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Ein Jahr Einwegpfand: So viele Flaschen und Dosen wurden zurückgegeben

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Mit einer Rücklaufquote von 81,5 Prozent ist das Einweg-Pfandsystem ein Erfolg – ein wichtiger Schritt für die österreichische Kreislaufwirtschaft und den Umweltschutz.

Mit 1. Jänner 2025 wurde in Österreich das Einweg-Pfandsystem für Getränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall eingeführt. Nach einem Jahr liegt nun eine erste Bilanz vor – und diese fällt überwiegend positiv aus. Mehr als acht von zehn Pfandgebinden wurden zurückgegeben, womit das für das Startjahr festgelegte Sammelziel erreicht wurde.

Sammelziel übertroffen

Die österreichische Pfandverordnung sieht für das erste Jahr eine Sammelquote von 80 Prozent vor. Tatsächlich wurden bis Ende 2025 rund 81,5 Prozent der in Verkehr gebrachten Einwegpfandflaschen und -dosen retourniert. Insgesamt kamen von rund zwei Milliarden ausgegebenen Gebinden etwa 1,4 Milliarden wieder in den Kreislauf zurück. Damit erfüllt Österreich nicht nur die eigenen Vorgaben, sondern nähert sich auch den EU-Zielen, die bis 2029 eine Sammelquote von 90 Prozent verlangen. Dieses Niveau will Österreich bereits 2027 erreichen.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass 2025 noch ein Übergangsjahr war: Bis Ende März durften Getränkeverpackungen ohne österreichisches Pfandlogo produziert werden, und solche Produkte konnten noch bis Jahresende verkauft werden. Zudem vergehen zwischen Inverkehrsetzung und Rückgabe durchschnittlich rund 51 Tage, was sich ebenfalls auf die Jahresbilanz auswirkt.

Rückgabe im Alltag etabliert

Das Pfandsystem wird von der Bevölkerung großteils akzeptiert. Laut einer repräsentativen Umfrage befürworten rund drei Viertel der Konsument:innen das System, 85 Prozent fühlen sich gut informiert. Neun von zehn Befragten erkennen pfandpflichtige Einwegverpackungen am österreichischen Pfandsymbol. Als wichtigste Vorteile werden eine sauberere Umwelt sowie die Stärkung der Kreislaufwirtschaft genannt. Besonders das geringere Littering – also das achtlose Wegwerfen von Flaschen und Dosen in der Natur – gilt als spürbarer Effekt.

Rückgabezahlen in den Bundesländern

Die 1,4 Milliarden zurückgegebenen Pfandgebinde verteilen sich unterschiedlich auf die Bundesländer: Wien führt mit 315 Millionen Gebinden, gefolgt von Niederösterreich mit 291 Millionen und Oberösterreich mit 197 Millionen. In der Steiermark wurden 180 Millionen, in Tirol 98 Millionen, in Salzburg 90 Millionen, in Kärnten 83 Millionen, in Vorarlberg 54 Millionen und im Burgenland 53 Millionen Flaschen und Dosen zurückgegeben. Damit zeigt sich, dass das Pfandsystem in allen Bundesländern gut etabliert ist.


Redaktion
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