Volkswagen plant Kult-Currywurst für den Einzelhandel
Ab 2025 soll die ikonische Wurst, die in den Kantinen des Konzerns längst ein Dauerbrenner ist, auch die heimischen Küchen erobern.
Die Volkswagen-Currywurst, ein Klassiker der Betriebskantinen und Symbol des Automobilriesen, könnte bald die Supermarktregale erobern. Wie das Onlineportal News 38 berichtet, plant der Konzern, die berühmte Wurst ab 2025 in einer verzehrfertigen Variante für den Einzelhandel anzubieten. Damit bekommt die Currywurst, die bereits Kultstatus genießt, eine neue Bühne – diesmal in privaten Haushalten.
Ein Dauerbrenner
Seit Jahrzehnten gehört die Currywurst zu den beliebtesten Gerichten in den VW-Kantinen. Allein 2024 wurde sie laut News 38 rund 600.000 Mal an Mitarbeiter ausgegeben. Insgesamt stellte der Konzern rund 6,5 Millionen Stück der Wurst her. In einer anderen Variante ist die Currywurst nämlich schon in Niedersachsen in vielen Supermärkten erhältlich. Hergestellt wird sie in der Fleischerei der werkseigenen Volkswagen Service Factory. In der Rangliste der beliebtesten Kantinen-Gerichte folgen auf die Currywurst Klassiker wie Frikadellen mit Kartoffeln und Hähnchenbrustfilets im Knuspermantel.
Volkswagen geht dabei mit der Zeit: Neben der traditionellen Variante bietet der Konzern auch eine Rindfleisch-Currywurst an, die speziell für Beschäftigte entwickelt wurde, die Schweinefleisch meiden.
Nachhaltigkeit und Innovation
Obwohl die Currywurst ein Fleischklassiker ist, setzt Volkswagen zunehmend auf nachhaltige Alternativen. Vegetarische und vegane Gerichte gewinnen an Beliebtheit, und sogenannte Hybrid-Rezepturen – eine Mischung aus Fleisch und Gemüse – sind ebenfalls fester Bestandteil des Speiseplans. So wurde etwa eine Frikadelle mit reduziertem Fleischanteil, die von Auszubildenden entwickelt wurde, erfolgreich eingeführt.
Markus Greiner, Leiter der VW-Gastronomie, betont, dass Nachhaltigkeit und Tierwohl zentrale Elemente der Gastronomiestrategie des Konzerns sind.
Mit der Einführung der verzehrfertigen Currywurst will VW die hohe Nachfrage auch außerhalb der Werkskantinen bedienen. Die neue Variante soll in Scheiben geschnitten und bereits in den hauseigenen Volkswagen-Ketchup eingelegt erhältlich sein. Kunden müssen die Wurst nur noch erhitzen – ein Konzept, das laut Greiner auf großes Interesse stößt.
Die VW-Currywurst war bereits mehrfach im Zentrum öffentlicher Diskussionen. 2021 sorgte die Verbannung des Klassikers aus einer Wolfsburger Kantine für Schlagzeilen. Altkanzler Gerhard Schröder machte sich damals medienwirksam für den »Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters in der Produktion« stark. 2023 kehrte die Currywurst an ihren Platz in der Kantine zurück, während sie in den übrigen 30 Kantinen des Werks stets im Angebot blieb.
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