Welches Menü wurde den Stars auf der Met Gala 2026 aufgetischt?
Am ersten Montag im Mai richtet sich die Aufmerksamkeit der Modewelt auf ein einziges Ereignis: die Met Gala. Wie Mode in Geschmack übersetzt werden kann, zeigte das diesjährige Menü, das Stars wie Nicole Kidman oder Beyoncé verspeisten.
Ursprünglich als Benefizveranstaltung für das »Costume Institute des Metropolitan Museum of Art« gegründet, hat sich die Met Gala längst zu einem der exklusivsten Termine der Modewelt entwickelt. Anna Wintour, Chefredakteurin der Vogue und Gastgeberin, gibt extra jedes Jahr ein Thema sowie die Kleiderordnung vor und setzt damit den Rahmen für Spendengala und Ausstellungseröffnung. 2026 stand das Event unter dem Motto »Costume Art« – und der Frage, wie Mode als Kunst gelesen und verstanden werden kann.
Während also draußen Kameras blitzten und die Stars in ihren kunstvollsten Roben abgelichtet wurden, entfaltete sich im Inneren des Metropolitan Museum of Art eine zweite Inszenierung: das Dinner. Natürlich hatte die Gastgeberin ebenso bei der Wahl der Speisen ein Wörtchen mitzureden. Wie es die Gerüchteküche so will, soll Anna Wintour sowohl Knoblauch, Zwiebeln als auch Schnittlauch untersagen. Ausgerechnet jene Zutaten, die wahre Geschmacksgeber sind.
Stoff für den Gaumen
Der besonderen Herausforderung, sowohl dem Motto als auch den Einschränkungen an Zutaten gerecht zu werden, stellte sich 2026 »Olivier Cheng Catering«. Entstanden ist ein beeindruckendes Menü, das einer klaren Dramaturgie aus drei Gängen folgt:
Der erste Gang widmete sich »dem Garten«. Serviert wurde eine Burrata mit grünem Tomatensalat, ergänzt durch Noten von Holunderblüte und Stachelbeere. Der Auftakt sollte den Gedanken von Wachstum und Natur aufgreifen. Der Hauptgang setzte einen etwas kräftigeren Kontrast und nannte sich »die Statur«. Hierfür stand ein Lammkarree im Mittelpunkt, begleitet von Morchel-Panna-Cotta, Gnocchi und Frühlingsgemüse.
Ein Teller wird zum Catwalk
Am deutlichsten aber vermittelte das Dessert namens »Silhouette« die Verbindung zur Ausstellung. Drei unterschiedliche Kreationen nahmen Bezug auf Kleidungsstücke, die Teil der Schau sind und von Anna Wintour sowie dem Kurator des Museums, Andrew Bolton, auserwählt wurden. Ein Dessert aus Himbeere und Schokolade erinnerte an ein Design von Alexander McQueen, während eine Pavlova mit Passionsfrucht Elemente eines Looks von Robert Wun aufgriff. Ergänzt wurde das Trio durch eine Komposition aus weißer Schokolade und Mokka, inspiriert von Christian Dior.
Dass die Kreationen fast zu hübsch aussahen, um sie zu verspeisen, war der einzige Wermutstropfen des Dinners. Leider konnten die geladenen Gäste selbst kein Foto als Andenken an das Menü schießen. Denn ebenso wie Schnittlauch sind auch Handys von Anna Wintour in der Event-Location strengstens untersagt. Andererseits: Können Sie sich vorstellen, wie Stanley Tucci oder Hugh Jackman ein Dinner-Selfie von sich schießen?