Zum Inhalt springen
© Shutterstock/Luis Echeverri Urrea

Meersalz, Fleur de Sel, Steinsalz: So würzt man richtig

Gewürz

Salz ist unverzichtbar. Welche Sorten es gibt, worin sie sich unterscheiden und wann welches Salz am besten passt.

Salz war einst ein Handelsgut von enormem Wert. Heute ist es jederzeit verfügbar und wird deshalb auch entsprechend großzügig eingesetzt. Diverse Fertigprodukte wie Wurst oder Käse liefern oft mehr davon, als dem Körper guttut. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt fünf bis sechs Gramm täglich, viele liegen deutlich darüber mit Folgen für die Gesundheit. Ganz ohne Salz geht es aber nicht. Natrium ist essenziell für Nerven, Muskeln und den Herzrhythmus, aber wie bei vielem, kommt es auf die Menge an.

Das weiße Gold

Kaum ein Gewürz beeinflusst ein Gericht so stark wie Salz. Es hebt Aromen hervor, dämpft bittere Noten im Gericht und bringt Süße zur Geltung. Doch Salz ist nicht gleich Salz. Unterschiede ergeben sich aus Herkunft, Verarbeitung und Struktur der Salzkörner.

Grundsätzlich wird zwischen Meersalz und Steinsalz unterschieden. Meersalz entsteht durch Verdunstung von Meerwasser, Steinsalz wird aus unterirdischen Lagerstätten gewonnen. Industriell raffiniertes Salz besteht nahezu vollständig aus Natriumchlorid. Naturbelassene Varianten enthalten zusätzlich Mineralstoffe. Diese können aber feine geschmackliche Nuancen bringen.

  • Feines Speisesalz: Der Klassiker schlechthin. Es löst sich schnell und sorgt für eine gleichmäßige Würzung. Ideal für Suppen, Saucen oder Teige.
  • Grobes Salz: Es kommt dann zum Einsatz, wenn Hitze und Zeit eine Rolle spielen. Es eignet sich für Nudelwasser oder zum Garen in der Salzkruste.
  • Fleur de Sel: Die lockeren Salzflocken sind für den letzten Moment gedacht. Sie werden über fertige Speisen gestreut und sorgen für eine feine Textur. Besonders bei Fleisch, Fisch oder Gemüse entfalten sie ihre Wirkung.
  • Bergsalz: Es kommt aus alpinen Regionen und gilt als besonders rein und vielseitig. Es kann universell eingesetzt werden und überzeugt durch einen klaren Geschmack.
  • Gewürzsalz: Es kombiniert Salz mit Kräutern oder Gewürzen. Es sind unkompliziert in der Anwendung und gibt Gerichten schnell Aroma.

Der richtige Zeitpunkt

Nicht nur die Salzsorte, auch der Zeitpunkt des Salzens ist wichtig. Feines Salz gehört früh ins Gericht, damit es sich gleichmäßig verteilt. Grobe Kristalle und Flocken kommen zum Schluss. Sie bleiben spürbar und setzen gezielte Akzente. Außerdem ist die Dosierung wichtig. Lieber schrittweise salzen und zwischendurch kosten. So lässt sich die Intensität besser steuern.


Redaktion
Mehr zum Thema
1 / 12