Neueröffnung in Hamburg: Vier »Elemente« über der Hansestadt
Vor einem Jahr eröffnete Hamburgs neues Shoppingviertel Westfield Überseequartier. Jetzt geht am 30. April auch das Restaurant »Elemente« an prominenter Stelle endlich an den Start. Und das gleich mit mehreren Superlativen.
Mit 1300 Quadratmeter direkt an der Waterfront trumpft das Restaurant »Elemente« in der ersten Reihe des neuen Shoppingviertels auf. Drei Terrassen öffnen die Fläche zur Elbe – und zu den Kreuzfahrtschiffen, die direkt vor der Fensterfront anlegen. Mit besten Aussichten auf Genuss. Im Innern tauchen die Gäste in eine üppig wuchernde Grün-Szenerie. Dazu ein fast 360 Grad Rundumblick über den Hafen und hinüber zur Innenstadt, wie man ihn bisher noch nie genießen konnte. Und das aus dem 13. Stock, dort wo auch die »AirBar 13« des Restaurants – im Sommer – eröffnen wird.
Damit überrascht Hamburgs Gastroszene schon wieder mit einer spektakulären Neueröffnung. Denn nicht nur das vom Londoner Architekturbüro Robert Angeli entworfene Interior flirrt, sondern auch die Küche: Feuer, Wasser, Erde, Luft – die vier Elemente bestimmen das Handwerk der 17 Küchenkünstler und schaffen das kulinarische Gerüst und eine Struktur, die Techniken und Aromen Lateinamerikas in ein genussvolles Gesamtkonzept führt.
Ganz in seinem Element
Feuer steht dabei für die südamerikanische Grillkunst, die im »Elemente« auf norddeutsche Räuchertechniken trifft: im Onglet Milanesa – einem zarten Stück Rundfleisch oder im 48-Stunden geschmorten Short Rib, die mit Tortillas, Guacamole und eingelegten Chilis serviert werden. Wasser verbindet die maritime Tradition der Hansestadt mit den Fischmärkten in Lima, Valparaíso und Montevideo – von Ceviche Peruano und Leche de Tigre über die Seebrasse bis zum trocken gereiften Oktopus mit scharfer Salsa Macha. Erde steuert das vegetarische Element hinzu. Hier verwandeln sich Wurzeln, Andengemüse und Kräuter in genussvolle Kompositionen wie Aubergine Milanese mit Habanero-Salsa oder Süßkartoffel & Maitake Anticucho – die pflanzliche Variante des klassischen peruanischen Grillspießes. Und Luft steht für die Leichtigkeit und Weite der »AirBar13« im 13. Stock mit ihrem 360 Grad-Blick über Elbe, Hafen und Stadt.
Hamburg und Lateinamerika? Diese Verbindung kann man als fast 200-jährige Liaison lesen. 1827 war die hanseatische Metropole die erste Stadt Europas, die die Unabhängigkeit südamerikanischer Staaten anerkannte. Das hatte natürlich einen wirtschaftlichen Hintergrund, denn es sicherte dem Hafen seine Poleposition im Handel mit südamerikanischen Ländern.
Jetzt also lateinamerikanische Küche mit Blick auf den Hamburger Hafen. Die verantworten der gebürtige Mexikaner Miguel Zaldivar und der Argentinier Diego Cardoso. Das Gesamtkunstwerk von lebhaft durchdesigntem Restaurant und Bar mit einer der umfangreichsten Auswahlen an Mezcals, Piscos und Cachaças sowie einem eigenen Bier – das Porto 53 – leitet der gebürtige Iraner Shahriar Javaheri, ein Gastgeber-Vollblut, der lange Jahre im Hamburger East- und Clouds-Kosmos verbracht hat und hier nun an neuer Stelle ganz in seinem Element ist.