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© Twiliner / Remo Vettori

Schweizer Schlafbus-Start-up fährt erste Routen

Städtereise
Europa
Nachhaltigkeit

Seit Anfang Dezember 2025 ist das Schweizer Start-up »Twiliner« mit ersten Nachtbuslinien in Europa unterwegs. Die neuen Verbindungen ab Zürich nach Amsterdam und Barcelona setzen auf Schlafmöglichkeiten im Liegen.

Das Schweizer Start-up »Twiliner« nimmt seinen regulären Betrieb auf. Seit 3. Dezember 2025 rollen die ersten Luxus-Nachtbusse durch Europa. Das neue Konzept ermöglicht Nachtfahrten bequem im Liegen und soll eine ökologische Alternative zum Fliegen darstellen.

Routen ab Zürich

Los ging es mit den Routen Zürich über Basel, Luxemburg, Brüssel und Rotterdam nach Amsterdam (Fahrtdauer: circa 12 Stunden und 45 Minuten) und Zürich über Bern und Girona nach Barcelona (etwas 14 Stunden und 15 Minuten). Auf beiden Linien sind zunächst drei Verbindungen pro Woche vorgesehen, wie »Twiliner« dem Branchenmagazin Travelnews mitteilte. Die Ticketpreise folgen einem dynamischen Modell und beginnen bei 150 Schweizer Franken pro Strecke.

Schlafen wie im Liegewagen

Was »Twiliner« von bestehenden Nachtbus-Angeboten unterscheidet, ist vor allem das neu entwickelte Sitzkonzept. Passagiere können – bequem im Liegen schlafend – an die gewünschte Destination reisen. Herzstück ist dabei ein innovatives Rückhaltesystem, das Passagiere in einer Art Schlafsack in horizontaler Position schützt. Die Sitze selbst lassen sich per Knopfdruck in drei Stufen verstellen – aufrecht, geneigt oder vollständig flach.

Komfort für Reisende

Damit sieht sich »Twiliner« als Alternative zu Nachtzügen und Kurzstreckenflügen: komfortabel wie Business Class, aber klimafreundlicher und oft flexibler. An Bord erhalten alle Reisenden eine Ausstattungstasche mit Bett- und Kissenanzug, Steppdecke, WLAN-Zugangskarte und Abfallsack. Auf ein warmes Menü mit Service verzichtet das Unternehmen, Snacks und Getränke werden jedoch angeboten.

Pläne für die kommenden Jahre

»Twiliner verbindet den Business-Class-Komfort des Fliegens mit der Nachhaltigkeit des Nachtzugs«, sagte CEO Bortolani der Travelnews. »Wir schliessen damit eine Lücke für alle, die umweltbewusst und ausgeruht durch Europa reisen möchten.« Die ersten beiden Linien seien erst der Anfang.

Für 2027 stellt das Start-up bereits weitere Routen in Aussicht – unter anderem nach Rom, Cannes oder San Sebastián.

© Twiliner / Remo Vettori
Travel-Redaktion
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