Naturwunder, Asien-Magie und viel Pho: Vietnam
Vietnam verführt mit weit mehr als Pho: mit einer vielfältigen Küche, pulsierenden Städten und einer traumhaften Landschaft voller Kontraste.
An Pho gibt es in Vietnam kein Vorbeikommen! Die Nationalsuppe ist schliesslich Kulturgut mit einer harmonischen Komposition aus herzhafter Bouillon, Reisnudeln und, ganz klassisch, Rindfleisch. Es gibt sie in unzähligen, individuellen Varianten und sie begegnet einem überall – und trotzdem leben die Einheimischen natürlich nicht von Pho allein. Vom deftigen Reiscrêpe Bánh xèo bis zu Bún Chả, grilliertem Schweinefleisch mit Reisnudeln, kann man sich auf einer Reise in dem südostasiatischen Land durch die vielen typischen Spezialitäten probieren – vom endlosen Angebot der Strassenküchen bis hin zu Restaurants auf Michelin-Niveau wie dem «Tầm Vị» in der Hauptstadt Hanoi oder dem «Ănăn Saigon» in Ho-Chi-Minh-Stadt (jeweils ein Michelin-Stern).
Auch das Land selbst fasziniert mit aufregenden Kontrasten – von Bergen bis zu Stränden, von Tempelanlagen wie den Cham-Tempeln in My Son bis zur Basilika Notre-Dame in Ho-Chi-Minh-Stadt. Den modernen Grossstadtalltag erlebt man als aufregend-lebendiges Durcheinander zwischen Hochhäusern und historischen Gebäuden, das begleitet wird vom Hupen und Knattern der Mopeds, die wichtigstes und allgegenwärtiges Fortbewegungsmittel sind. Bunt, strahlend und magisch hingegen ist das monatliche Laternenfest im Hafenstädtchen Hội An.
Neben jahrtausendealter Kultur und der Erinnerung an den Vietnamkrieg ist auch ein Kolonialerbe in die DNA Vietnams eingewoben. Das ist vielerorts in der Architektur sichtbar – auch in Hotels wie dem «Sofitel Legend Metropole Hanoi», das 1901 im französischen Kolonialstil in der Altstadt eröffnet wurde. Eine elegante Zeitreise! Die Besatzungsmächte China und Frankreich hatten ausserdem Einfluss auf die Landesküche. Bis heute bekommt man gutes Baguette in Vietnam. Bestrichen mit Terrine und gefüllt mit Rindfleisch wird es zum beliebten Streetfood, dem Sandwich Bánh Mì. Zudem brachten die Franzosen den Kaffee nach Vietnam. Daraus entstand eine starke Kaffeekultur, zu der eine Besonderheit gehört: der «Egg Coffee» mit süssem Eigelbschaum.
Nicht zuletzt verschlägt einem auch die Natur den Atem. Ganz gleich, ob es sich um die majestätische Halong-Bucht mit zahllosen, grün bewachsenen Kalksteininseln oder das Mekongdelta handelt. Bei Sapa im Nordwesten beeindrucken die smaragdgrünen Reisterrassen und der Fansipan-Gipfel. Im Winter kann es dort allerdings verhältnismässig kalt werden. Daher sollte man bei der Reiseplanung nicht vergessen: Vietnam hat drei Klimazonen, die sich stark voneinander unterscheiden. Während der Norden ein subtropisches Klima mit vier Jahreszeiten hat, herrscht in Zentralvietnam tropisches Monsunklima mit starken Regenfällen im Sommer. Der Süden hingegen hat über das ganze Jahr hinweg das tropische Klima mit hohen Temperaturen, die viele wahrscheinlich mit dem Land verbinden.