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Kochen war gestern: Tiefkühl- und Fertiggerichte boomen bei jungen Generationen

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Schnell, praktisch, unkompliziert: Tiefkühl- und Fertiggerichte sind besonders bei jungen Generationen beliebt. Eine aktuelle Studie zeigt, wie oft sie auf Convenience-Produkte zurückgreifen – und warum.

Fertig- und Tiefkühlgerichte erleben in Deutschland einen regelrechten Höhenflug – vor allem bei jungen Generationen. Das zeigt der aktuelle YouGov-Report »Germany's Appetite for Convenience Cooking 2025«. Besonders Gen Z und Millennials setzen verstärkt auf schnelle und einfache Lösungen in der Küche.

Die Mehrheit der Deutschen (60 Prozent) verbringt für die Zubereitung des Abendessens maximal eine halbe Stunde. Ein Drittel nimmt sich länger Zeit. Doch besonders tiefgekühlte und fertig zubereitete Mahlzeiten gewinnen an Bedeutung: 31 Prozent der Befragten setzen mindestens einmal pro Woche auf Tiefkühlprodukte ohne weitere Vorbereitung, 26 Prozent greifen ebenso häufig zu reinen Aufwärmgerichten.

Männer greifen häufiger zu Fertiggerichten

Jüngere Generationen nutzen diese Möglichkeiten überdurchschnittlich oft: 40 Prozent der Millennials und ebenso viele aus der Generation Z essen mindestens einmal pro Woche Tiefgekühltes oder Fertiggerichte. Die Zahlen verdeutlichen einen klaren Trend zur Bequemlichkeit in der Küche.

Der YouGov-Report zeigt zudem deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 37 Prozent der Männer, aber nur 26 Prozent der Frauen setzen mindestens wöchentlich auf Tiefkühlgerichte. Noch größer ist der Abstand bei Fertigmahlzeiten: Hier greifen 33 Prozent der Männer mindestens einmal pro Woche zu, bei Frauen sind es nur 20 Prozent.

Was beim Kauf zählt

Auch beim Einkauf spiegelt sich der Convenience-Trend wider: Der Marktanteil von Fertiggerichten – ob gekühlt oder tiefgekühlt – ist zwischen Dezember 2023 und November 2024 um 4,5 Prozent gestiegen. Jeder zweite Deutsche (49 Prozent) kauft mindestens einmal im Monat ein Fertiggericht. Besonders die Gen Z ist hier führend: 69 Prozent der 18- bis 27-Jährigen geben an, mindestens monatlich auf diese Produkte zurückzugreifen. Zum Vergleich: Bei den Baby Boomern (Jahrgänge 1946–1964) sind es nur 36 Prozent, und 27 Prozent dieser Altersgruppe meiden Fertiggerichte sogar vollständig.

Warum entscheiden sich Verbraucher für Fertiggerichte? Der Geschmack steht für 62 Prozent der monatlichen Käufer an erster Stelle, gefolgt vom Preis (61 Prozent). Inhaltsstoffe (35 Prozent) und Zubereitungszeit (29 Prozent) spielen eine untergeordnete Rolle.

Convenience ist auf dem Vormarsch

Philipp Schneider, Head of Marketing bei YouGov DACH, fasst die Ergebnisse zusammen: »Der deutsche Verbraucher ist entweder vielbeschäftigt oder nimmt sich aus anderen Gründen wenig Zeit fürs Kochen. Dies birgt großes Potenzial für Convenience-Produkte.« Der Trend zeigt: Fertiggerichte sind längst keine Notlösung mehr, sondern eine feste Größe im Essverhalten junger Generationen.

Der Report basiert auf einer repräsentativen YouGov-Umfrage mit über 1.000 Teilnehmern, die zwischen dem 18. und 30. Oktober 2024 durchgeführt wurde. Die Marktanteilsdaten stammen aus der YouGov Shopper Intelligence, die Verkaufszahlen von Dezember 2022 bis November 2024 analysiert. Die untersuchten Altersgruppen sind: Generation Z (Jahrgänge 1997–2007), Millennials (Jahrgänge 1981–1996), Generation X (Jahrgänge 1965–1980), Baby Boomer (Jahrgänge 1946–1964)


 

Redaktion
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