Die Restaurants mit dem besten Gansl in Oberösterreich
Die Grabmers sind einfach Tausendsassas, herzliche Gastgeber und bespielen die ganze kulinarische Klaviatur: superbe Weine, Hausmannskost, Fine Dining, zauberhafter Gastgarten, Kochbücher – alles da.
Unzählige Kirchen von Australien bis Mexiko heißen »Maria vom guten Rat«. Eine steht in der sehr übersichtlichen Ortschaft Gstaig im Innviertel und gibt auch dem Wirtshaus daneben in Riesenlettern den Namen. Der bleibt aus Tradition erhalten, auch wenn nun zusätzlich »Forthuber in Gstaig« zu lesen ist. Doris und Christoph Forthuber betrieben sechs Jahre im nahen Munderfing das beste Restaurant der Region. Er hatte sich beim Schweizer Koch Andreas Caminada den letzten Schliff geholt, sie brachte die Weinleidenschaft mit. Die Frage nach Nächtigungsmöglichkeiten begleitete die zwei schon länger. Als ein Abgesandter von Hans Michael Piëch, dem in der Region neben Ländereien und einem Gestüt auch das genannte Gasthaus gehört, ihnen selbiges samt sieben Zimmern in zwei Gästehäusern anbot, schlugen sie zu. Die Mischung aus Fine Dining plus »Klassiker« als Alltagsangebot blieb. Verblüffend groß ist das Angebot mit den zwei Sechs-Gänge-Menüs »Herzhaft« oder »Federleicht«. Geschmorter Karfiol wird stimmig mit Portulak, Erbsenkresse, Kapern und Hollandaise kombiniert. Stets ist ein Ausflug ins asiatische Genre dabei, diesmal Crispy Skin Gyoza – das Tascherl haftet an einer frittierten Teigscheibe – mit Kohlrabimousse und Kokosschaum. Aufregend gut: Lachsforelle – der grandiose Fisch stammt vom Kapeller aus Seekirchen – wird ganz zart im Topf »in der Kräutersauna« gegart, dazu Zitronen-Senf-Zabaione und ein wohldosierter Hauch Bärlauch. Die zum Neustart auf Österreich zentrierte Weinkarte soll sukzessive ausgebaut werden. Bierkultur ist mit Salzburger Augustiner vom Fass und Schnaitl aus der Flasche bestens aufgestellt. Gstaig hat ein Fähnchen auf der kulinarischen Landkarte.
Der entzückende Innenhof mit Feigenbäumen lädt zum Träumen ein. Spätestens wenn die Küche Klassiker und moderne Gerichte mit Top-Weinbegleitung und -Schnäpsen serviert, weiß man: Es ist traumhaft.
Wer das Mühlviertel in allen seinen Facetten spüren und kosten möchte, kehrt idealerweise beim Keplingerwirt ein. Grammeltascherl sind Pflicht, sehr gute Wildspeisen und erst die Kardinalschnitten.
Gut, sauber, fair. Wenn jemand den Slow-Food-Dreiklang perfekt spielt, dann der Köglerhof. Tolle Aussicht, das meiste kommt aus der eigenen Biolandwirtschaft. Ganslessen ist auf ein Jahr ausreserviert.
Für das gebratene Gansl reservieren die Linzer und Mühlviertler schon Wochen im Vorhinein. Und wenn gerade keine Ganslzeit ist, dann beglücken Wildgerichte, manchmal gebackenes Bries und gute Weine die Gäste.
Was hier die Gäste an Genuss erwartet, ist so magisch wie der Attersee, wenn er in der Sonne schimmert. Schnitzel wird in Butterschmalz gebacken, Vegetarier freuen sich über Karfiol im Tempura-Teig.
Geht nicht, gibt's nicht für Michaela Prem und ihren Mann Kilian Angermeyer. Das Paar bugsierte innerhalb von wenigen Jahren Das Attersee in die Herzen von Gourmets, Ausflüglern und Party-People.