Schaumwein-Einmaleins
Von aufgelösten Mythen, bis hin zu Tipps und kleinen Tricks finden Sie hier das kleine Einmaleins zu Schaumwein.
Löffel rein statt Deckel drauf?
Silberlöffel in den Flaschenhals und ab in den Kühlschrank? Auf diese Weise bleibt die Kohlensäure länger im Schaumwein, wusste schon die Oma und lag leider falsch, wie zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen haben. Schaumwein bleibt nur frisch, wenn er mit einem Schaumweinverschluss verschlossen und kühl aufbewahrt wird.
Wer hat‘s erfunden?
Entgegen der weit verbreiteten Annahme wurde Schaumwein nicht in der Champagne erfunden. Das Phänomen, dass Weine durch unerwünschtes Nachgären zu perlen beginnen, ist bereits seit der Antike bekannt. In der französischen Appellation Limoux wurde ein schäumender Wein erstmals 1531 erwähnt, rund 160 Jahre bevor der erste Champagner hergestellt wurde.
Soll ich schwenken?
Auch Schaumwein darf und soll im Glas geschwenkt werden. Beim Schwenken kommt er mit Sauerstoff in Kontakt, was dazu führt, dass sich die diversen Geschmacksnuancen besser entfalten. Übertreiben sollte man es wegen der Kohlensäure jedoch nicht.
Darf es knallen?
Grundsätzlich sollte man beim Öffnen von edlen Schaumweinen so sanft vorgehen, dass eher ein »Pscht« als ein »Plopp« zu hören ist und überschäumen sollte eine Flasche beim Öffnen schon gar nicht. Natürlich gibt es aber festliche Momente, wo diese Regel gebrochen werden darf: Etwa, wenn man einen Formel-1-Grand-Prix gewinnt.
Wie kalt ist kalt genug?
Die perfekte Trinktemperatur für Prickler gibt es nicht. Jedoch sollte die Starttemperatur möglichst tief sein. Am besten geht die Flasche 24 Stunden vor Genuss in den Kühlschrank. Einfachere Schaumweine schmecken dann schon, komplexere entfalten ihren Charakter, wenn sie im Glas auf Temperatur kommen.