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Hightech trifft Fast Food: Elon Musks Tesla Diner spaltet Hollywood

Hollywood
Restaurant
Kritik

Elon Musks neues Prestigeprojekt am Santa Monica Boulevard verbindet E-Auto-Ladestation, Autokino und Retro-Diner. Die Show ist groß – die Meinungen darüber auch.

Hollywood bekommt ein neues Ausflugsziel – und eines, das polarisiert. Am Santa Monica Boulevard hat die Automobilmarke Tesla unter der Führung von Elon Musk sein erstes Diner & Drive-In eröffnet, das Retro-Charme der 1950er-Jahre mit modernster Technik verbinden soll. Herzstück des Konzepts: 80 Ladepunkte für E-Autos, ein Autokino und eine aufwendige Inszenierung im Stil des Tesla Cybertruck.

Das Diner bietet Platz für 250 Gäste auf zwei Etagen. Burger, Pommes und Milchshakes stehen auf der Karte – teilweise in Verpackungen, die wie kleine Cybertrucks aussehen. Über die Tesla Diner App können Fahrer ihre Bestellung direkt aus dem Infotainment-System vorbestellen, das Autokino lässt sich ebenfalls per Bordbildschirm steuern. Auch zu Fuß oder mit anderen Fahrzeugen sind Gäste willkommen. Drive-in, Merchandise, Süßigkeiten und sogar ein humanoider Popcorn-Roboter runden das Angebot ab.

Kulinarische Enttäuschung

Doch nicht alle sind begeistert. Zwei riesige LED-Leinwände sorgen für starke Beleuchtung, die bis in die Balkone der Nachbarschaft strahlen. Zudem führte der anfängliche Andrang zu Staus rund um die Supercharger. Tesla verspricht, die Bildschirme nach 23 Uhr abzuschalten, doch die Kritik bleibt.

Für die Küche hat Tesla Bill Chait (»République«, »Tartine«) und Eric Greenspan (»Foundry«, »MrBeast Burger«) verpflichtet. Die Gerichte orientieren sich an klassischen US-Fast-Food-Kombinationen, darunter Smash Burgers mit karamellisierten Zwiebeln und Käse. Trotz futuristischer Verpackung und spektakulärer Optik bleibt laut ersten Berichten das kulinarische Erlebnis eher solide. Viele Menü-Punkte waren in den ersten Tagen nicht verfügbar, Salate, vegetarische Optionen und Desserts fehlten oft.

Elon Musk sieht das Diner als Prestigeprojekt und Modell für weitere Standorte in Metropolen weltweit. Die Idee: Gastronomie, Entertainment und Mobilität verbinden, die Markenbindung stärken – und vor allem Tesla-Fahrer begeistern. Kritiker hingegen sehen das Projekt als viral getriebenes Marketing-Experiment, das mehr auf Show als auf Geschmack setzt – von Kritik an dessen Schöpfer ganz zu schweigen.


 

Redaktion
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