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Darum erobern Mini-Drinks gerade Cocktailwelt und Barszene

Cocktail
Longdrink

Der Alkoholkonsum befindet sich momentan auf niedrigem Niveau – sogenannte »ein-Schluck-Cocktails« kommen dagegen allerdings gut an.

Genießen und bewusster trinken oder den Konsum sogar ganz reduzieren – das waren bisher die zentralen Gedanken hinter Initiativen wie »Dry January« oder »Sober October«. Doch mittlerweile sind diese Vorsätze weit mehr als nur vorübergehende Monatstrends. Sie spiegeln ein dauerhaftes Umdenken im Umgang mit Alkohol wider. Dieses veränderte Bewusstsein zeigt sich zunehmend in der Wein- und Spirituosenproduktion sowie in der Bar-Szene.

Immer öfter greifen Menschen zu alkoholfreien Alternativen wie Proxy-Getränken oder Mocktails, oder sie entscheiden sich einfach dafür, an einem Abend weniger zu trinken. Während manche Bars versuchen da mitzugehen, indem sie immer mehr alkoholfreie Angebote anbieten, hat das neue Trinkverhalten auch im englischsprachigen Raum zum Umdenken angeregt. Das Ergebnis sind die sogenannten »Mini-Cocktails«.

Klein aber fein

Hinter dem Namen stecken in der Tat klassische Cocktails, aber im Mini-Format. Kleine Drinks, die von einem schnellen Shot bis hin zu ein paar Schlücken reichen, haben sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil auf den Getränkekarten einiger Bars etabliert.

Einzelne Cocktails als »Shot« schön und gut aber »Ein-Schluck-Cocktails«? Wenn man englischsprachigen Medien glauben darf, sind die Mini-Drinks sowohl in den USA als auch in England im Kommen. Aber nicht nur das veränderte Konsumverhalten könnte der Grund dahinter sein, auch die momentane Wirtschaftslage und die Kosten der Getränke haben eine Rolle in der Verkleinerung der Cocktails gespielt.

Im 100ml Format

In der »Rita's Bar« im Londoner Stadtteil Soho werden Mini-Martinis angeboten, die etwa 100 ml fassen und in nur wenigen Schlucken getrunken werden können. Diese kleinen Drinks werden trotzdem mit der passenden Garnitur serviert, die aus einer Kombination aus Oliven, Blauschimmelkäse, Sardellen und Jalapeños besteht. In gewisser Weise könnte man sagen, dass die Generation Z mit ihrem veränderten Trinkverhalten den traditionellen Shot nicht nur wieder größer, sondern ihm einen kleinen Twist verpasst hat.

Redaktion
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