Pasta-Guide: Welche Pasta passt zu welcher Sauce?
Einmal durch die Welt der Pasta: Der kleine Pasta-Guide mit den besten Kombinationen und Geschichten rund um Italiens Lieblingsgericht.
Wir alle lieben Pasta – und doch passiert es uns regelmäßig: Wir stehen vor dem Nudelregal, starren auf die unzähligen Formen und fragen uns: Welche Pasta passt zu Tomatensauce, Alfredo oder unserer neuesten Experimentierlaune? Keine Panik! Wir haben den ultimativen Pasta-Guide.
Spaghetti
Spaghetti gelten als wahrer Allrounder. Klassische Tomatensaucen und Ragú harmonieren besonders gut mit der langen, dünnen Form, da sie die Sauce optimal aufnehmen. Aber auch Gerichte wie Aglio e Olio, bei denen Knoblauch, Chili und Olivenöl die Hauptrolle spielen, profitieren von Spaghetti, die jeden Tropfen aufnehmen. Wer es etwas wuchtiger mag, greift zu Spaghettoni: Die dickere Variante sorgt dafür, dass sich Sauce und Nudel noch intensiver verbinden.
Penne
Penne sind die kurzen Röhrchen, die vor allem bei würzigen Saucen ihre Stärken ausspielen. Eine scharfe Arrabbiata oder cremiges Pesto werden hier förmlich in den Röhren eingefangen und sorgen bei jedem Bissen für ein rundes Geschmackserlebnis. Auch Carbonara oder Ofengerichte lassen sich mit Penne besonders gut realisieren, da die Nudeln jede Sauce tragen, ohne unterzugehen. Der Name »Penne« stammt übrigens aus dem Italienischen und bedeutet »Feder« – ursprünglich, weil die Enden der Nudeln diagonal geschnitten sind und an Schreibfedern erinnern.
Fusilli
Fusilli, die Spiralnudeln, sind wahre Geschmacksturbos. Ihre spiralförmige Struktur hält sowohl Gemüse- als auch Hackfleischsaucen perfekt, und auch cremige oder pestoartige Varianten lassen sich ideal in den Spiralen sammeln. Sie eignen sich außerdem perfekt für einen Nudelsalat im Sommer.
Tagliatelle
Tagliatelle, die breiten Bandnudeln, verdienen besondere Aufmerksamkeit bei reichhaltigen Saucen. Klassische Bolognese oder cremige Pilzsaucen profitieren von der breiten Form. Frische Tagliatelle heben diesen Effekt noch einmal auf ein neues Niveau. Interessanterweise wurden Tagliatelle bereits im 14. Jahrhundert erwähnt und sollen in Bologna erfunden worden sein – angeblich inspiriert durch die Haarpracht von Lucrezia Borgia.
Orecchiette & Conchiglie
Etwas exotischer sind Orecchiette, die kleinen Öhrchen. Sie eignen sich hervorragend für Gemüse-Ragouts oder Salsiccia-Saucen, da sie die Sauce quasi löffelartig aufnehmen. Conchiglie, die Muschelnudeln, zeigen ihre Stärke besonders bei Käse- oder Meeresfrüchtegerichten: In den kleinen Muscheln sammelt sich jede Sauce perfekt. Conchiglie stammen aus Süditalien, und die Form soll tatsächlich an kleine Muscheln erinnern, die an den Stränden Apuliens gesammelt wurden.
Die Welt der Pasta ist selbstverständlich riesig, und es gibt noch unzählige weitere Sorten zu entdecken. Letztlich kann natürlich jede und jeder ihre bzw. seine Lieblingsnudel mit der Sauce kombinieren, die ihm oder ihr am besten schmeckt – ganz nach Lust und Laune.