Emulgatoren sind potenziell schlecht für die Gesundheit
Forschungsergebnisse zeigen, dass Emulgatoren in industriellen Fertigprodukten das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten steigern könnten.
Französische Forscherinnen und Forscher haben im Rahmen einer Studie, die von 2009 bis 2021 gelaufen ist, den möglichen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von emulgatorreichen, hochverarbeiteten Nahrungsmitteln und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht. In die vorausschauende Kohortenstudie wurden mehr als 95.000 Erwachsene über 18 Jahre aufgenommen, die zu Studienbeginn keine diagnostizierten Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufwiesen. Innerhalb der ersten zwei Jahre der Nachbeobachtungszeit führten alle Teilnehmenden mindestens drei detaillierte 24-Stunden-Ernährungsprotokolle. Es wurde der Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Emulgatoren in Milligramm pro Tag und dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, koronaren Herzkrankheiten und zerebrovaskulären Erkrankungen analysiert.
Umfangreiche Studie
Die Teilnehmende an der »NutriNet-Santé-Studie« hatten ein Durchschnittsalter von 43,1 Jahren, 79 Prozent waren weiblich. Es wurde festgestellt, dass eine erhöhte Zufuhr von Zellulose (E460-E468) mit einem gesteigerten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und koronare Herzkrankheiten assoziiert war. Eine höhere Aufnahme von Carboxymethylcellulose (E466) zeigte ebenfalls eine Verbindung zu einem erhöhten Risiko für diese Erkrankungen. Ebenso wurde ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Monoglyceriden und Diglyceriden von Speisefettsäuren (E471 und E472) und einem erhöhten Risiko für sämtliche untersuchten Krankheiten festgestellt.
Insbesondere stand der Konsum von Milchsäureestern von Mono- und Diglyceriden von Fettsäuren (E472b) sowie Zitronensäureestern dieser Fette (E472c) in Verbindung mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf- und zerebrovaskuläre Erkrankungen. Auch eine hohe Zufuhr von Trinatriumphosphat (E339) war mit einem gesteigerten Risiko für koronare Herzkrankheiten assoziiert.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Fazit: Die Befunde der Studie weisen darauf hin, dass Emulgatoren in der Tat mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert sein könnten. Obwohl die festgestellten Assoziationen nur moderat sind, könnten sie aufgrund der breiten Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen in verarbeiteten Produkten erhebliche Folgen für die Gesundheit haben. Die Forschenden betonen allerdings, dass weitere Studien notwendig sind, um diese Ergebnisse zu bestätigen und die zugrundeliegenden Mechanismen genauer zu erforschen.