Bar, Restaurant, Co-Working-Space: Das Restaurant «Supernova» in Bern ist vielseitig unterwegs. Nach Stationen im «Bellevue Palace» und im «Baur au Lac» hat Mitgründerin und Chefköchin Juliette Bülowius ein Catering-Unternehmen aufgebaut – und jetzt ihren Traum vom eigenen Restaurant umgesetzt. Nach umfassender Renovation konnte sie das Lokal im Dezember neu eröffnen. Im Erdgeschoss befindet sich die an einem Wochentag gut besetzte Bar. Fürs Fine Dining werden wir in den ersten Stock geleitet, in einen Raum, der komplett schwarz gestrichen ist. Zum Start erhalten wir knuspriges Brot mit Kurkuma-Butter. Dazu passt ein Glas Sparkling Tea: Der alkoholfreie Tee mit Kohlensäure macht derzeit als Alternative zu Schaumwein von sich reden. Ein Blick in die Karte zeigt klingende Namen. So gibt es als Vorspeise «Sea and Salt» oder «Earth and Flowers». Wir entscheiden uns für «Fire and Ice»: geflämmtes und getrüffeltes Lachs-Sashimi mit Fleur de Sel. Eine Kombination, die hervorragend mundet. Simpel, aber gut schmeckt «Air», ein Erbsensüppchen mit Crème fraîche. Ohne lange Pause geht es weiter mit in Butter knusprig gebratenem Wolfsbarschfilet an Kräuter-Beurre-blanc, garniert mit Sepia-Chips und einer Beilage nach Wahl. Die herrlich salzigen und knusprigen Süsskartoffel-Frites sind empfehlenswert. Die Tagliarini mit Trüffel und Parmesan-Spänen können nicht ganz mithalten, etwas mehr Trüffel und weniger Kochzeit hätten nicht geschadet. Erstklassig ist dafür das Dessert «Planets and Stars»: eine Kugel aus hauchdünner weisser Schokolade, gefüllt mit Mandarinen-Schlagrahm sowie einem mit Zimt aromatisierten Biskuitboden. Das sieht nicht nur kunstvoll aus, sondern schmeckt auch wunderbar.