Den kannst du nicht ablehnen! Die Geschichte des Godfather Cocktails
Der Godfather Cocktail ist so etwas wie der still schweigende Gentleman unter den Drinks – stark, schlicht und mit einem Hauch Mafia-Romantik. Seine Geschichte ist ein bisschen geheimnisvoll, seine Zutatenliste kurz und sein Geschmack intensiv.
Der »Godfather« Cocktail ist einer dieser Drinks, der mit wenigen Zutaten viel Charakter beweist – ganz so wie sein mutmaßlicher Namensgeber: Don Vito Corleone. Auch wenn die Ursprünge des Cocktails im Nebel der 1970er verschwimmen, ist der Zusammenhang mit dem Filmklassiker »The Godfather« von 1972 kaum zu leugnen. Der Drink wurde populär, als Marlon Brando als Mafiapate weltweit die Kinos füllte und als Scotch auf Eis zum Symbol von Männlichkeit und Stil wurde. Viele Barkeeper begannen damals, Cocktails nach berühmten Figuren oder Szenen zu benennen. So entstand wohl auch der »Godfather« – schlicht, stilvoll und mit einem Hauch mafiöser Mystik.
Marlon Brando selbst trank angeblich gerne Amaretto, was die Verbindung noch glaubhafter macht – auch wenn es keine gesicherte Quelle für seine Liebe zu diesem Cocktail gibt. Der Mythos lebt jedoch weiter, besonders durch das Image, das der Drink verkörpert: maskulin, geheimnisvoll, etwas düster, aber mit Stil. Das Rezept ist dabei recht simpel: Scotch Whisky und Amaretto in einem Verhältnis von etwa 2:1 – direkt auf Eis im Tumbler serviert. Der Scotch sorgt für Tiefe und Würze, während der Amaretto eine süß-nussige Note beisteuert. Kein Schütteln, kein Schnickschnack – ein Drink wie ein Handschlag im Hinterzimmer: fest, ehrlich und unverkennbar. Der »Godfather« ist damit kein Partydrink, sondern ein Statement. Er passt zu einem ruhigen Abend, zu einem guten Gespräch. Seine Einfachheit macht ihn zeitlos, seine Tiefe macht ihn besonders.
Der »Godfather«
Wie jeder gute Klassiker hat auch der »Godfather« einige Varianten. Der »Godmother« ersetzt den Scotch durch Wodka, der »Godchild« basiert auf Cognac. Und wer es etwas moderner mag, wagt sich an eine »Smoky Godfather«-Variante mit torfigem Islay-Whisky.