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© Hilton

»Ein Gast hatte den Wunsch seinen Papagei mitzubringen«: »Hiltons« Ryan Gauci im Interview

Wien
Hotel
Interview

Seit Anfang 2026 übernimmt Ryan Gauci die Rolle des Area General Managers bei »Hilton« – gleichzeitig leitet er das »Hilton Vienna Park«. Im Gespräch mit Falstaff TRAVEL gewährt er Einblicke, wie er unvergessliche Gästeerlebnisse gestalten möchte.

Seit Beginn des Jahres bekleidet Ryan Gauci bei »Hilton« die Position des Area General Manager für Österreich, Tschechien und Kroatien sowie des General Manager des »Hilton Vienna Park«. Falstaff TRAVEL hat mit dem gebürtigen Malteser über die neuen Herausforderungen gesprochen und welche Experiences er für die Gäste der Hotels plant.

Falstaff TRAVEL: Herr Gauci, für Ihre neue Position sind Sie nach Wien gezogen. Was lieben Sie an der Stadt?

Ryan Gauci: Wien vereint Pracht mit außergewöhnlicher Lebensqualität. Die Architektur – von der Hofburg bis zur Staatsoper – begeistert mich immer wieder aufs Neue. Die Wiener:innen schätzen Tradition, Qualität und Kultur, was der Stadt ihren unverwechselbaren Rhythmus verleiht. Ebenso faszinieren mich Wiens Grünflächen: Joggen im Stadtpark, die langen, von Bäumen gesäumten Wege im Prater oder Radfahren entlang des Donaukanals – ein perfekter Kontrast zur klassischen Eleganz der Stadt.

Was werden die kommenden Meilensteine in den drei Wiener »Hilton« Hotels sein?

Das »Hilton Vienna Waterfront« feiert dieses Jahr 2026 sein 25-jähriges Bestehen. Dies bietet uns die Gelegenheit, seine Entwicklung und seine einzigartige Lage direkt an der Donau hervorzuheben. Gleichzeitig festigen wir die Position des »Hilton Vienna Park« als eines der führenden Tagungs- und Veranstaltungshotels Europas. Unser Ziel ist es in allen drei Wiener Häusern – und somit auch im »Hilton Vienna Plaza« – ein intelligenteres, nachhaltigeres und reibungsloseres Gästeerlebnis zu schaffen. Künstliche Intelligenz (KI) spielt eine wichtige Rolle: Wir bauen beispielsweise Robotik im Hintergrund aus, um die Effizienz zu steigern und unseren Mitarbeiter:innen mehr Zeit für die wirklich wichtigen Interaktionen mit unseren Gästen zu geben.

KI übernimmt also die Hintergrundarbeiten, sodass das Team noch mehr Zeit für den Gast hat: Was macht für Sie ein außergewöhnliches Gästeerlebnis aus? 

Außergewöhnliche Gastfreundschaft zeigt sich darin, wie sich Gäste noch lange nach ihrem Aufenthalt fühlen. Aufrichtige Herzlichkeit, aufmerksamer Service und die Liebe zum Detail machen Aufenthalte unvergesslich. Wir möchten unseren Gästen ein besonderes Flair vermitteln und sie durch liebevolle Details und höchsten Komfort mit Wiens Kultur und Eleganz verbinden. Unsere Gäste sollen sich wertgeschätzt und gut aufgehoben fühlen und mit der Gewissheit abreisen, wiederzukommen – eine emotionale Bindung, die weit über den reinen Service hinausgeht.

Ein herausragendes Gästeerlebnis beginnt immer im Team. Wie gestalten Sie die Führung Ihrer Mitarbeiter:innen, um genau das zu erreichen?

Mir ist es wichtig, dass sich alle Teammitglieder wertgeschätzt, gehört und befähigt fühlen. Ich führe mit Offenheit, Zusammenarbeit und klaren Zielen, wobei Anerkennung und Zugänglichkeit entscheidend dazu beitragen, Selbstvertrauen und Stolz zu stärken. Am wichtigsten ist mir, eine Kultur zu schaffen, in der sich Menschen weiterentwickeln, sich zugehörig fühlen und authentisch sein können – eine Grundlage, die das Gästeerlebnis unmittelbar verbessert.

Sie bringen eine 18-jährige Erfahrung bei »Hilton« mit: Gab es einen Moment, an dem ein Gast ein ganz besonderes Erlebnis eingefordert hat? 

Ein unvergesslicher Moment war die Frage eines Gastes, ob er seinen Papagei mitbringen dürfe, da das Hotel Balkone habe und Haustiere erlaubt seien. Auf meine Frage, wie er den Vogel sichern wolle, antwortete er gelassen, er würde eine Leine benutzen. Obwohl der Papagei letztendlich nicht im Hotel blieb, erinnert mich das Gespräch stets daran, wie wunderbar und einzigartig Gästewünsche sein können – und wie wichtig es ist, ihnen mit praktischem Geschick und einem Lächeln zuzuhören.

Sie stammen von Malta und haben für »Hilton« unter anderem in Prag, Warschau, Liverpool und auf der Isle of Man gearbeitet. Gibt es eine Station, die Sie besonders geprägt hat? 

Jede einzelne Station war auf ihre Weise bedeutsam. Am meisten geprägt haben mich die Menschen, mit denen ich in acht Ländern zusammengearbeitet habe – Mentor:innen, Kolleg:innen und Teammitglieder, die mich herausgefordert und unterstützt haben. Die Hotels selbst waren zwar beeindruckend, aber es sind die Beziehungen, das kulturelle Lernen und die gemeinsamen Erfolge, die mich am tiefsten beeindruckt haben und meine Führungsrolle bis heute prägen.

Sie kochen gerne und sicherlich haben Sie ein Lieblingsrezept, das Sie aus Ihren internationalen Stationen mitgenommen haben?

Kochen hilft mir tatsächlich beim Entspannen. Ich genieße einfache, geschmackvolle Gerichte, die von der mediterranen und Küstenküche inspiriert sind. Linguine Vongole ist eines meiner Lieblingsgerichte, aber ich arbeite jetzt in Wien daran, meine Fähigkeiten im Zubereiten von Wiener Schnitzel zu perfektionieren.

Am Stadtpark 1
1030 Wien
Österreich
Travel-Redaktion
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