Übernachtungsmöglichkeit – Restaurants in der Schweiz
Im prunkvollen Grandhotel Les Trois Rois begeistert das Cheval Blanc mit französischer Haute Cuisine voller Klarheit und Finesse – verfeinert mit mediterranen und asiatischen Nuancen. Die Küche ist auf höchstem Niveau – ein kulinarisches Königserlebnis!
Dieses romantische Schloss ist der siebte Himmel für Gourmets. Hier lässt man die Seele baumeln und sich von Kochikone Andreas Caminada und seinem Team kulinarisch verwöhnen. Er zeigt immer wieder, dass Gourmetküche auch ohne exotische Zutaten hervorragend funktioniert.
Ein Besuch im Memories ist immer ein Erlebnis. Sven Wassmers Kochkunst vereint regionale Traditionen und beste Zutaten zu einer köstlichen Gourmetküche ohne Chichi. Die hervorragende Weinbegleitung von Amanda Wassmer Bulgin schafft eine vierte Dimension des Genusses.
Vielleicht ist es der Steinbutt mit den Erbsen. Beide Komponenten sind auf Binchotan-Kohle gegrillt, eine Dashi-Nage mit Vin Jaune setzt den glasigen Turbot unfassbar schön in Szene, Finger-limes verleihen ihm einen Frischekick. Ja, vielleicht ist es der beste Gang des Abends. Auf alle Fälle steht er exemplarisch für die Zwillings-Idee in der «Chedi»-Küche: französische Basis, japanisches Gewand. Die Handschrift von Dominik Sato und Fabio Toffolon ist nach bald drei Jahren durchs gesamte Menu erkennbar. Auch beim Dessert von Yoshiko Sato: Trauben-Ingwer-Sorbet, ein Sud aus Trauben und Jasmintee, Yuzu-Amazake-Perlen und dazu ein luftig-seidiges Tofu-Soufflé. Das Duo hat an kleinsten Stellschrauben geschraubt – mit grosser Wirkung. Beispiel: Acht Gramm vom Bauch des Balfego-Tuna und zwölf Gramm vom Rücken sind es, die zum Start des Menus an Ponzu- und Shiso-Vinaigrette unter den Rettichscheibchen liegen. So wirke der Tuna nicht zu fettig. All dies erfährt der Gast höchstens auf Nachfrage, eigentlich soll dieser einfach nur geniessen. Neueste Waffe im «The Japanese»: Mit Luis Pedro De Almeida Cambra ist endlich ein Sommelier am Werk, der beim Einkauf der Weine ein Mitspracherecht geniesst. Was dieser an Wein, selbst gebrautem Tee und Sake zückt, passt zu den Gerichten ebenso wie das japanisch-minimalistische Interieur. Okay, vielleicht ist doch der gebratene Kaisergranat an Miso-Hollandaise, mit Krustentierschaum und Kaffirlimettenabrieb – ein Signature Dish von Sato und Toffolon – das Highlight des Abends. Den muss man zum Menu dazu bestellen. Richtig, man muss.
Saisonalität, nur beste Produkte, das Handwerk und das Flair für perfekte geschmackliche und ästhetische Kompositionen zeichnen Franck Giovannini und seine Equipe aus. Die hervorragende Weinkarte, das elegante Ambiente und der perfekte Service komplettieren den Genuss.
Die erste Überraschung gibt es gleich bei der Begrüssung: Stefan Heile-mann hat einen neuen Gastgeber für das Zürcher «Widder Restaurant» ver-pflichtet. Und was für einen. Ansgar Fischer arbeitete lange Zeit im legendären Drei-Sterner «Schwarzwaldstube» in Baiers-bronn, davon mehrere Jahre gemeinsam mit Stefan Heilemann. Mit Fischer hat Heile-mann einen wahren Glücksgriff gemacht: Nonchalanter wurden wir nämlich vielleicht noch nie durch ein Menu begleitet. Auch die Weinbegleitung aus der Feder von Connor Münster, der ebenfalls neu im «Widder Restaurant» ist, begeistert uns. Zumal er gar nicht vor Ort war, sein Team ihn aber mehr als würdig vertreten und seine Ideen perfekt transportiert hat. Ein absolutes Highlight: der Schoenenbourg Grand Cru von Trapet zum Gambero Rosso di Mazara auf Kopfsalat, Thai Salsa und Kaffir-Limette. Geht nicht besser, nur anders. Genau wie der Heilemann-Klassiker zur Einstimmung zuvor: Bao Bun mit französischer Freilandente, Entenleber und knuspriger Haut. Nach schmackhaftem weissen Spargel mit Morcheln, Erbsen und Périgord Trüffel folgt perfekt gegarte Rotbarbe mit Muscheln von der Algarve, Artischocke, Sauce Rouille und Sherryessig- Escabèche. Fleischgänge finden wir sonst häufig überflüssig. Von Heilemanns Schweizer Wagyu-Rind mit Blumenkohl, Rindermark und Liebstöckel hätten wir aber gerne einen Nachschlag. Dann läuft Pâtissier André Siedl zur Höchstform auf: Erdbeeren vom Schlattgut Herrliberg mit Felchlin-Opus- Blanc-Schokolade, Weizengras und Heumilch. Auch das: Next-«Widder»-Level!
Ein wunderbares Fine-Dining-Erlebnis dürfen die Gäste der eleganten Taverne zum Schäfli geniessen. Küchenchef Christian Kuchler verarbeitet erlesene Zutaten zu himmlischen Kreationen. Die Basis der Gerichte ist klassisch, sie sind aber gespickt mit kreativen Noten.
Das Spitzenrestaurant im Fünf-Sterne-Haus The Dolder Grand überzeugt rundum: mit der Aussicht über die Stadt, dem eleganten Ambiente, dem äusserst aufmerksamen Service, der ausgesuchten Getränkekarte und den feinen Kreationen aus der Feder des Spitzenkochs Heiko Nieder.
In der oberen Etage des Hotels Einstein entfalten präzise thematisierte Fine‑Dining-Menüs mit vier bis sechs Gängen pure Eleganz. Die Küche verzichtet auf Effekthascherei und die Weinauswahl aus dem Gewölbeweinkeller liefert grosse Namen, aber auch spannende Überraschungen.
Der Sellerie im «7132 Silver» – da war doch mal was … Schon Vorgänger Mitja Birlo verblüffte mit diesem unscheinbaren Gemüse die Gäste im Zweisterne-Restaurant des «7132 Hotels» in Vals. Nachfolger Marcel Koolen tut es ihm gleich. Jedoch in einem Thai-Gericht. Aber dazu später. Wir starten mit einem Glas Cristal 2015 in der Küche. Dabei sticht ein Snack hervor: die Frikandel, ein Gruss an die niederländische Heimat des Chefs. Anstelle der frittierten Wurst setzt Koolen auf Rauchaal und – damit das Häppchen nicht zu intensiv wird – Wolfsbarsch, getoppt von eingelegten Zwiebeln, einer Dill-Emulsion, in Yuzu gepickeltem Kohlrabi und Kristal-Kaviar. Mehrmals im Menü lebt der Chef sein Faible für die asiatische Küche aus, wie etwa beim zwei Stunden lang gegarten Sellerie. Anschliessend glasiert er diesen mit einer Reduktion aus Soja, Agave sowie geröstetem Knoblauch, Chili und Sternanis. Eine Emulsion aus jenem Öl, in dem er davor die drei letztgenannten Zutaten röstete, verstärkt den Geschmack. Darüber: ein Sellerie-Chip an Five-Spice-Würze. Und Karottensalat, angelehnt an einen klassischen Thai-Papaya-Salat, und eine leichte Sauce auf Basis von Kokosmilch und Zitronengras. Erdige, süssliche Noten, Frische und Säure, zitrischer Kick durch Galgant-Öl und Fingerlime – ein Wahnsinnsgericht! Zwei Highlights neben dem perfekt gegarten Hummer und der Bisque aus der geräucherten Hummermousse: das frittierte Bällchen, gefüllt mit einem Ragout aus den Hummerscheren, und die Hummerschale, die Koolen zum kunstvollen Präsentierteller umbastelt.
Das focus ATELIER gehört zu den besten Restaurants der Zentralschweiz. Signature-Gerichte wie Entenleber-Eis, Taube in Albufera‑Sauce oder Schwertmuschel mit Dashi‑Walnuss‑Beurre-blanc – neben diesem kulinarischen Kunstwerk wird der Vierwaldstättersee zur Nebensache.
L'Atelier Robuchon bringt Haute Cuisine an den Counter – direkt am Genfersee, im vornehmen The Woodward Geneva. Die offene Küche wird zur Bühne, gekocht wird präzise, mit Leichtigkeit und Tiefgang. Ganz nach der Philosophie der namensgebenden Kochlegende Joël Robuchon.
Marco Campanella kocht im La Brezza so eigenständig wie souverän. Seine Menüs – «Ispirazione» oder das pflanzliche «Moving Mountains» – sind durchdacht und voller Charakter. Beeindruckend, wie es Campanella gelingt, im jungen Alter eine so klare Handschrift zu zeigen.
Gut drei Jahre ist es her, dass James Baron und seine Frau Natacha die Leitung der «Krone Säumerei am Inn» in La Punt übernommen haben. Ein schmuckes, modernes Hotel inmitten der Engadiner Bergwelt mit rund 20 Zimmern in einem renovierten Bauernhaus aus dem 16. Jahrhundert. Ruhesuchenden Gourmets sei es empfohlen, hier zu übernachten, denn besser und erholsamer geschlafen haben wir selten irgendwo auf der Welt. Dem Konzept der hauseigenen Gourmet-Stube «La Chavallera», die erstklassige Produkte aus der Umgebung in den Fokus stellt, bleibt Baron bis heute treu. Einiges gedeiht im hauseigenen Garten, den man mit dem Alpenkulinarikspezialisten Dominik Flammer angelegt hat. Die Pflanzen, die hier gedeihen, wurden so ausgewählt, dass sie mit der verkürzten Vegetationsperiode auf etwa 1.600 Metern zurechtkommen. Darunter auch Szechuanpfeffer, in den Baron das zarte Lamm hüllt, das mit Brokkoli serviert wird – ein perfekter Fleischgang. Serviert werden auch Baron-Klassiker wie der erfrischende, elegante Saibling mit Radieschen und Kopfsalat oder Birnenravioli mit brauner Butter und Salbei. Letzteres leicht süsslich, ein absolutes Comfort-Dish. Genauso wie das Weisswurst-Amuse mit Brezeleis, von dem wir eine grosse Portion hätten essen können. Der Rotbarbe stiehlt die dazu servierte Zucchettiblüte die Show. Ein vermeintlich einfaches Produkt, das in Barons Händen zu einer Geschmacksexplosion wird. Auf der Weinkarte finden sich neben Weinen aus Frankreich und Italien zahlreiche Crus aus der Bündner Herrschaft, und der Service ist unglaubich herzlich. Tipp: Gegenüber von der «Krone» haben die Barons kürzlich das «Fö e Flamma dal Barun» eröffnet – eine hervorragende Bäckerei mit Beiz.
In der Locanda Barbarossa wird aus dem Vollen geschöpft. Hier werden die Vielfalt und Exzellenz der Tessiner Produkte gefeiert, ergänzt mit auserlesenen internationalen Spezialitäten. Das schafft Raum für eine kreative Küche, die Gaumenschmaus und Augenweide zugleich ist.
Auf über 1000 Meter und mit Blick über den Bodensee begeistert das Gasthaus zum Gupf mit regionaler Gourmetküche – präzise, leicht und herzlich. In stilvoller Holzstube oder auf der sonnigen Terrasse geniesst man ausgewählte Weine aus dem beeindruckenden Weinkeller.
Nun, hervorragend war das «Igniv» im «Grand Resort Bad Ragaz» schon immer. Doch jetzt hat Joel Ellenberger, seit zwei Jahren der Küchenchef, dem Sharing-Konzept von Andreas Caminada seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Frische, Säure, Abwechslung und eine gehörige Portion Mut machen seinen Stil aus. Forelle mit grüner Mango. Makrele an Sanddorn und Kaviar – verblüffend, wie der Zürcher den Spagat zwischen der fruchtigen Säure und dem jodig-salzigen Korn schafft. Alles eine Frage der Balance für den talentierten Chef. Das brillante Pairing dazu: Sauvignon Blanc «Privat» 2019 vom südsteirischen Weingut Gross, ein rares Weinmonument, das nur in den besten Jahren gekeltert wird. Rinderzungensülze mit Bohnensalat – ein deftiger, bayerischer Landhaus-Klassiker wird zum filigranen Gourmetgericht. Beim panierten Blumenkohl an Miso-Hollandaise weiss der Kenner gleich: Da baut Ellenberger einen Schauenstein-Klassiker ins Menu ein! In die Beurre blanc, die Heilbutt mit Bohnen begleitet, würde man am liebsten eintauchen. Da bleibt kein Tropfen im Teller. Beim Dessert ist auf Patissière Lisa Oestreich Verlass: Das Tonkabohnensoufflé ist ein Gedicht, das Kirschsorbet zum armen Ritter mit Mohn genauso. Bei der Weinbegleitung lässt sich Lorenz Tesar spannende Spielereien einfallen: Der Blindvergleich der 2018er Bündner Pinot Noirs von Gantenbein und Möhr-Nigglis Pilgrim – beide aus der Grossflasche – ist spektakulär. Der klare Sieger heisst: Lassen Sie sich überraschen. Ja, Ellenberger klettert gerade grossen Schritts die imaginäre Rangliste der Schweizer Spitzenköche empor. Viel mehr Spass und Genuss zum Teilen geht nicht.
In dem ehemaligen Kapellenraum unter der Erde trifft alpine Ruhe auf kreative Fine-Dining-Magie. Ein Zwei-Sterne-Tastingmenü mit Fokus auf saisonale Aromenkunst sorgt für Feuerwerke auf dem Teller. Puristisch, elegant – spektakulär im Engadiner Style.
Küchenchef Martin Göschel setzt in seiner alpinen Küche ausschliesslich auf Schweizer Proteine. Das ist keinesfalls einschränkend, sondern schärft die Sinne der Gäste für das Wesentliche: nachhaltige Gourmetküche auf höchstem Niveau in einem ruhigen, eleganten Ambiente.
Ausgezeichnet ist hier nicht nur die Küche, auch das Panorama kann punkten: Im Da Vittorio trifft italienische Spitzenküche auf alpinen Luxus. Klassiker wie Paccheri alla Vittorio und Maialino da latte con tartufo kommen kunstvoll angerichtet auf den Teller.