Tentakel am Spieß: Oktopus-Döner sorgt in Karlsruhe für Aufsehen
Wer auf klassischen Döner steht, sollte hier besser Abstand halten: In Karlsruhe gibt es jetzt Tentakel am Spieß – frisch, mediterran und garantiert polarisierend.
In den Fußgängerzonen Deutschlands ist der Döner längst Kult – doch in Karlsruhe dreht sich jetzt etwas völlig anderes am Spieß: Oktopus. Die rumänische Kette »Pescobar« hat mitten in der Innenstadt den sogenannten »Oktopus-Döner« eingeführt und sorgt damit für Gesprächsstoff.
Gründer Paul Nicolau beschreibt seine Kreation gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa) als »frisch, gesünder und dennoch vertraut«. Das Prinzip ähnelt dem klassischen Döner: Die Tentakel werden mariniert, am Spieß gegrillt, vom Spieß geschnitten und auf einer Grillplatte gewürzt. Serviert wird das Ganze im Fladenbrot mit Salat, Gurken, Radieschen und Aioli – optisch kaum vom traditionellen Döner zu unterscheiden, geschmacklich allerdings eindeutig mediterran.
Die Reaktionen sind gemischt. Während lange Schlangen vor der Karlsruher Filiale auf Begeisterung hindeuten, äußern Tierschützer Kritik – vor allem wegen der Intelligenz der Oktopusse. Auch der Preis von 14 Euro pro Döner sorgt für Diskussionen. Laut Nicolau werden täglich zwischen 300 und 400 Oktopus-Döner verkauft. Die Meerestiere stammen aus Mauretanien, Marokko und dem Senegal.
Neben dem Döner gibt es auch Wraps und Hotdogs – jeweils mit Tentakel statt Wurst. »Wir wollten ein Fast-Food-Format schaffen, das den Deutschen vertraut ist, aber einen neuen Twist bietet«, erklärt Nicolau. Ironischerweise liegt die erste deutsche Filiale direkt neben einem beliebten traditionellen Kebap-Laden.