25-Jährigen gesprochen wird. Spätestens nach dem gestrigen Achtelfinale gegen Brasilien, das Norwegen auch dank Haaland für sich entschied, hat der Hype noch einmal deutlich an Fahrt aufgenommen. Mit sieben Toren seit Turnierbeginn führt er gemeinsam mit Lionel Messi und Kylian Mbappé die Torschützenliste an.
Dass Haaland einmal zu den gefürchtetsten Stürmern der Welt gehören würde, zeichnete sich früh ab. Seine ersten Profischritte machte er beim norwegischen Klub Bryne FK, ehe es über Molde FK zum FC Red Bull Salzburg ging. Dort machte er mit seinen Toren in der Champions League erstmals international auf sich aufmerksam. Der Wechsel zu Borussia Dortmund machte ihn endgültig zu einem der begehrtesten Stürmer Europas, ehe er bei Manchester City zum Dauer-Torschützen und mehrfachen Titelgewinner wurde.
Zwischen Lasagne und Leber
Wer glaubt, hinter diesem Körper stecke ein Geheimnis aus einem Hightech-Labor, liegt allerdings daneben. Das Fundament beginnt auf dem Teller. Und der ist bei Haaland selten halb voll. Bis zu 6000 Kalorien soll der Norweger an intensiven Tagen zu sich nehmen. Haaland isst gerne und viel Fleisch – und zwar nicht nur Filet. Auf seinem Speiseplan stehen auch Rinderherz und Rinderleber. Nicht unbedingt das, was man nach einem langen Arbeitstag spontan kochen würde. Für Haaland zählt vor allem die Qualität. In seiner Dokumentation »Erling Haaland: Die große Entscheidung« erklärt er, möglichst regionale Lebensmittel zu bevorzugen. Entscheidend sei für ihn nicht, ob Fleisch gegessen werde, sondern welches. Ganz bodenständig wird es dagegen bei einem anderen Ritual: Vor wichtigen Heimspielen kocht sein Vater traditionell Lasagne. Pasta gehört ohnehin zu Haalands Standardprogramm. Wenn er in seiner norwegischen Heimat ist, darf es schon einmal eine Dönerpizza oder Hähnchen süß-sauer sein.
Mindestens genauso konsequent wie beim Essen ist Haaland bei der Regeneration. Alkohol spielt in seinem Alltag kaum eine Rolle. Stattdessen trinkt er nach eigenen Angaben ausschließlich gefiltertes Wasser und einen mit Grünkohl angereicherten Milchdrink, den er selbst seinen »Zaubertrank« nennt.
Nach dem Spiel ist vor dem Schlaf
Abends wird der Schalter dann umgelegt. Haaland geht früh schlafen, trägt vor dem Zubettgehen eine orangefarbene Blaulichtbrille und überwacht seinen Schlaf mit einem Oura-Ring. Während andere noch durch soziale Medien scrollen, liegt der Norweger längst im Bett.