Die besten Bars in Wien
Es gib viele Details, die schon vor dem ersten Schluck die Qualität verraten. Edles Holz, jazzige Musik und eine Cocktailkarte, die Punch-Bowls ganz selbstverständlich listet. Denn Heinz Kaiser und sein Team verstehen sich auf die »flüssige Einnahme« in großen wie kleinen Dosen. Gern auch mit Rum wie in der »Kaiserin«.
Mit der Erweiterung um die Stehbar (für Champagner und rare Whisk(e)ys) geht das Ausnahmelokal ins zweite Jahrzehnt. Minimalismus ist Trumpf. Aus Metaxa, Oregano und ein paar Tropfen Sarmakinas-Olivenöl entsteht etwa ein faszinierender Drink. Es ist ein Beispiel, dass außer Kompromissen bei der Qualität alles möglich ist.
Die starke Teamleistung unter der Ägide von Philipp Ernst entwickelt die Bar beständig weiter. Der Gruß aus der alten Heimat, Signatures mit ausschließlich steirischen Zutaten, war dafür der beste Beweis. Und an den ikonisch gewordenen Espumas erfreut sich Cocktail-Wien immer noch gern. Kurz: ein »Modern Classic«.
Ungewöhnlichste Cocktails entdecken und nebenbei Musik-Bingo spielen? Bei Kan Zuo ist das kein Widerspruch. Die Atmosphäre darf laut sein, die Karte muss witzig sein und an exquisiten Kreationen herrscht kein Mangel, seit diese Wunderwelt vor bald 20 Jahren ihre Tore geöffnet hat. Bob Dylan würde sagen: »Forever young«!
Das Leitthema, um nicht zu sagen der Leit-Index, ist unter dem neuen Barteam geblieben: Finanzthemen werden kreativ in saisonale Cocktailkarten übersetzt – zuletzt etwa mit den fünf Investorentypen. »Innovation«, »Independance« und »Opportunities« werden nicht nur als Cocktailnamen großgeschrieben. Tolles Barfood!
Ein buntes Karussell ist die Barkarte, hinter der mit Laura Peez und Sigi Schot gleich zwei kreative Feuergeister stehen. Dazu kommen Signature Cocktails des gesamten Teams, gern mit popkulturellem Schalk oder kunsthistorischen Anspielungen als Garnierung. Ein offener, inklusiver und vor allem verdammt guter Trinkort!
Den Mutigen gehört die Welt – dafür plädiert man in der coolen Location mit dem »Mini of the Week«, Kostproben ohne vorherige Erklärung. Dass die stets schmecken, spricht für die Fachkenntnisse des exzellenten Teams, das am liebsten ohne Chichi, dafür mit viel Gespür für Nuancen und Aromen arbeitet. Spitzenadresse!
Die Cocktails sind mindestens so beeindruckend wie das glamouröse Ambiente der »D« alias »Discovery« Bar. Die hochwertige Qualität und die professionellen Barkeeper inszenieren jeden Signature Drink zur perfekten Guest Experience. Eines der Geschmackshighlight: »Isla Verde« mit Rum, Avocado, Kokos, Wasabi und Molke.
Ein paar Stiegen trennen die Lände vom Land des Marco. Denn hier herrschen andere Gesetze. Man ist in der Sekunde Komplize der Nacht und freut sich an den gern mit US-Whiskey gemixten Erfrischungen. Dazu läuft LP-Musik aus verborgenen Boxen, während wieder jemand die Freude hat, seine erste »Thai Massage« zu trinken.
Im Topitaliener und Szenetreff teilen sich Restaurant und Bar ein Grundkonzept: Qualität bis ins Detail. Jeder Cocktail ist daher fein abgestimmt, jede Zutat durchdacht. Auch alkoholfrei wird mittlerweile großgeschrieben – der »Garden Sprizz« mit Sparkling Tea, Gurke, Minze und Cranberry passt sogar perfekt zum Lunch.
Die Anarchie der ewigen Kinder führt hier den Rührlöffel. Doch reines Spaßprojekt ist die auf natürlichen Zutaten – im Schweiß der Sommersaison konserviert – basierende Bar keines. Der Spaß am Tiefstapeln – herausragende Aromatik, simple Optik – verbindet Küche und Cocktails. Und dann ist da noch die Naturweinauswahl …
Die Mixologen sind wahre Meister ihres Fachs und gehören zu den renommiertesten der Stadt. Mit Kreativität und Präzision experimentieren sie mit Zutaten, Aromen und Techniken, um Einzigartiges zu erschaffen. Auch Klassiker gelingen fehlerlos; der Negroni, um ein Beispiel zu nennen, überzeugt mit perfekter Balance.
Ein »Kirchgang«, der Spaß macht: Durch den Beichtstuhl rein und schon hat man eines der Flaggschiffe der städtischen Speakeasy-Kultur erreicht. Das himmlische Konzept wird konsequent durchgezogen: Die »Heilige Schrift« (also die Barkarte) enthält »Neues-Testament«-Highballs genauso wie »7-Sünden«-Shots und »Zölibat«-Mocktails.
Lautsprecher mögen andere sein und nutzen. Bei Gerhard Wanderer genügt ein Lebenswerk, um weiterhin die wahren Kenner ins Halbdunkel einer echten American Bar zu ziehen. Dort wird dann Maß genommen am Gästewunsch und kenntnisreich aus dem Fundus der (oftmals dunklen) Spirituosen die ideale Antwort gewählt. Rare Güte!
Bunt sind die Hawaii-Hemden von Arik und Matty Vinnitskis Team, bunt ist aber auch die Cocktailkarte – und beides passt zu den farbenprächtigen Tiki-Mugs aus eigener Fertigung. Die fröhliche Welt der starken Rum-Cocktails mit polynesischer Prägung hat ihre Wiener Heimat eindeutig gefunden: Zombie, Mai Tai … alles da!
Wine Pairing war gestern – hier wird das Prinzip auf links gedreht und zu kreativen Drinks die passende kulinarische Begleitung aufgefahren. Auch ohne Hunger ist Experimentierfreude aber fast Pflicht, die Karte hilft mit Aromensonar. Tipp: Der »Negroni Benito« kombiniert Bitterstoffe mit Rosmarin- und Himbeernoten.
Wie die Zeit vergeht! Ins fünfte Jahr geht eine der wenigen Speakeasys der Stadt – und Semih Aybars Kreativität ist ungebrochen. Florale Eleganz und kräftige Asia-Würze spielen gleichermaßen eine Rolle als Inspiration ungewöhnlicher Cocktails. Und mitunter darf es ganz unkompliziert »A Kind of Apple Strudel« sein.
Hoch über der Stadt sorgen die Sonnenuntergänge hinter der Rooftop Bar des The Ritz-Carlton, Vienna für Wow-Momente. Mit einem Glas »Perrier-Jouët« ist der ideale Sundowner zur Hand. Das Angebot ist vielfältig und dem Hause entsprechend immer extravagant, luxuriös und von höchster Qualität. Der Service »auf dem Dach« ist ebenfalls top!
Es kam genau so, wie sich das Peter Friese erträumt hat: Die Vielfalt des italienischen Genusserlebens in demokratischer Form kam nach Wien. Panini und kleine Pasta-Gerichte, aber eben auch »Garibaldi« und »Sarti Spritz«. Als Orangenschnitz im Tumbler kommt dazu die Signature-Karte von Aktivposten David Penkers Team. Viel Amore!
Legende mit einhüllender Atmosphäre fern des Alltags. So präsentiert sich der Nukleus des Wiener Barwunders heute. Bei Rum- und Whisk(e)y-Drinks hat man hier Endgegner und Elysium in einem vor sich. Die reich bestückte Raritätenecke beschreibt man am besten mit einem Song des Säulenheiligen Dean Martin: »That's Amore«!