Das sind die 50 besten Bars Europas
Wo gibt es die besten Drinks Europas? Die neue Liste von »50 Best« gibt darauf eine Antwort. Auch Deutschland, Österreich und die Schweiz sind vertreten.
Europas Barszene hat ein neues Machtzentrum – und es liegt, wenig überraschend, wieder einmal zwischen klassischer Cocktailschule und radikaler Experimentierfreude. Mit der Premiere der »Europe’s 50 Best Bars 2026« wurde in Amsterdam erstmals ein eigenständiges Ranking der besten Bars des Kontinents vorgestellt. An der Spitze: die Athener Bar »Line«.
Fermentation statt Feuerwerk
Sie steht exemplarisch für einen Ansatz, der aktuell in vielen europäischen Bars an Bedeutung gewinnt: die konsequente Arbeit mit eigenen Produkten. Statt klassischer Bar-Bausteine setzt das Konzept auf fermentierte Getränke, hausgemachte Weine und selbst entwickelte Zutaten, die direkt in die Cocktails einfließen. Die Bar bewegt sich damit klar in Richtung einer produktionsnahen Barkultur, in der die Grenze zwischen Bar und eigener Herstellung zunehmend verschwimmt.
Die Liste umfasst Bars aus 22 europäischen Städten und zeigt eine deutliche Ballung in den großen Zentren. Besonders stark vertreten sind London, Paris, Barcelona, Athen und Mailand, die gemeinsam einen erheblichen Teil der Top 50 stellen. Hinter der Bar »Line« folgt auf Platz 2 »The Bar in Front of the Bar«, ebenfalls in Athen. Platz 3 geht an »Sips« in Barcelona, Platz 4 an »Himkok« in Oslo und Platz 5 an die »Bar Nouveau« in Paris.
Berlin, Zürich und Innsbruck im Ranking
Auch der DACH-Raum ist im neuen Ranking klar vertreten: »Wax On« aus Berlin erreicht Platz 17 und wird als »Best Bar in Germany« ausgezeichnet. Die Bar arbeitet mit einem reduzierten, präzisen Ansatz, der stark über Technik, Produktfokus und eine klare Formensprache definiert ist. »Late Bloomers« aus Zürich folgt auf Platz 44 und steht für eine bewusst unaufgeregte Barhaltung, die ohne große Gesten auskommt und auf Kontinuität setzt. »Dunlin« aus Innsbruck landet auf dem »letzten« Platz als beste Bar Österreichs – ein Einstieg, der die zunehmende internationale Sichtbarkeit der österreichischen Barszene unterstreicht.
Neben den bekannten Metropolen tauchen auch Bars aus Tirana, Krakau, Prag, Stockholm und Kopenhagen im Ranking auf. Diese Verteilung zeigt, dass sich die europäische Barszene geografisch weiter öffnet und nicht mehr ausschließlich über klassische Barhauptstädte definiert wird. Gleichzeitig bleibt die Spitze klar in wenigen Städten konzentriert, die das stilistische und konzeptionelle Tempo vorgeben.