Das war die VieVinum 2026: Mehr als 15.000 Gäste aus über 50 Ländern
Von 16. bis 18. Mai 2026 wurde die Hofburg Vienna zum globalen Treffpunkt der Weinbranche: 550 Weingüter präsentierten ihre Weine mehr als 15.000 internationalen Gästen – darunter die besten Sommeliers der Welt, internationale Medien und Importeur:innen. Zudem wurde der »Falstaff Winzer des Jahres« gekürt.
Mit ihrer Verbindung aus hochkarätiger Fachmesse, internationalem Networking und erstklassigem Verkostungsprogramm präsentierte sich die VieVinum auch 2026 wieder als zentrale Plattform für österreichischen Wein auf dem Weltmarkt. »Der große internationale Andrang zeigt deutlich, dass Österreichs Weine den Nerv der Zeit treffen. Sie stehen für höchste Qualität, werden verantwortungsvoll und umweltbewusst produziert und bieten genau jene Frische und Leichtigkeit, die aktuell in aller Welt bei Weinen gesucht wird«, so ÖWM Geschäftsführer Chris Yorke.
Internationale Weingüter in der Falstaff-Lounge
Eine exklusive Reise durch die Welt der Weine erwartet die Besucher:innen in der Falstaff Lounge im Wintergarten der Hofburg: 25 internationale Weingüter, die vor Ort vertreten waren, boten exklusive Verkostungs-Erlebnisse. Unter den Ausstellern waren renommierte Weingüter, wie das »Château d’Esclans« aus der Provence, das seit der Übernahme durch Sascha Lichine im Jahr 2006 für eine neue Interpretation des Rosés steht, der »Kartäuserhof« aus Trier, das eines der ältesten Weingüter der Welt ist oder die »Orin Swift Cellars« aus Kalifornien, gegründet vom Winzer Dave Phinney, sowie das Südtiroler Weingut »Manincor«, das auf biodynamische sowie ausdrucksstarke Terroirweine setzt.
Winzer des Jahres 2026
Ein besonderer Höhepunkt des Programms in der Falstaff Loungs war die Präsentation des neuen Falstaff Ultimate Wineguide Austria 2026/27 sowie die Prämierung des neuen »Falstaff Winzer des Jahres« durch Falstaff-Wein-Chefredakteur Peter Moser: »Christian Tschida hat als prototypischer Vertreter einer neuen Winzergeneration mit Weinen von Weltformat die Herzen einer jungen Konsumentengeneration rund um den Globus erobert und repräsentiert den frischen Wind der heimischen Weinkultur wie kein anderer.« Christian Tschida durfte sich damit über die höchste Auszeichnung der heimischen Weinbranche freuen.
Mit rund 25 Weingütern, die ihre ungemeine Vielfalt an Sorten und Stilen präsentieren, war in diesem Jahr Georgien als Gastland der VieVinum vertreten. Das Weinland zwischen Schwarzem Meer und den schneebedeckten Gipfeln des Kaukasus gilt als die Wiege der Weinkultur und als Motor der modernen »Orange-Wine-Bewegung«.
Wir haben sehr wertvolle Rückmeldungen von Fachpublikum und anderen Winzer:innen erhalten, viele Besucher:innen kannten sich schon sehr gut aus mit Wein aus Georgien.
– Aleksandre Gogiashvilli, Weingut Wine Alphabet, Georgien
Seit ihrer ersten Ausgabe 1998 präsentiert sich die von M.A.C. Hoffmann organisierte VieVinum als zentrale Plattform für den nachhaltigen Exporterfolg des österreichischen Weins. »Auf dem Heimmarkt hat österreichischer Wein bereits sehr hohe Marktanteile und dadurch kaum noch Wachstumspotenzial. Daher ist der Export für uns so wichtig: Jede Flasche, die erfolgreich international vermarktet wird, entlastet den Heimmarkt und schafft zusätzliche Perspektiven für Österreichs Weinwirtschaft. Die VieVinum hat deshalb einen sehr hohen Stellenwert für uns«, so Yorke.
Das Angebot der School of Wine gab zudem Einblick in die neue Diversität beim Zugang zum Wein – von monumentalen Jubiläumsverkostungen über kontroverse Diskussionen über Weinstile und Perspektiven im Weinbau. Ergänzend zur School bot die VieVinum zahlreiche Sonderprogramme, wie die Tasting-Zone im sogenannten Orchestergang: Hier führte die Sommelier Union Austria durch einen Verkostungsparcours rund um persönliche Geschmacksvorlieben.
Die Vielfalt an Weinen hier vereint so viel Unterschiedliches. Wichtig ist die Kommunikation miteinander und die Freude am Wein.
– Gerhard Retter, Star-Sommelier, Deutschland
Bacchuspreis für Sascha Speicher & Debra Meiburg
An der VieVinum 2026 verlieh Chris Yorke gemeinsam mit dem österreichischen Weinbaupräsidenten Johannes Schmuckenschlager zudem den Bacchuspreis International: Ausgezeichnet wurden der deutsche Weinpublizist Sascha Speicher sowie die in Hongkong ansässige Master of Wine Debra Meiburg für ihre herausragenden Verdienste um die internationale Sichtbarkeit und Vermittlung österreichischer Weinkultur.
Premiere für F.X. Pichler’s Pinot Noir
Johanna und Lucas Pichler vom Weingut F.X. Pichler aus Oberloiben in der Wachau luden im Rahmen der Weinmesse außerdem zur Premierenpräsentation ihres neuen Pinot Noir, der teils auf umveredelten Bestandsreben und neu ausgepflanzten Rebstöcken gewachsen sind. Präsentiert wurden die ersten drei Jahrgänge 2022, 2023 und 2024.
Die nächste VieVinum findet von 13. bis 15. Mai 2028 in der Hofburg Vienna statt.