Die besten Restaurants mit 2 Falstaff-Gabel(n) in der Schweiz
Nüchtern und puristisch empfängt das Restaurant Hellys seine Gäste. Vorne in der Bar werden ausgewählte Weine und fantastische Cocktails kredenzt, hinten im Lokal speist man elegant. Die Pasta-Gänge sind unvergesslich und das Baguette schmeckt frisch wie in Frankreich.
All-Day-Dining in frischer Brasserie-Atmosphäre. Das Angebot im Bistro des Hotels Einstein reicht vom reichhaltigen Frühstück bis zum entspannten Dinner, von Klassikern wie Wiener Schnitzel, zartem Zanderfilet oder Entrecôte zu hausgemachten Kuchen und Glaces.
In Europas kleinster Stadt entstehen im Restaurant des Hôtel de Ville Gerichte, die regionale Produkte kunstvoll in Szene setzen. Gäste loben die Kreativität, die harmonische Verbindung von Geschmack und Präsentation sowie den aufmerksamen und herzlichen Service.
Zuerst Metzgerei, dann Pop-up und jetzt fixes «Bistro und Saftladen»: Das «Lehmanns» serviert stetig wechselnde Marktküche, Naturweine und Cidres. Im Lokal, dessen weisse Kacheln an das frühere Dasein erinnern, geht es unkompliziert zu und her – Reservationen werden keine entgegengenommen, das Essen wird auf zusammengewürfeltem Geschirr aus dem Brockenhaus serviert. Küchenchef Florian Stalder bezieht Fleisch, Gemüse und Mehl von regionalen, biologischen Landwirtinnen und Metzgern. Wir starten an diesem Abend mit marinierten Oliven und hausgemachtem Brot mit Tsatsiki. Ein Blick in die Weinkarte mir knapp 100 Positionen enthüllt ein unkonventionelles Konzept: Die Tropfen sind nach Himmelsrichtung und Entfernung vom Restaurant geordnet. Ein Fokus liegt auf Weinen des Schweizer Winzerkollektivs Satellites of Love, weiter gibt es Cidres von Heftig Cidre und interessante alkoholfreie Alternativen wie eine herbe Cuvée Cassis oder ein zitroniges Hopfenwasser. Nebst Sardinen aus der Dose, Pickles, Charcuterie und Käse zum Apéro stehen rund zehn Gerichte zur Auswahl, die sich gut teilen lassen. Wir entscheiden uns für frittierte Quarkbällchen, die an einem fruchtigen Tomatenchutney serviert werden. Dazu eine Polenta mit reichlich Käse und gehackten Kräutern. Das Auberginen-Cordon-bleu, das am Nachbartisch serviert wird, sieht ebenfalls verlockend aus. Wir lassen aber noch etwas Platz fürs Dessert: eine Cremeschnitte, elegant aufgeschichtet aus Millefeuille, Beerenkonfitüre und Vanillefüllung, und ein ofenwarmes Clafoutis mit Mirabellen. Unser Fazit: Schlichte Gerichte, die schmecken und durch die Qualität ihrer Produkte überzeugen.
Das Veranstaltungszentrum setzt Massstäbe in Architektur wie Technik, macht es der Gastronomie aber schwer, Profil zu entwickeln. Doch Chef de Cuisine Fabien Foare, der auch das Buffetrestaurant verantwortet, trumpft in der Brasserie bei Pâté en croûte und Rotbarbe auf.
Das moderne, elegante Flair macht Lust auf die nächsten Stunden bei Drinks und Bar Food. Weil die Gerichte zum Teilen gedacht sind, kann man sich in einer grösseren Runde ohne schlechtes Gewissen durch die Karte essen. Tipp: Das Schokodessert sollte dir allein gehören!
Piero Roncoroni ist weit herumgekommen und endlich da gelandet, wo er seine Küche verwirklichen kann: im Zentrum von Comano. Zusammen mit Gattin Mercedes serviert er ein Menü, in dem Gemüse der Extraklasse im Vordergrund steht. Wer nicht reserviert, ist selbst schuld.
Eierschwämmli oder Gambero Rosso, Kalbsfilet oder Tomaten: François Briand kocht ebenso gern mit regionalem Gemüse und vermeintlich einfachen Zutaten wie mit Fleisch und Fisch der kostbaren Art. Zusammen mit Gattin Maëva hat er das Dorfrestaurant zukunftsfähig gemacht.
Ein Herz für Wein hat das Sabi – und zwar für den aus französischen Trauben, jenen aus deutschen Weinbergen oder einen aus japanischem Reis. Apropos Japan: Fernöstliche Einflüsse sind zu spüren in der hiesigen Küche, französische Traditionen auch. Und hübsch ist es eh.
Mit Rhône-Blick serviert dieses Restaurant gehobene japanische Küche. Ein Muss: schwarzer Zackenbarsch mit Yuzu-Miso-Sauce. Für Überraschungen reserviert man am besten das Omakase-Menü an der Bar. Küchenchef Mitsu beherrscht die Kunst des Verwöhnens auf ganzer Linie.
Von der Terrasse reicht der spektakuläre Blick auf den Lago Maggiore, die dahinterliegenden Berge und die urchigen Steinhäuser im Dorf – volle Punktzahl für die Aussicht im «Senza Punti». Ein Besuch des versteckten Ristorante oberhalb von Tenero lohnt sich jedoch nicht nur deswegen. Markus und Gabi Baumann servieren jeden Abend ein authentisches, schnörkelloses Menu aus drei Gängen, komplett hausgemacht und wie bei einer italienischen Tavolata in Schüsseln zum Teilen serviert. Die Begrüssung fällt herzlich aus, als gehörte man zur Familie. Zum Amuse-Bouche, einem Vitello tonnato, empfiehlt die Sommelière einen lokalen Merlot Bianco. Weiter geht es mit einem gemischten Salat und Melone mit Rohschinken. Bei der Wahl der Früchte hat die Gastgeberin ein gutes Händchen bewiesen, die Honigmelonen sind süss und saftig. Als Hauptspeise kocht Markus Baumann ein Duett vom Rind: ein gut abgeschmecktes Saltimbocca sowie einen Braten, so zart, dass er im Mund zergeht. Schade nur, dass die angekündigte Beilage (ein Kartoffelgratin mit Spargeln) bereits aufgegessen ist und somit ein Kartoffelsalat als Ersatz gereicht wird. Für die Vegetarierinnen gibt es eine klassische Parmigiana: ein kräftiger Tomatensugo, weiche Auberginen, und das Ganze mit reichlich Käse überbacken – genau wie sie sein muss. Den Rotwein zum Essen holt man sich selbst aus dem Weinkeller. Hier findet sich eine kleine, aber feine Auswahl an Tessiner und italienischen Weinen. Beim Dessert muss man sich glücklicherweise nicht entscheiden und kommt sowohl in den Genuss eines Erdbeer-Quarkkuchens als auch eines Passionsfrucht-Panna-cottas. Einziger Wermutstropfen: Im Frühling sind Baumanns in ihre letzte Saison gestartet. Ab Frühling 2026 übernimmt ein neues Duo das Lokal.
Bei akutem Fernweh bringt ein Besuch beim Thailänder um die Ecke nicht immer die erhoffte Linderung. Zu oft sind die industriell gefertigten Frühlingsrollen zäh und schmecken die Currys nach Einheitsbrei. Nicht so im schmucken «Thai Isaan Restaurant» in Schaffhausen. Im Sommer speist man in einem lauschigen Innenhof, bedient wird man vom überaus freundlichen und aufmerksamen Personal. In der offenen Küche herrscht Hochbetrieb, da alle Speisen frisch vor Ort zubereitet werden. Das schmeckt man – etwa bei der Vorspeisenplatte mit Frühlingsrollen, Crevetten-Tempura und Papayasalat Som Tam. Knackiges Gemüse und knusprige Panade, pikante Erdnuss- und süssliche Chili-Sauce treffen bei diesem gelungenen Auftakt aufeinander. Der scharf-saure Salat ist mit grünen Bohnen, Karottenstreifen und gerösteten Erdnüssen angereichert, die typische Fischsauce bleibt angenehm im Hintergrund. Aufpassen sollte man bei der Angabe des Schärfegrads: Die Tom-Yam-Suppe ist eine Geschmacksbombe, feuert aber so richtig. Milder ist das Panaeng-Curry, im goldenen Pfännchen über einem Rechaud serviert. Es überzeugt mit feinen Aromen und einer ausgewogenen Schärfe. Wie alle Gerichte ist auch der Klassiker Pad Thai hübsch angerichtet: Das authentisch zubereitete Nudelgericht liegt in einem Bambuskörbchen, daneben geschickt geschnitztes Gemüse. Zu trinken gibt es nicht nur thailändisches Bier, sondern auch eine Auswahl an Schaffhauser Wein – ein kühler Blauburgunder-Rosé passt bestens. Genesung für allenfalls von Schärfe geplagte Gaumen bringt die erfrischende Ananas-Glace, die stilecht in der ausgehöhlten Frucht daherkommt. Fazit: ein Geheimtipp, den es sich zu merken gilt.
Ein Lokal Asian Soulfood zu nennen, ist verwegen, denn Asien besitzt unendlich viele kulinarische Kulturen. Bei Küchenchef Ton geht es eher thailändisch zu, aber auch China hat Spuren auf der Speisekarte hinterlassen. Crêpe Suzette zu essen, ist nicht stilecht, aber ratsam.
Zur schönen Aussicht, welche den Namen des Restaurants inspiriert hat, gibt es im Restaurant eine hervorragende Küche zu geniessen. Ob mittags zum Businesslunch oder Fleisch vom Grill oder zu mediterranem Fine Dining zum Abendessen, hier fühlt sich der Gast rundum wohl.
Die Chasa Chalavaina, erstmals 1254 als Herberge erwähnt, wurde behutsam renoviert und glänzt heute als historisches Hotel. In der Gaststube trifft kreative Regionalküche auf antikes Flair – mit selbst gesammelten und gepflückten oder lokal gekauften Zutaten.
Im eleganten Schlössli geht es traditionell zu und her, jedoch nicht ohne Finesse. Auf der Karte findet man regionale Köstlichkeiten und solche von etwas weiter her. Dazu lagern im Weinkeller besondere Trouvaillen aus allen Schweizer Regionen und aus dem Ausland.
Klingler's in Zürich präsentiert italienische Küche mit einem modernen, städtischen Anspruch. Sehr gute Zutaten und eine aufmerksame Zubereitung stehen im Vordergrund. Die Stimmung ist elegant und lebendig – ein Ort für alle, die italienisches Essen ernst nehmen.
Die idyllische Terrasse an der Kleinbasler Rheinpromenade ist bekannt, allerdings lohnt sich der Besuch im «Krafft» auch bei schlechtem Wetter. Seit dem 19. Jahrhundert kehren Gäste ein, das Haus hat viel seines historischen Glanzes bewahrt. Der sympathische Service bringt gleich nach dem Platzieren einen antiken Servierwagen mit einer Auswahl an Apéro-Getränken an den Tisch. Zum Glas Champagner wird ein warmes Sauerteigbrötchen mit aromatisierter Butter gereicht. Die Speisekarte ist recht klein gehalten, es gibt klassische französische Küche mit modernen Touches, darunter zwei Grosses Pièces: ein Côte de Boeuf und eine Seezunge Meunière. Abenteuerliche Gäste können auch ein drei- oder viergängiges Überraschungsmenu wählen. Wir bestellen je eine Vorspeise und einen Hauptgang und beginnen mit einem Rindstatar, kräftig gewürzt mit Eigelb, Gruyère und Pickles sowie Lauch mit Vinaigrette und hartgekochtem Ei. Es schmeckt beides klassisch und bodenständig. Zum Hauptgang bekommen wir gedämpften Wolfsbarsch mit einem Ragout aus grünen Spargeln, Morcheln und Krautstielen und weisse Spargeln mit Estragon-Beurre-blanc und zwei pochierten Eiern. Wir sind auch hier zufrieden, handwerklich gibt es nichts zu beanstanden, die Portionen sind ebenfalls sehr gut bemessen. Die Auswahl vom Käsewagen müssen wir deswegen überspringen, vermögen aber noch, ein Dessert zu teilen: Es gibt eine Crème anglaise mit Rhabarber und Erdbeerglace. Ein Abschluss, der in seiner Einfachheit Kindheitserinnerungen weckt und uns sehr gefällt. Es war ein stimmiger Abend im Restaurant «Krafft», das Fans der klassischen Küche glücklich machen wird.
Im ersten Stock des Mövenpick Hotels liegt das Puro. Die Küche verbindet Südamerika und Asien, gekocht wird oft mit Produkten aus der Region. Ceviche, Sushi und Fleisch vom Robata-Grill kommen als einzelne Teller oder zum Teilen. Angenehme Stimmung und wachsamer Service.
Im malerischen Emmental wird im romantischen Hotel Bären elegante Schweizer Küche zelebriert. Das Küchenteam der Gastgeberfamilie Beduhn kreiert aus regionalen Produkten klassische Gerichte oder erfindet gern neue Kreationen, auch für Vegetarier und Veganerinnen.